Westfalenliga: TuS Hiltrup - GW Nottuln 2:2
Rückstände aufgeholt

Nottuln -

Dank einer tollen Moral entführte Westfalenligist GW Nottuln einen Punkt aus Hiltrup. Zweimal ging der TuS in Führung, die nie aufsteckenden Grün-Weißen glichen jedoch zweimal wieder aus.

Sonntag, 02.11.2014, 18:11 Uhr

Torjubel der beiden Vorbereiter: Marvin Möllers (l.) und Mirko Bertelsbeck hatten maßgeblichen Anteil an der Punkteteilung von GW Nottuln beim TuS Hiltrup.
Torjubel der beiden Vorbereiter: Marvin Möllers (l.) und Mirko Bertelsbeck hatten maßgeblichen Anteil an der Punkteteilung von GW Nottuln beim TuS Hiltrup. Foto: Marco Steinbrenner

Sie beobachten 94 Minuten lang das identische Spiel und kamen doch zu höchst unterschiedlichen Urteilen: Martin Kastner , Trainer des Fußball-Westfalenligisten TuS Hiltrup , sprach nach dem 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen Grün-Weiß Nottuln von einem „schmeichelhaften Remis für den Gegner“, während GWN-Coach Dirk Altkrüger das Endergebnis als „gerecht“ einstufte. Die Gäste verteidigten vor dem Duell am kommenden Sonntag (9. November) mit ihrem langjährigen Trainer Marcus Feldkamp, der im Sommer die SpVgg. Vreden übernommen hat, den achten Tabellenplatz erfolgreich.

Im Vergleich zum 1:0-Heimsieg eine Woche zuvor gegen den TuS Dornberg stellte Altkrüger seine Anfangself auf zwei Positionen um. Für Dennis Otto (Gelbsperre) rückte Thorsten Scholz in die Anfangsformation. Im Angriff wurde Cedric Schürmann vom ehemaligen Hiltruper Oliver Leifken ersetzt.

Die Kicker aus dem Stadtteil Münsters hatten während der gesamten Spielzeit Feldvorteile und gingen in der 16. Minute verdient in Führung. Torjäger Michael Fromme besaß aus 17 Metern genügend Zeit, um mit einem gekonnten Schuss in den Torwinkel für das 1:0 zu sorgen. Zuvor hatte der Hiltruper Christoph Lübke bereits die Führung auf dem Kopf, scheiterte jedoch frei stehend (10.).

Nottuln holt Punkt in Hiltrup

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In der 31. Minute der nächste Rückschlag für die Altkrüger-Elf: Lukas Mersmann musste aufgrund einer Bänderverletzung vorzeitig vom Platz. „Ich hoffe, dass Lukas am nächsten Sonntag wieder auflaufen kann“, sagte der GWN-Coach und ergänzte direkt: „Selbst bei einer Bänderdehnung würde er spielen. Lukas ist ein Beißer.“

Sieben Minuten vor der Pause trauten die Hiltruper Fans ihren Augen nicht und fühlten sich an das DFB-Pokal-Spiel am vergangenen Mittwoch zwischen dem Hamburger SV und Bayern München zurückerinnert. In einen zu kurzen Rückpass von Hiltrups Innenverteidiger Daniel Ziegner auf Schlussmann Romain Böcker sprintete Mirko Bertelsbeck. Der Nottulner Kapitän lief mit dem Ball in den Strafraum, passte quer und Ziegner schoss das Spielgerät unglücklich in die eigenen Maschen. „Über das Unentschieden zur Pause konnten wir sehr froh sein“, merkte Dirk Altkrüger an. Die GWN-Kicker bekamen bis zum Seitenwechsel überhaupt keinen Zugriff. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß.

Das änderte sich nach der Pause, als die Gäste deutlich aggressiver auftraten und dem Gegner kaum Torchancen ermöglichten. Auf der anderen Seite hatte Semih Tompa mit einem Schuss an den Pfosten Pech (62.). Die spielerischen Qualitäten der Gastgeber blitzten in der 65. Minute wieder auf. Nach einem mustergültigen Pass von Guglielmo Maddente war es der kurz zuvor eingewechselte Jan Kniesel, der Malte Wilmsen im Nottulner Gehäuse keine Abwehrmöglichkeit ließ.

Doch Bertelsbeck & Co. gaben nicht auf und wurden für ihren kämpferischen Einsatz zehn Minuten vor dem Ende belohnt: Eine präzise Flanke von Marvin Möllers köpfte Oliver Leifken zum 2:2-Endstand ein. In der Nachspielzeit hätte Möllers selbst sogar noch für die Entscheidung sorgen können, verzog jedoch aus guter Position knapp. „Wir hatten die Partie immer im Griff, konnten unsere Überlegenheit jedoch nicht ausnutzen“, haderte Martin Kastner. „Nottuln hat viermal auf das Tor geschossen und zwei Treffer erzielt. Heute ist nicht alles in unsere Richtung gelaufen.“ Während der Coach aus Hiltrup dieses Fazit zog, verließen die Nottulner Kicker gut gelaunt den tiefen Rasenplatz und freuen sich nun auf das Duell mit ihrem ehemaligen Coach.

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