Fußball-Oberliga: RW Ahlen siegt gegen Herne
Doppeltes Nachspiel

Ahlen -

Eine 25-minütige Unterbrechung wegen schwerer Ausschreitungen hat das Oberliga-Spiel zwischen RW Ahlen und Westfalia Herne überschattet. Da geriet der 2:0-Sieg der Castilla-Elf fast zur Nebensache. 30 Polizeibeamte mussten die beiden Fanlager auseinanderhalten. Die Ordnungshüter nahmen 14 Fans aus Herne fest.

Sonntag, 16.02.2014, 21:02 Uhr

Seht her, ich war’s: Felix Backszat lässt sich in der Nachspielzeit vom Publikum und seinen Mitspielern für sein Traumtor aus 30 Metern bejubeln. Mit dem 2:0 war die Partie endgültig zugunsten von RW Ahlen entschieden.
Seht her, ich war’s: Felix Backszat lässt sich in der Nachspielzeit vom Publikum und seinen Mitspielern für sein Traumtor aus 30 Metern bejubeln. Mit dem 2:0 war die Partie endgültig zugunsten von RW Ahlen entschieden. Foto: Marc Kreisel

Rot-Weiß Ahlen hat das neue Fußballjahr mit einem ebenso verdienten wie schmucklosen 2:0-Sieg über Westfalia Herne eröffnet. In Erinnerung bleibt die Begegnung aber wegen ihrer 25-minütigen Unterbrechung , weil es wie schon vor zwei Jahren zu Ausschreitungen kam.

19 Gästefans stürmten in der 21. Minute den Platz und lieferten sich gewalttätige Auseinandersetzungen mit Teilen der Ahlener Anhängerschaft. Der umgehend eingreifende 3. Vorsitzende Michael Schlieper und zwei Ordner versuchten zunächst, die Situation zu entschärfen. Was allerdings erst der nach vier Minuten eintreffenden Bereitschaftspolizei aus Münster gelang, die mit 30 Beamten dafür sorgte, dass beide Lager auseinandergehalten wurden. Die Ordnungshüter nahmen 14 Fans aus Herne fest.

Nach bislang unbestätigten Informationen soll es sich dabei allerdings nicht nur um Krawallmacher aus Herne gehandelt haben. Es soll eigens eine Gruppe aus Bochum angereist sein. Und bereits im Vorfeld der Partie soll es in der Hansastraße und im Bereich der Innenstadt zu Zusammenstößen zwischen den beiden Fangruppierungen gekommen sein. Rot-Weiß hat nach Angaben von Michael Schlieper bereits Anzeige wegen Hausfriedensbruchs gegen die Randalierer erstattet.

Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, ließ Schiedsrichter Waldemar Stor die Partie weiterlaufen. Die ersten 45 Minuten sind schnell erzählt. „Es war eine Halbzeit zum Einschlafen“, hielt es der verletzt vom Seitenrand zuschauende Julius Richter treffend fest. Die einzige Möglichkeit blieb Herne vorbehalten, doch Onur Özbicerler scheiterte in der 9. Minute nach feiner Hereingabe von Patrick Polk an Ahlens Schlussmann Philipp Hinkerohe.

Nach der Pause rissen die Ahlener die Partie nun ganz klar an sich und gaben den Ton an. Die 1:0-Führung von Nico Niemeier, der einen butterweichen Freistoß von Felix Backszat nach 68 Minuten per Kopf einnickte, spielte den Gastgebern dabei in die Karten. Herne machte nun immer weiter auf. Die Rot-Weißen nutzten die sich bietenden Räume aus. Arda Nebi (78.) verpasste zunächst noch die Vorentscheidung. Felix Backszat machte in der Nachspielzeit mit einem Traumtor aus 30 Metern zum 2:0 aber endgültig den Deckel drauf. Sein Treffer war der glanzvolle Schlusspunkt unter eine Partie, deren weiteres Nachspiel nun die Justiz beschäftigen wird.

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