Dritte Liga: Preußen Münster vor dem Neustart
Preußen wollen spritziger werden

Münster -

Schwerer Boden, schwere Beine – leichte Kopfschmerzen. Der misslungene Doppeltest gegen Siegen und Lotte hat bei Preußen-Trainer Ralf Loose die Sinne geschärft für den Neustart in die Liga am Samstag in Leoipzig. Es ist viel zu tun, die Preußen packen es an ...

Dienstag, 21.01.2014, 01:01 Uhr

In Unterzahl und meist einen Schritt zu spät: Preußen-Stürmer Matthew Taylor (Mitte) kam gegen Siegen ebenso wenig zur Geltung wie Mannschaftskamerad Marcus Piossek.
In Unterzahl und meist einen Schritt zu spät: Preußen-Stürmer Matthew Taylor (Mitte) kam gegen Siegen ebenso wenig zur Geltung wie Mannschaftskamerad Marcus Piossek. Foto: Jürgen Peperhowe

Drei Siege, ein Unentschieden und am Ende noch eine enttäuschende Niederlage gegen SF Siegen (0:2) im eigenen Stadion. So sieht die Bilanz aus den Testspielen des SC Preußen Münster aus, vier Trainingstage bleiben noch, ehe bei RW Erfurt das erste Punktspiel des Jahres auf dem Programm steht. „Wir bereiten uns jetzt gezielt auf Erfurt vor, vor allem an der Spritzigkeit muss noch gearbeitet werden“, sagt Trainer Ralf Loose . In den beiden letzten Testspielen hatte ihm besonders die Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt. Und: „Zwei Spiele ohne Torerfolg, das war zufällig und nicht geplant. Die Spieler müssen die Umstellung von den idealen Bedingungen des Trainingslagers zu den tiefen Böden in Deutschland noch hinbekommen.“

Viel Zeit bleibt nicht, denn Erfurt, da war doch was? In der Tat, denn es war Ende April des vergangenen Jahres, als die Preußen nach einem schmeichelhaften 1:1 in Thüringen vom Zweitliga-Aufstiegsplatz abrutschten. Erfurt war der Beginn der fatalen Krise, die in letzter Konsequenz den Sprung in die 2. Bundesliga kostete. Von der damaligen Startelf wird maximal ein Sextett übrigbleiben, um es am Samstag besser zu machen.

Leihgabe Cüneyt Köz wanderte von Dynamo Dresden zum türkischen Erstligisten Kayserispor weiter, Münster war nur ein Zwischenhalt. Philipp Heise wechselte sich nach oben zum Drittliga-Tabellenführer FC Heidenheim – und ist dort Stammkraft. Dimitrj Nazarov heuerte bei Zweitligist Karlsruher SC an, 14 Spiele und drei Tore weiter hat er mit seiner neuen Mannschaft als Tabellenvierter eine realistische Chance auf die 1. Bundesliga.

Geblieben sind beim SCP Patrick Kirsch und Dennis Grote, die aber verletzungsbedingt nun in Erfurt passen müssen. Kirsch zog sich beim Testspiel in Lotte eine Einblutung im Oberschenkel zu und muss erneut – wenn auch vermutlich kurz – pausieren.

Zudem waren Clement Halet und Julian Riedel erkrankt, Pascal Koopmann fällt mit einer Knieverletzung zwei Wochen aus.

Also Erfurt. Die Rot-Weißen haben wie der SCP zwei Spieler in der Winterpause geholt. Mit Linksaußen Christopher Drazan, der vom Zweitligisten Kaiserslautern ausgeliehen wurde und drei A-Länderspiele für Österreich vorweisen kann, sowie Carsten Kammlott von RB Leipzig wurde auf die Ausfallliste reagiert. Vier Spieler mit Stammelf-Format fallen langfristig mit Blessuren aus, zudem sind Rafael Czichos und Aykut Öztürk für das Spiel gegen Münster gesperrt. Aufstieg 2014 über den Relegationsrang – Heidenheim und Leipzig dürften wohl nicht mehr von Rang eins und zwei zu verdrängen sein – würde man in Erfurt nicht ablehnen. Die erste Hürde, die es zu überspringen gilt, sind die Preußen.

Die wiederum werden sich in Thüringen anders präsentieren als zuletzt beim Test gegen Siegen vor knapp 700 entsetzten Zuschauern im eigenen Stadion. „Gegen den Ball war das nichts, wir haben uns kaum Torchancen erspielt, es fehlte die Spritzigkeit – und überhaupt: So wollten wir uns nicht präsentieren“, fand Preußens neuer Kapitän Jens Truckenbrod nach der Partie deutliche und kritische Worte sowie die einzig passende Schlussfolgerung: „Aber besser jetzt und hier als am Samstag in Erfurt.“

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