Fußballkreis Münster
Keinerlei Verständnis für Beckumer Antrag

Ahlen/Münster -

Das Gezerre um den Namen Warendorf zwischen den Fußball-Kreisen Münster und Beckum schien bereinigt. Keiner bekommt ihn, so der Konsens nach einem Schlichtungsgespräch mit dem FLVW-Präsidenten Hermann Korfmacher im Vorjahr. Für den neuen Vorstoß der Beckumer hat Norbert Reisener deshalb keinerlei Verständnis. Die Entscheidung fällt am Samstag.

Dienstag, 25.03.2014, 06:03 Uhr

Weiter Wunsch oder ab Samstag Wirklichkeit? Geht es nach dem Beckumer Vorstand, dann spricht Manfred Mielczarek als Vorsitzender künftig für den Kreis 4 - Warendorf.
Weiter Wunsch oder ab Samstag Wirklichkeit? Geht es nach dem Beckumer Vorstand, dann spricht Manfred Mielczarek als Vorsitzender künftig für den Kreis 4 - Warendorf. Foto: Marc Kreisel

Verwundert hat Norbert Reisener , Vorsitzender des Fußballkreises Münster , auf den Beckumer Antrag auf Umbenennung in Warendorf (wir berichteten) reagiert. Wie er im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, habe er von dem Vorstoß erst aus der in den Offiziellen Mitteilungen (OM) des FLVW Ende Februar veröffentlichten Tagesordnung für die Ständige Konferenz in Kaiserau erfahren. Dort fällt am kommenden Samstag die Entscheidung.

Nachdem im Vorjahr die Anträge des Kreises Münster auf offizielle Umbenennung in Kreis Münster/Warendorf und des Kreises Beckum auf Ablehnung dieses Antrags nach einem Vermittlungsgespräch mit FLVW-Präsident Hermann Korfmacher noch im Vorfeld der Ständigen Konferenz zurückgezogen worden waren, geht das Gezerre um den Namen damit in eine neue Runde. Reisener fehlt jegliches Verständnis für den erneuten Vorstoß des Nachbarkreises. „Es war doch alles schön geregelt. Wir waren uns damals definitiv einig, dass die Sache damit vom Tisch ist“, betont er und vermisst das nötige Fairplay. Schließlich habe man im Vorjahr vereinbart, den anderen Kreis gegebenenfalls über Veränderungen zu verständigen – was nun nicht passiert sei.

Es war doch alles schön geregelt.

Norbert Reisener (Vorsitzender des Kreises Münster)

Irgendwelche neuen Argumente im jetzigen Antrag des Kreises Beckum vom 6. Januar 2014, zu dem sich kein Mitglied des dortigen Vorstands äußern mag, kann Reisener auch nach einem Telefonat mit seinem Kollegen Manfred Mielczarek nicht erkennen. „Da hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Dass sinngemäß vorgebracht wird, dass dort fast alle mit einem WAF-Kennzeichen herumfahren, ist nichts Neues“, so Reisener.

Eine Ausnahme: Nach Erkenntnissen der AZ beruft sich der Beckumer Vorstand auch auf einen Antrag der Leichtathleten im heimischen Kreis, die sich demnach am Zuschnitt des Kreissportbundes orientieren wollten – der bekanntlich mit den politischen Kreisgrenzen gleichzusetzen ist.

Ich werde für die Ablehnung des Beckumer Antrags werben.

Norbert Reisener

Auf eine Retourkutsche in Form eines Gegenantrags nach Beckumer Vorbild im Vorjahr hat der Kreis Münster bewusst verzichtet. „Das macht doch keinen Sinn“, sagt Reisener leicht genervt. Am kommenden Samstag wird er seine Gegenargumente, die bereits in einer Stellungnahme an den FLVW formuliert wurden (Insbesondere, dass der Name Kreis Münster/Warendorf im Volksmund seit jeher gebräuchlich ist), auf der Ständigen Konferenz noch einmal vortragen. „Und ich werde für die Ablehnung des Beckumer Antrags werben – so ist das in einer Demokratie.“

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