A-Ligist FC Epe besiegt TuS Wüllen 2:1
Hache lässt den Gegner alt aussehen

Gronau-Epe -

Der FC Epe ist auf dem Weg zur Meisterschaft in der A-Liga nicht aufzuhalten. Im vorgezogenen Punktspiel gegen den früheren Bezirksligisten TuS Wüllen fuhren die Blau-Weißen in den Bülten einen verdienten, aber umkämpften 2:1 (2:0)-Sieg ein.

Sonntag, 27.04.2014, 13:04 Uhr

Philipp Sprakel ließ zu Beginn der Partie eine große Chance aus, als er von Timo Overbeck herrlich angespielt wurde.
Philipp Sprakel ließ zu Beginn der Partie eine große Chance aus, als er von Timo Overbeck herrlich angespielt wurde. Foto: aho

Die Schlussphase verlief jedoch deutlich spannender, als sich so mancher FCE-Fan das vorgestellt hatte. Zwar hatten die Gäste, die ohne sechs Stammspieler auskommen mussten, optisch zunächst mehr vom Spiel, die wirklich klaren Torszenen ergaben sich aber vor dem Gehäuse des TuS.

So hätte der FCE bis zur Pause nicht zwei, sondern bei besserer Verwertung vier Treffer erzielen müssen. Doch sowohl ein Fehler des Wüllener Keepers nach einem Freistoß sowie ein präzises Zuspiel von Timo Overbeck an den Fünfmeterraum, wo Philipp Sprakel hoch übers Tor zielte, blieben ungenutzt.

So blieb es Nico Hache vorbehalten, den Führungstreffer einzuleiten. In unnachahmlicher Weise setzte er sich auf dem linken Flügel durch und zog nach innen. Sein Schuss prallte von einem Wüllener ins Tor (15. Min.), eigentlich müsste man diesen Treffer Hache gutschreiben. Treffer Nummer zwei markierte Daniel Segbert (39.) per Kopf nach einem Overbeck-Kopfball.

Die Gäste hatten in den ersten 45 Minuten zwar auch die eine oder andere Chance, sich diese aber nicht in dieser Deutlichkeit wie der FCE herausgespielt. So schien der Klassenprimus einem ungefährdeten Heimsieg entgegenzusteuern.

Nur eine Minute nach Wiederanpfiff bewahrte FCE-Keeper Dirk Wöltering seine Mannschaft vor dem Anschlusstreffer, als er nach einem Eckball mit einem Reflex den Ball abwehrte. Danach passierte in einer nun zerfahrenen Partie wenig, bis sich Sven Terglane wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung (63.) eine Rote Karte abholte. Der Stürmer bestritt, den Unparteiischen beleidigt zu haben.

Nun verstärkten die Gäste aus Ahaus nochmals ihre Angriffsbemühungen. Tatsächlich gelang Dominik Hüls, der nicht angegriffen wurde, mit einem satten Distanzschuss noch der Anschlusstreffer (81.), der FC Epe muss plötzlich wieder um den sicher geglaubten Dreier bangen.

In der Nachspielzeit hatten die Hausherren viel Glück: Ein Fernschuss der Gäste sprang von der Unterkante zurück ins Feld, kurz danach war der Sieg der Eperaner perfekt.

„Epe hat verdient gewonnen“, gratulierte Wüllens Trainer Bernd Dirksen und beurteilte dabei die gesamten 90 Minuten und eben nicht nur die spannende Schlussphase. „Wir haben nicht unverdient gewonnen“, teilte FC Epes Spielertrainer Jeroen van der Veen Dirksens Meinung. „Am Ende war es mit einem Mann weniger noch harte Arbeit geworden.“ Auch Christian Kottig war zufrieden: „Die Mannschaftsleistung war gut, wir wollten den Sieg, das war zu sehen.“

 Bereits am Dienstag geht es für den FC Epe schon wieder um Punkte. Das Spiel bei SF Graes wird vorgezogen, der Anstoß wurde auf 19 Uhr festgesetzt. Graes rangiert zurzeit am Tabellenende.

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