FC Epe fordert den Spitzenreiter heraus
Kein Selbstvertrauen vor dem Tor

Gronau-Epe -

0:3 gegen Viktoria Resse – vom Ergebnis her ist der FC Epe den bescheidenen Erwartungen gerecht geworden. Der Spitzenreiter fuhr am Samstag im vorgezogenen Spiel in den Bülten im 14. Punktspiel seinen 13. Sieg ein und festigte seine Position an der Spitze der Bezirksliga. Doch das Ergebnis täuscht.

Samstag, 15.11.2014, 22:11 Uhr

Eigentor oder Treffer durch Marc Butowski? Tatsache ist, dass der FC Epe Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nach dieser Aktion mit 0:1 im Hintertreffen lag.
Eigentor oder Treffer durch Marc Butowski? Tatsache ist, dass der FC Epe Sekunden vor dem Halbzeitpfiff nach dieser Aktion mit 0:1 im Hintertreffen lag. Foto: sh

Wer meint, der Aufsteiger aus Epe habe nur brav zugeschaut und dem Klassenprimus gratuliert, irrt gewaltig. So deutlich sich das Ergebnis auch anhört, so klar gestaltete sich der Vergleich auf dem feuchten Grün nicht. Einzig in der Chancenverwertung war der Gast aus dem Ruhrgebiet dem FCE überlegen, Resse nutzte seine Torgelegenheiten tatsächlich im Stil einer Spitzenmannschaft.

Waren im ersten Durchgang nur wenige Torschüsse auf beiden Seite zu notieren (die beste Möglichkeit für den Gastgeber vergab der aufgerückte Moritz Göckener) und schien es torlos in die Pause zu gehen, traf der Tabellenführer doch noch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. „Wir lassen Resse zweimal flanken, Dirk geht kurz auf den ersten Pfosten, dann kommt Philipp nicht mehr richtig an den Ball“, schilderte Spielertrainer Christian Kottig das ebenso unnötige wie ärgerliche 0:1. Ob letztlich Resses Marc Butowski oder Epes Philipp Schlamann den Ball zuletzt berührte, war Kottig egal.

Doch in eine Schockstarre versetzte dieser Gegentreffer den FCE nicht. „Dann bauen wir uns so wieder auf und drängen eine Mannschaft, die in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat, weit zurück“, war auch Jeroen van der Veen sehr zufrieden mit der Vorstellung der Blau-Weißen. Tatsächlich erlebten die Zuschauer nun fast 30 Minuten lang ein Spiel auf ein Tor – auf das des Klassenbesten.

Insgesamt fünf gute bis sehr gute Möglichkeiten sind nun für die Hausherren zu notieren. Doch Moritz Göckener, Andreas Büscher per Freistoß, zweimal Marc Brink und Kevin Pieper wissen mit ihren Gelegenheiten nichts anzufangen, verpassen knapp, rutschen vorbei oder scheitern an Torwart Kingsly Moses.

Hochverdient wäre der Ausgleich längst gewesen, aber der FCE belohnte sich nicht für sein Anrennen. Wie es besser geht, zeigte dann der Gast, der zunächst durch den eingewechselten, pfeilschnellen Dominik Hanemann auf 2:0 erhöhte, ehe Mike Neumann das Resultat sogar auf 3:0 schraubte.

Bezeichnend die letzten Aktionen dieser Partie: Zunächst scheiterte Sven Terglane mit einem Handelfmeter an Keeper Moses, dann vergab er nach Zuspiel von Shemsi Osmani auch den Nachschuss. Schließlich setzte Marc Brink in der letzten Minute den Ball an die Latte. Im Angriff will dem FCE zurzeit nichts gelingen.

„Normal macht Marc solche Chancen weg. Aber im Moment fehlt uns nach dieser Negativserie auch ein wenig das Selbstvertrauen, das war leider zu sehen“, bekannte Christian Kottig. Doch er wie auch Jeroen van der Veen waren sich einig: „Einen Punkt hätten wir heute verdient gehabt.“

FC Epe : Wöltering, Schlamann, Kottig, Redegeld, Göckener (87. Terglane), van der Veen, Büscher, Hilbring (70. Sprakel), Pieper, Reus (74. Osmani), Brink.

Tore : 0:1 Butowski (45.), 0:2 Hanemann (75.), 0:3 Neumann (89.).

Besondere Vorkommnisse : Terglane verschießt Handelfmeter (90.).

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