Fußball in der niederländischen Ehrendivision
Jansens ganz entspannter Abend

Enschede -

Keine Probleme hatte der FC Twente Enschede, um sein Heimspiel gegen Roda Kerkrade mit 3:0 zu gewinnen. Während der kompletten 90 Minuten enttäuschte der Tabellenletzte auf der ganzen Linie und brachte die Hausherren nie in Verlegenheit.

Dienstag, 15.04.2014, 12:58 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 14.04.2014, 12:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 15.04.2014, 12:58 Uhr
Mit Köpfchen: Kerkrades Roly Bonevacia (M.) klärt vor Twentes Felipe Gutierrez.
Mit Köpfchen: Kerkrades Roly Bonevacia (M.) klärt vor Twentes Felipe Gutierrez. Foto: dpa

Eine der leichtesten Übungen der gesamten Saison hat der FC Twente Enschede am Samstagabend in der niederländischen Ehrendivision hinter sich gebracht: Beim 3:0 (2:0) gegen Roda JC Kerkrade glänzten die Gäste durch vollkommene Harmlosigkeit und viele Fehler — und machten es den Enschedern deshalb mehr als einfach. „Das war für uns ein prima Abend“, sagte Twente-Trainer Michel Jansen hinterher. Seine Freude vergrößerte sich noch, weil mit Vitesse Arnheim ein Konkurrent der Enscheder um die Europapokal-Plätze eine 3:4-Niederlage in Leeuwarden kassiert hatte.

Nach einer Niederlage sah es für die „Tukkers“ gegen Roda von Anfang an nicht aus. „Nach acht Minuten hatten wir schon mehrere hundertprozentige Chancen gehabt“, stellte Jansen richtigerweise fest. Kyle Ebecilio traf aber nur den Pfosten (3.), und Felipe Gutierrez schoss nach einem Traumpass von Dusan Tadic freistehend neben den Kerkrader Kasten (8.). Kurz darauf war es jedoch soweit: Eine Hereingabe von der linken Seite von Robbert Schilder drückte Torgeir Börven in der Mitte mit etwas Glück im zweiten Versuch zum 1:0 über die Linie (11.).

Der Tabellenletzte aus Kerkrade spielte wie ein Absteiger. Zwar stellten die Gäste den FC Twente phasenweise im Aufbau gut zu, doch wenn die Hausherren diese Verteidigungslinie einmal überwunden hatten, lief bei Roda alles durcheinander. Bezeichnend war die Entstehung des 2:0: Eine schwache Flanke von Cuco Martina spielte Roda-Verteidiger Kees Luijckx direkt und ohne Not in die Füße von Torgeir Börven, der aus zwölf Metern locker mit links traf (25.).

„Von Anfang an haben wir dem Gegner zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gegeben, dass er hier etwas holen kann“, analysierte Jansen. Bis zur Pause vergab seine Mannschaft noch weitere gute Möglichkeiten, die Roda-Keeper Filip Kurto zunichte machte. „Wir können uns vorwerfen lassen, dass es zur Pause nur 2:0 stand“, so Jansen. Erst mit der letzten Aktion vor dem Seitenwechsel wurden die Gäste das erste und einzige Mal gefährlich: Krisztian Nemeth feuerte seinen Schuss mit links knapp am Twente-Tor vorbei.

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich nichts am einseitigen Spiel. Twente legte schnell das dritte Tor durch Kyle Ebecilio nach, der aus zwölf Metern hoch ins Netz traf (53.). Danach ließen die Gastgeber etwas nach, doch auch das brachte den Tabellenletzten nicht ins Spiel. Bis zum Schluss blieb Kerkrade harmlos und ungefährlich.

„Ich kann verstehen, dass Roda enttäuscht ist, aber das ist auch unser Verdienst“, meinte Jansen nach dem Heimsieg.

FC Twente Enschede: Marsman — Breukers, Martina, Bjelland (72. Bengtsson), Schilder — Ebecilio (76. Brama), Tadic, Gutierrez — Promes, Börven, Mokhtar (82. Corona).

Roda JC Kerkrade: Kurto – Dijkhuizen, Letschert, Luijckx, van Peppen – Sutchuin Djoum (49. de Beule), Paulissen (80. Pluim), Bonevacia – Hupperts (63. Höcher), Nemeth, Fledderus.

Tore: 1:0, 2:0 Börven (11./25.), 3:0 Ebecilio (53.).

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