Der 34. Volksbankcup des SC Arminia Ochtrup
Jubelnde Wölfe feiern in Ochtrup Premiere

Ochtrup -

Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt der VfL Wolfsburg zum Volksbankcup in die Töpferstadt zurück – und entthront prompt den Vorjahressieger aus Hoffenheim. Noch eine Spur packender als das Finale war das Spiel um Platz drei, das Bayer Leverkusen gegen den BVB in letzter Sekunde für sich entschied.

Sonntag, 26.01.2014, 21:01 Uhr

In der 34-jährigen Geschichte des Volksbankcups geht der Pokal zum ersten Mal nach Wolfsburg. Im Finale besiegte der VfL-Nachwuchs Vorjahressieger 1899 Hoffenheim mit 1:0.
In der 34-jährigen Geschichte des Volksbankcups geht der Pokal zum ersten Mal nach Wolfsburg. Im Finale besiegte der VfL-Nachwuchs Vorjahressieger 1899 Hoffenheim mit 1:0. Foto: Weiß

Die Siegerliste des Volksbankcups für U 15-Fußballer ist um einen Namen reicher geworden. Erstmalig in der Geschichte des Ochtruper Turniers setzte sich am Sonntag der Nachwuchs des VfL Wolfsburg durch. Im Finale bezwang der Tabellenzweite der Regionalliga Nord Vorjahressieger 1899 Hoffenheim knapp mit 1:0.

Nachdem die „Wölfe“ 2012 und 2013 nicht am Wettbewerb in der Töpferstadt teilgenommen hatten, feierten sie nun eine triumphale Rückkehr. Sehr zur Freude von Trainer Mathias Stammann: „Ich bin jetzt zum elften oder zwölften Jahr mit meinen Jungs hier in Ochtrup , aber so gut haben wir noch nie abgeschnitten. Norma­lerweise waren wir zu diesem Zeitpunkt schon wieder auf dem Heimweg“, schmunzelte der VfL-Coach nach der Siegerehrung.

Im Turnierverlauf leisteten sich die ansonsten ungeheuer diszipliniert auftretenden Wolfsburger nur einen Aussetzer. Und zwar beim 1:4 in der Vorrunde gegen Schalke 04. Der wäre beinahe teuer geworden, denn so mussten die Wölfe als Zweiter der Gruppe B im Halbfinale gegen Dortmund ran. Zwei Mal traf Yannik Möker für den VfL. Zuvor und danach waren mit Tim Sechelmann und Robin Wodniok zwei Borussen erfolgreich, weshalb die Partie 2:2 endete und ins Neunmeterschießen musste. Dort erwiesen sich neun der zehn Schützen als sichere Vollstrecker, nur der Dortmunder Sefa Topcu scheiterte an Tom-Luca Divajk, was das Stammann-Team ins Endspiel brachte.

Das zweite Ticket für das Finale ging an die Hoffenheimer, die sich überraschend glatt mit 3:0 gegen die in der Vorrunde ohne Niederlage gebliebenen Leverkusener behaupteten. Ein Doppelpack von Nils Anhölcher und ein Tor des starken U 15-Nationalspielers Alfons Amade schalteten die Rheinländer aus.

„Heute standen auch tatsächlich die vier besten Teams im Halbfinale. Das ist bei einem Turnier, wo viel von der Tagesform und einer Portion Glück abhängt, nicht zwangsläufig der Fall“, bilanzierte Paul Schomann. Sowohl mit dem sportlichen Niveau als auch mit dem organisatorischen Ablauf des Wettbewerbs war der Turnierchef und DFB-Trainer sehr zufrieden.

Dass ein kleines Finale kein Langweiler sein muss, bewiesen die Dortmunder und Leverkusener. Bis zwölf Sekunden vor Schluss lagen die Schwarz-Gelben mit 2:1 vorne, doch in den letzten Atemzügen gelang der Werkself die Wende. Erst besorgte Ricardo Grym per Freistoß den Ausgleich, dann erzielte Dominik Bilogrevic tatsächlich noch das 3:2. „Wir wollten diesen Sieg einfach“, war der dritte Platz für Bayer-Trainer Florian Junge mehr als ein Trostpreis. Schließlich wurde der Volksbankcup mit einem Prestige-Erfolg gegen den Dauerrivalen in der Meisterschaft perfekt gemacht.

Für die Borussen blieb lediglich die Auszeichnung für den besten Torschützen, die an David Kopacz (acht Treffer) ging. Zum besten Spieler bestimmte die Turnierleitung den Leverkusener Chinedu Ekene, bester Keeper war nach Ansicht der Experten Hoffenheims Luis Klante.

Aber auch der konnte nicht verhindern, dass es mit der Titelverteidigung nichts wurde. In einem Finale mit vielen intensiv geführten Zweikämpfen hatten die Wolfsburger letztlich das bessere Ende für sich. Lange blieb das Endspiel ohne Zählbares, und als sich die Zuschauer schon auf ein Neunmeterschießen einstellten, war Ronny Sarstedt zur Stelle und entschied das Finale zugunsten seiner Wölfe.

„Wir hätten den Erfolg aus dem Vorjahr natürlich gerne wiederholt. Aber auch mit Platz zwei sind wir zufrieden. Die weite Anreise hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt“, fand 1899-Trainer Wolfgang Heller.

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