Hakan Zopirli wird neuer Trainer der SG Gronau
Vom neuen Konzept überzeugt

Gronau -

Im August trennte sich die SG Gronau von ihrem Spielertrainer Jos van der Veen. Seitdem ist die Spielgemeinschaft auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter – und mittlerweile fündig geworden. Ab dem 1. Februar 2015 übernimmt Hakan Zopirli das Amt beim B-Ligisten.

Freitag, 26.12.2014, 16:12 Uhr

Von einem Fehlstart ins neue Amt zu sprechen, würde Ralf Bloom sicher nicht gerecht werden. Im Frühjahr diesen Jahres übernahm er den Posten des 1. Vorsitzenden bei der SG Gronau . Im Spechtholtshook wurden seitdem einige Dinge neu sortiert. Doch der Schuh drückt nach wie vor beim sportlichen Flaggschiff des Vereins, der ersten Mannschaft. Schon Ende August traf Bloom mit seinen Vorstandskollegen die erste schwere Entscheidung, sich von Spielertrainer Jos van der Veen zu trennen. Seitdem ist die Spielgemeinschaft auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter – und mittlerweile fündig geworden. Ab dem 1. Februar 2015 übernimmt Hakan Zopirli dieses Amt.

Es ist zweifelsohne eine mutige Entscheidung. Ralf Bloom weiß das, sagt aber auch: „Hakan war der einzige Kandidat, der uns im Gespräch nicht nur ein schlüssiges und kurzfristiges Konzept für die Rückrunde aufgezeigt hat, sondern auch konkrete Ziele und Strukturen für die Saison 2015/16 formuliert hat.“ Bloom ergänzt: „Das hat uns überzeugt. Hinzu kommt, dass er bereits unsere A-Jugend trainiert und dort auch der Coach bleibt, so also ein wichtiges Bindeglied zwischen Junioren und Senioren ist.“

Der Vorsitzende weiter: „Zusammenfassend könnte man es so sagen: Hakan Zopirli war derjenige aller Kandidaten, der uns mit seiner Vision abgeholt hat. Er bekommt seine Chance.“

Und Chance ist das passende Wort. Denn der 32-jährige Gronauer ist als Seniorentrainer noch komplett unerfahren. Bisher trainierte Zopirli nur (höhere) Jugendjahrgänge. „Ich weiß, dass die SG Gronau mit mir auch ein hohes Risiko geht. Denn ewig kann der Verein nicht in der Kreisliga B bleiben. Der Druck, endlich wieder in die A-Liga aufzusteigen, wächst von Jahr zu Jahr. Aber ich bin glücklich, dass man mir das Vertrauen geschenkt hat.“

Schon die A1 des Vereins übernahm Zopirli erst unmittelbar vor dem Saisonstart. „Ich habe Freitag trainiert, Samstag war dann direkt unser erstes Spiel. Da habe ich dem Vorstand gesagt: Gebt mir vier Wochen Zeit, dann verliere ich keine Partie mehr mit den Jungs. Naja, meine Mannschaft und ich haben fast Wort gehalten“, grinst der neue Trainer der „Ersten“. Denn eine Niederlage gab es zwischendurch beim 2:5 gegen die Spielvereinigung Vreden doch.

Was aber will Hakan Zopirli anders machen? „Ich habe die Mannschaft ein paar Mal schon in der Hinrunde gesehen und glaube, dass einige Spieler auf anderen Positionen besser aufgehoben sind. Aber fast noch wichtiger ist, dass wir schnell wieder ein Team finden, dass zu einer echten Einheit auf dem Platz wird“, so der 32-Jährige. „Machen wir uns nichts vor: Von mehr als einem einstelligen Tabellenplatz in dieser Saison zu sprechen, ist unrealistisch.“ Mit Zopirli beginnt die SG also fast wieder von vorne.

Wie sieht es mit Neuzugängen aus? „Wenn wir einen Neuen holen, dann nur, wenn der uns auch wirklich verstärkt – und zwar nicht nur den Kader in der Breite. Bei der SG Gronau spielen insgesamt fünf Seniorenteams, also rund 100 aktive Spieler. Es kann nicht sein, dass sich daraus kein Kader bilden lässt, der in der Kreisliga B auch besteht.“ Auch die A-Junioren seien mittelfristig beim Neuaufbau des Kaders eine Option. „Aber noch nicht in der Rückrunde. Ich will die Jungs nicht verheizen, sehe aber schon eine Hand voll Spieler, die das Zeug für die erste Mannschaft haben. Zwei, drei von ihnen durchaus auch als Stammspieler.“

Hakan Zopirli wird also – vor allem die erste Mannschaft – neu sortieren. Beim Volksbank-Cup, dem eigenen SG-Hallenturnier, hält er sich ganz bewusst noch zurück. „Aber natürlich sitze ich auf der Tribüne und machen mir ein Bild.“

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