WN-Interview mit Nottulns neuem Torhüter Malte Wilmsen
„Hätte mich gewehrt“

Nottuln -

Malte Wilmsen ist ein junger Schlussmann. Der 18-Jährige hütete am Sonntag beim 1:1 des Westfalenligisten GW Nottuln in Bielefeld das Tor der Grün-Weißen. WN-Sportredakteur Johannes Oetz sprach mit dem Youngster nach seiner sehr guten Leistung.

Dienstag, 19.08.2014, 12:08 Uhr

Hatte in Bielefeld großen Anteil daran, dass Westfalenligist GW Nottuln einen Punkt entführen konnte: Torhüter Malte Wilmsen.
Hatte in Bielefeld großen Anteil daran, dass Westfalenligist GW Nottuln einen Punkt entführen konnte: Torhüter Malte Wilmsen. Foto: Marco Steinbrenner

Ein insgesamt schwaches Westfalenliga-Spiel sahen die Zuschauer am Sonntag beim 1:1 (0:1) zwischen Gastgeber VfB Fichte Bielefeld und GW Nottuln . Neben dem Torschützen Dennis Otto stach bei den Grün-Weißen auch Torhüter Malte Wilmsen heraus. Der 18-Jährige zeigte einige hervorragende Paraden. Mit dem Youngster sprach nach seinem ersten Westfalenliga-Einsatz WN-Sportredakteur Johannes Oetz.

Hallo, Malte. Warst Du vor Deinem ersten Westfalenliga-Spiel aufgeregt?

Wilmsen: Ich müsste lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass es nicht so gewesen ist. Natürlich war ich vor der Partie etwas nervös. Das gehört aber dazu. Wenn man aber den ersten Ball gehalten hat, dann kommt man rein.

Dein Trainer hat Dich neben Dennis Otto unmittelbar nach der Partie besonders gelobt. Warst Du mit Dir selbst auch zufrieden?

Wilmsen: Es freut mich, dass er es so gesehen hat. Ich war mit meiner Leistung im ersten Spiel auch zufrieden. Wobei ich mich normalerweise bei der eigenen Beurteilung zurückhalte. Das überlasse ich lieber anderen.

Was überwiegt nach einem solchen Spiel: Die Freude über die eigene gute Vorstellung oder der Ärger, in der Nachspielzeit noch den Sieg aus den Händen gegeben zu haben?

Wilmsen: Die Enttäuschung überwiegt, ganz klar. Wenn man in der 92. Minute noch das Tor zum Ausgleich hinnehmen muss, dann wurmt das einen. Wir spielen in einer Meisterschaft, da zählt am Ende schließlich das Ergebnis.

In der vergangenen Saison hast Du noch in der Gievenbecker A-Jugend gespielt. Wo sind die größten Unterschiede zwischen dem Junioren- und dem Seniorenbereich?

Wilmsen: Das Spiel bei den Senioren ist natürlich viel schneller und deutlich körperbetonter. Damit komme ich inzwischen aber schon gut klar. Zu Beginn der Vorbereitung war es aber eine Umstellung.

Gibt es weitere Unterschiede?

Wilmsen: Bei den Senioren muss ich noch mehr mit meinen Mitspielern sprechen als bei den Junioren. Dabei rede ich nicht nur mit den Spielern der Viererkette, sondern auch mit den anderen Jungs. Von hinten sieht man halt viel mehr.

In jedem Spiel trifft man auf andere Gegenspieler. Ist das für einen Torwart eigentlich auch von Bedeutung?

Wilmsen: Ja, natürlich. Die Bielefelder etwa hatten viele große Spieler in der Mannschaft. Viele sind um 1,90 Meter. Das macht logischerweise einen Unterschied, wenn ich Flanken abfangen muss. Wobei: So viel Kontakt hatte ich jetzt auch nicht mit den Gegenspielern. Wenn es aber doch so gewesen wäre, dann hätte ich mich schon gewehrt.

In der Vorbereitung hattest Du immer andere Spieler in der Vierkette vor Dir. Ist das ein Problem für Dich?

Wilmsen: Nein, ich kenne ja alle aus dem Training. Ich weiß wie die Jungs ticken.

Nächsten Sonntag empfangt ihr im Heimspiel Herford. Dieses Team wurden vor der Saison von vielen Experten als Titelfavorit gehandelt und verlor prompt das Heimspiel gegen Preußen Münster II mit 1:3. Das könnte schwer werden...

Wilmsen: Das mag sein, doch ich gehe in jedes Spiel, um zu punkten. In Bielefeld hatten wir als Mannschaft eine tolle Einstellung. Wenn uns das gegen Herford erneut gelingt, dann ist vielleicht etwas drin.

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