WN-Redakteur beschreibt die Geschichte des Kreises Lüdinghausen
Eine Schatztruhe für Fußballfans

Bezirk Lüdinghausen -

WN-Redakteur Theo Heitbaum hat die Geschichte des Kreises Lüdinghausen seit der Anfangssaison 1946/47 veröffentlicht. Das Werk „Wo Kumpelkinder gegen Bauernblagen pöhlen“ bietet 175 Fotos, Tabellen von 1948 an und zahlreiche Anekdoten.

Dienstag, 03.12.2013, 19:12 Uhr

Anekdoten, Fotos und Tabellen: Theo Heitbaums Buch ist eine fast lückenlose Chronik, die informativ und mit Witz die Geschichte des Fußballkreises erzählt.
Anekdoten, Fotos und Tabellen: Theo Heitbaums Buch ist eine fast lückenlose Chronik, die informativ und mit Witz die Geschichte des Fußballkreises erzählt. Foto: chrb

Alle Jahre wieder läuten Verbandsfunktionäre dem Fußballkreis Lüdinghausen das Totenglöckchen. Nicht wenige Freunde des heimischen Fußballsports finden das schade – unter ihnen Theo Heitbaum . „Es zeichnet diesen Kreis aus, dass er ganz unterschiedliche Menschen zusammenbringt“, sagt der 56-jährige Ascheberger über den Fußballkreis, der Teile des nördlichen Ruhrgebiets und des südlichen Münsterlandes zusammenfasst.

Heitbaum kennt die Geschichte des Fußballkreises Lüdinghausen wie kein Zweiter. Der langjährige Sportredakteur der Westfälischen Nachrichten hat jetzt ein Buch über die Geschichte des Kreises veröffentlicht. Der Titel: „Wo Kumpelkinder gegen Bauernblagen pöhlen.“

Das fast 200 Seiten starke Buch ist eine wahre Schatztruhe . Es bietet 175 Fotos aus den Spielzeiten von 1946/47 bis 2012/13, Tabellen mit allen Seniorenmannschaften im Kreis von 1948 an und vor allem – unter der Rubrik „Dritte Halbzeit“ – zahlreiche Anekdoten.

Doch vor dem Erscheinen hat der Fußballgott den Schweiß oder vielmehr die Recherche gesetzt. „Das habe ich über fast sechs Jahre gemacht, aber immer bei schlechtem Wetter im Winter“, sagt Heitbaum, der seit 2007 als WN-Lokalredakteur in Ascheberg arbeitet und die Idee zum Buch vor zehn Jahren hatte, als er für den heimischen TuS die Festschrift zu dessen 75-jährigen Bestehen schrieb.

Gedacht, getan: Heitbaum bat seine ehemaligen Kollegen aus den Sportredaktionen im Fußballkreis um Fotos, besuchte (ehemalige) Kreis- und Vereinsfunktionäre, Spieler und Fans mit seinem Laptop und scannte Fotos ein. Auf dem gleichen Weg bekam er so manche Tabelle, die meisten jedoch holte er sich beim Fußballverband Westfalen in Kaiserau, in dessen Archiv er die Statistiken abfotografierte. 13 Tabellen, vorwiegend von Bezirksligen der 70er- und 80er-Jahre, bekam er nach einer Online-Suchanzeige von einem Fußballfreund aus dem Sauerland.

In zahllosen Gesprächen mit altgedienten Kickern vor allem aus der Anfangszeit des Kreises kam er an die vielen Anekdoten, die nun für immer verewigt sind. So diejenige über die Seppenrader Fußballer der Saison 1947/48, die nach einem Sieg über Borussia Ahsen auf dem Heimweg durch die Lippe schwimmen mussten. Der Fährmann, ein Ahsener, hatte ihnen die Überquerung mit seinem Floß verweigert, weil er sich über die Niederlage seines Vereins ärgerte. Wie sang Jahrzehnte später Chris de Burgh? „Don‘t pay the ferryman . . .“

Doch auch der Autor selbst, der in Herbern-Horn geboren wurde und in seiner Jugendzeit für den SC Capelle kickte, konnte Dönekes liefern: „Wir mussten uns vor Heimspielen auf der Kegelbahn umziehen. Da gab es noch den Dunst und Qualm vom Vorabend. Und dann ging es durch das halbe Dorf zum Platz.“

► „Wo Kumpelkinder gegen Bauernblagen pöhlen“ ist in einer Auflage von 1000 Exemplaren bei der Ascheberger Druckerei Niemann erschienen und kann dort oder auch unter der Website des Autors www.theo-heitbaum.de erworben werden.

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