RW Ahlens A-Junioren unterliegen Rheine 1:2
Schluss mit lustig kurz vor Schluss

Ahlen -

Das hatten sich wohl alle Ahlener anders vorgestellt. Ein Sieg, drei Punkte – und schon wären sie in der Westfalenliga der A-Junioren wieder an der Spitzengruppe dran gewesen. Stattdessen gab es eine Niederlage, 1:2 (0:0) hieß es nach 90 Minuten gegen den FC Eintracht Rheine. Verkehrte Welt auf dem Kunstrasen des Wersestadions.

Dienstag, 03.12.2013, 06:12 Uhr

Sichere Beute war der Ball für Marvin Wiesmann, der in dieser Szene Aygün Yildirim zuvorkam. Nur einmal ließ der FCE-Torwart überwinden – für Ahlen zu wenig für einen Punktgewinn.
Sichere Beute war der Ball für Marvin Wiesmann, der in dieser Szene Aygün Yildirim zuvorkam. Nur einmal ließ der FCE-Torwart überwinden – für Ahlen zu wenig für einen Punktgewinn. Foto: René Penno

Andree Kruphölter war erst sprachlos, dann musste er nach den richtigen Worten suchen. „Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll“, bekannte der Coach. Innerhalb einer Minute war das Spiel auf den Kopf gestellt. Besonders bitter: Es war die letzte Minute. Yannik Grabbe war für Rheine zweimal erfolgreich. Erst behielt er den Überblick, als der Ball im RW-Strafraum herumirrte, dann hielt er den Kopf nach einem Freistoß hin. Es stand 1:2 – für Rheine war das wie ein Befreiungsschlag. Rot-Weiß stand mit leeren Händen da. „So ist Fußball“, sagte Krup­hölter. Glücklich, aber nicht unbedingt verdient, für die einen. „Richtig fies für uns“, so der Trainer.

90 Minuten lang hatte seine Mannschaft Spiel und Gegner kontrolliert und dominiert. Rheine spielte zwar auch mit, aber das, was im Strafraum ankam, wurde zur Beute der Ahlener Abwehr. Nur einmal musste Nuri Dönmez im ersten Durchgang eingreifen, im zweiten Abschnitt rettete der Pfosten. Macht – einschließlich der beiden Tore – insgesamt vier ernsthafte Torschüsse. Ansonsten konzentrierten sich die Gäste darauf, das Spiel der Ahlener zu stören. Das gelang oft genug, RW aber ließ sich von zahlreichen kleinen Fouls nicht aus der Ruhe und dem Rhythmus bringen und blieb hartnäckig.

Nach einigen vergebenen Möglichkeiten schloss Tugay Gündogan ein Solo zum 1:0 ab (78.). Danach strich ein Freistoß von Nico Lenz hauchdünn über die Latte – die letzte dicke Chance, den Sack zuzumachen. Dann kam diese blöde 90. Minute und Yannik Grabbe. „Für die Mannschaft ist das richtig tragisch“, machte Kruphölter seinen Jungs keinen Vorwurf. Vielleicht einen: „Wir hätten schon früh mit 2:0 führen können.“ So wurde es ein Tag, „den man streichen kann.“

RW: Dönmez – Tipkemper, Malcherek, Lehmann, Lenz, Stiepermann, Hamidovic (90. Marchewka), Bastürk, Gündogan, Yildirim (82. Becker), Dogan (64. Köster).

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