Westfalenpokal der A-Jugend
Rot-Weiß knapp an der Sensation vorbei

Ahlen -

Es wäre eine faustdicke Sensation gewesen, wenn Rot-Weiß Ahlens A-Junioren gegen die derzeit beste deutsche Nachwuchsmannschaft im Westfalenpokal bestanden hätten. Doch das Team von Andree Kruphölter lieferte Schalke 04 einen großen Kampf und wurde erst kurz vor Schluss durch eine Schiedsrichterentscheidung rausgeworfen.

Donnerstag, 03.04.2014, 16:04 Uhr

Ein spannendes Spiel bekamen die Ersatzleute und die zahlreichen Zuschauer im Achtelfinale des Westfalenpokals zu sehen.
Ein spannendes Spiel bekamen die Ersatzleute und die zahlreichen Zuschauer im Achtelfinale des Westfalenpokals zu sehen. Foto: René Penno

Das Spiel haben sie verloren, aber viele Sympathien gewonnen: 0:1 (0:0) unterlagen Rot-Weiß Ahlens A-Junioren dem Nachwuchs von Schalke 04 . Nach einem großen Kampf und einer ganz starken Leistung. „Meine Jungs haben sich heute großen Respekt erarbeitet. Den Applaus haben sie sich verdient“, war Trainer Andree Kruphölter sehr zufrieden mit seiner Mannschaft, die bis zum Umfallen gekämpft hatte und anschließend gefeiert wurde. Denn mit einem Weiterkommen im Westfalenpokal gegen die aktuell beste deutsche Nachwuchsmannschaft hatte ohnehin niemand gerechnet.

„Wenn mir vor dem Spiel einer gesagt hätte, wir verlieren nur mit 0:1, ich hätte gesagt: okay...“, so Kruphölter. Mit dieser Niederlage aber wird er sich trotzdem so schnell nicht anfreunden. Vor allem eine Entscheidung des Schiedsrichters Lars Lehmann aus Holzwickede lag ihm noch lange schwer im Magen: In der 80. Minute blieb Felix Platte mehr im Kunstrasen als am Fuß Jannik Tipkempers hängen. Der Pfiff folgte, Lehmann zeigte auf den Punkt, Sebastian Hedlund verwandelte – die Niederlage war besiegelt. „Das war eine glückliche Nummer für Schalke , ein sehr fragwürdiger Elfer“, haderte Andree Kruphölter.

Bis dahin – und auch danach – hatte seine Elf den Schalkern vor 450 Zuschauern Paroli geboten. Wie erwartet hatte FC-Coach Norbert Elgert auf Spieler wie Leroy Sane und Marvin Friedrich verzichtet. Ob es mit den beiden gegen engagierte Ahlener einfacher gewesen wäre, bleibt reine Spekulation. „Wir haben Schalke mit vielen Mitteln aus dem Spiel genommen“, lobte Kruphölter. Mit viel Einsatz gingen die Ahlener gegen die Schalker zu Werke. Oft tat’s weh, vor allem den Blau-Weißen. Lars Lehmann wartete lange, bis er die erste Gelbe zückte.

Die ersten Möglichkeiten hatten die Gastgeber. Und auch die besseren. Erst verfehlte Mustafa Dogan das Tor nur knapp (6.), nach einer halben Stunde tauchte Hasan Bastürk nach einem langen Ball von René Stiepermann im Schalker Strafraum auf. Nur selten konnten die Gäste Akzente setzen. Und wenn, dann war auf Marcel Vieregge Verlass. Im zweiten Durchgang spielte Schalke mit mehr Druck und hatte gleich nach Wiederanpfiff drei gute Möglichkeiten, das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken, scheiterte aber immer wieder. Je länger die Partie dauerte, desto größer schien der Wille der Ahlener zu werden. Zweimal noch hatte Mustafa Dogan die Gelegenheit, die Rot-Weißen in Führung zu bringen. Zweimal aber flog der Ball knapp am langen Pfosten vorbei.

Auf der anderen Seite brillierte Schalke mit sehenswerten Anspielen, insbesondere Donis Avdijai, dem eine festgeschriebene Ablösesumme von rund 50 Millionen Euro nachgesagt wird, machte zu wenig aus diesen Möglichkeiten. So musste erst ein Elfmeter her. „Wir haben heute unter Beweis gestellt, wie man gegen so eine Mannschaft spielen muss“, fand Andree Krup­hölter trotz des Frusts. „Eine Verlängerung wäre angemessen gewesen.“

RW: Vieregge – Tipkemper, Malcherek, Marchewka, Lenz, Lehmann, Kunde (86. Bohnen), Bastürk (80. Hamidovic), Dogan, Yildirim (70. Köster), Stiepermann. – Schalke 04: Wellenreuther – Kim Sane, Koseler, Heinrich (35. Hedlund), Kehrer, Tomasello (60. Müller), Bodenröder (85. Multhaupt), Feser (63. Platte), Avdijaj, Lohmar, Boyamba.

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