Mit Germania Hauenhorst gegen Turbine Potsdam
Drei Gronauerinnen im DFB-Pokal

Gronau/Hauenhorst -

Gleich drei Gronauerinnen stehen an diesem Samstag in der zweiten Runde des DFB-Pokals der Frauen: Als Trainerin des Westfalenligisten Germania Hauenhorst erwartet Anja Siegers dabei Turbine Potsdam. Auf einen Einsatz als Spielerin hoffen Anna-Lena Jansen und Christian Reuter. 

Freitag, 26.09.2014, 22:09 Uhr

Erfolgreiche Gronauerin: Anja Siegers steht als Trainerin des Westfalenligisten Germania Hauenhorst vor einem der größten Spiele ihrer Karriere.
Erfolgreiche Gronauerin: Anja Siegers steht als Trainerin des Westfalenligisten Germania Hauenhorst vor einem der größten Spiele ihrer Karriere. Foto: aho

Sie ist die „Mutter“ des Erfolgs: Wie kaum eine andere steht die Gronauerin Anja Siegers für den Aufschwung des SV Germania Hauenhorst im Frauen-Fußball und setzt seit 2012 die Arbeit ihres erfolgreichen Vorgängers Ralf Spanier mit eigenen Methoden fort. Immer wieder kitzelt die 47-Jährige das Optimum aus der Mannschaft und versteht es, junge Spielerinnen einzubinden. Mit der Teilnahme am laufenden DFB-Pokalwettbewerb hat sie den Höhepunkt ihrer Trainer-Laufbahn erreicht – als Spielerin brachte sie es noch weiter: Im Juni 1997 stand die Stürmerin für den Heike-Vorgänger-Club Eintracht Rheine im Endspiel von Berlin. Vor 30 000 Zuschauern gab es ein 1:3 gegen Brauweiler. Die selbstständige Rollladen- und Jalousiebauerin hat den Meisterbrief und lebt in Gronau. Vor dem Zweitrundenspiel gegen den Bundesligisten Turbine Potsdam (Samstag, 14 Uhr) sprachen unsere Redakteure Dirk Möllers und Kristian van Bentem mit der Trainerin.

In welchem Verhältnis stehen bei Ihrer Mannschaft Vorfreude und Nervosität zueinander?

Siegers: Schwierig zu beantworten. Vorfreude ist sicherlich im Übermaß vorhanden, aber Nervosität auch. Das konnte man im Training bemerken (lacht). Da schlich sich schon einiges ein, ich bin mal gespannt. Aber wichtig ist einfach, dass wir am Samstag auf dem Platz klaren Kopf behalten, und das werden wir hinkriegen. Auch wenn wir uns nicht auf die Stufe mit Potsdam stellen: Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen und wissen, dass wir ein klein bisschen was können. Uns ist schon bewusst, dass wir Potsdam im Prinzip nicht wirklich gefährlich werden können. Wir wollen aber zumindest versuchen, lange ein 0:0 zu halten.

Wie sieht´s denn bei Ihnen als Trainerin aus: Können Sie in der Nacht auf Samstag ruhig schlafen?

Siegers: Ich denke schon. Das dürfte kein Problem sein, weil im Prinzip ist alles ein Gewinn. Die Mädels können sich richtig dran erfreuen. Wir haben sowieso gar nichts zu verlieren, und warum sollen wir uns da weiß Gott wie verrückt machen und nervös sein?

Sie standen im DFB-Pokal selbst auf dem Platz. Wie sind Ihre Erinnerungen an das Endspiel mit dem FCE Rheine am 14. Juni 1997 gegen Grün-Weiß Brauweiler?

Siegers: Es war der größte Erfolg in meiner aktiven Karriere. Es war einfach nur schön. Der DFB-Pokal ist ein ganz besonderer Wettbewerb. Wenn man es ins Endspiel geschafft hat, genießt man das einfach nur. Wir hatten eine sehr gute Mannschaft mit viel Qualität damals und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Dementsprechend traurig waren wir nach der 1:3-Niederlage. Aber wie wir die Stimmung im Berliner Olympiastadion erlebten, war der Frust schnell verflogen. Da freuten wir uns einfach über diesen Tag.

Was werden Sie Ihren größtenteils sehr jungen Spielerinnen raten, bevor Sie auf den Platz gehen?

Siegers: Sie sollen gar nicht nachdenken, sondern sich auf ihre Stärken konzentrieren.

Welche Bedeutung hat dieses DFB-Pokal-Highlight für Sie als Trainerin?

Siegers: Ich habe aktiv relativ häufig gegen Potsdam gespielt. Aber dieses als Trainerin mit Germania Hauenhorst zu erleben, ist einfach großartig und für mich als Trainerin der sportliche Höhepunkt.

Mit Anna-Lena Jansen und Christian Reuter stehen seit dieser Saison auch zwei Gronauerinnen im Kader? Werden sie gegen Potsdam spielen? Und was trauen sie ihnen zu?

Siegers: „Mit der Startelf wird es wohl schwierig. Da beide nach ihrem Urlaub im Sommer erst spät zu uns gestoßen sind, haben sie noch einen konditionellen Rückstand aufzuholen. Aber beide haben die Chance, schon bald in der Stammformation zu stehen. Ich kenne sie ja noch bestens aus meiner Trainer-Zeit in Oeding. Anna-Lena ist eine sehr, sehr gute Defensivspielerin mit tollem Auge. Christin ist sowohl stark im Zweikampf als auch in der Vorwärtsbewegung. Sie werden bei uns eine wichtige Rolle spielen.

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