Matthew Taylors letzter Auftritt im Preußen-Stadion
Keine überflüssigen Sentimentalitäten

Münster -

Der Mann, der den SC Preußen Münster zwei Mal in Folge in die zweite Runde des DFB-Pokals schoss, bekommt vor dem letzten Saisonheimspiel gegen Halle einen Blumenstrauß: Matthew Taylor verlässt den SC Preußen Münster – ebenso wie Clement Halet, Stefan Kühne und Dennis Grote.

Freitag, 02.05.2014, 15:05 Uhr

 
  Foto: Jürgen Peperhowe

„Es geht um nichts mehr“, sagt Ralf Loose, „außer um drei Punkte.“ Und wer den Trainer des SC Preußen Münster kennt, der weiß, dass das allemal ausreicht, um das vorletzte Spiel der laufenden Saison und gleichzeitig den letzten Auftritt im heimischen Stadion zu einer ernsten Sache zu machen. Wenn der Schiedsrichter an diesem Samstag um 13.30 Uhr die Partie der Preußen gegen den Halleschen FC anpfeift, dann hat zumindest der Preußen-Trainer keinen Sinn für außerplanmäßige Sentimentalitäten: „Die Spieler, die es betrifft, die werden gebührend verabschiedet“, sagt Loose – überlässt das aber den Funktionären, die vor dem Anpfiff Dennis Grote , Stefan Kühne, Clement Halet und auch Matthew Taylor mit einem voraussichtlich üppigen Blumengruß bedenken. Eine Einsatzgarantie beim letzten Heimauftritt zählt nicht zu den Abschiedsgeschenken, was in erster Linie Clement Halet, in dieser Spielzeit ohnehin nur selten im Kader, und vor allem Pokal-Held Matthew Taylor betrifft. Der Abschied des Mittelstürmers ist beschlossene Sache – sein letzter Auftritt vor den Fans wird wohl bestenfalls ein kurzer sein. „Alle haben gut trainiert, da werde ich keinen draußen lassen, der sich das erarbeitet hat“, zieht Loose hier eine klare Linie, die Taylor im letzten Saisondrittel kaum noch überschreiten konnte. Der US-Amerikaner, der Preußen Münster in den Jahren 2012 und 2013 mit seinen Toren in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals geschossen hatte, und 2012 zu Münsters Sportler des Jahres gewählt worden war, wäre mit seiner Familie gerne in Münster geblieben. „Wir fühlen uns hier wohl“, sagte der 33-Jährige, doch der Weg führt jetzt wohl weiter - wohin, ist aktuell noch nicht bekannt. „Das ist schade, und im Moment weiß ich noch nicht, wie es weitergeht“, sagt der Goalgetter, der aber nach dem Sommerurlaub in der Heimat nach Deutschland zurückkehren will. „Ja, wir bleiben in Deutschland“ – und vorerst auch in Münster, denn „mit Familie geht so ein Umzug nicht so schnell.“ 16 Treffer erzielte Taylor in 35 Drittliga-Einsätzen in seiner Premierensaison. In der laufenden Spielzeit waren es bislang 6 – bei nur noch 24 Starteinsätzen.

Sicher hat seinen Platz im Startaufgebot an diesem Samstag der langjährige Kapitän der Preußen, Stefan Kühne. Und auch Dennis Grote, Abwanderer zum MSV Duisburg, hat sich rechtzeitig für seinen Ausstand wieder fit gemeldet. „Der hat sich richtig beeilt, wieder gesund zu werden“, bestätigt Loose, der aber noch offen lässt, ob es schon wieder zu einem 90-Minutenauftritt reicht. Auch Marcus Piossek, dessen Vertragsverlängerung, so Sportvorstand Carsten Gockel, dicht bevorstehe, Marco Pischorn und Torhüter Daniel Masuch sind rechtzeitig wieder fit.

Benjamin Siegert sitzt gegen Halle den ersten Part seiner dreiteiligen Rotsperre ab.

Preußen Münster: Masuch – Schöneberg, Scherder, Schmidt, Riedel – Piossek, Truckenbrod, Kühne, Grote – Benyamina, Krohne.

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