Fußball: Loose-Team wieder im Training
Preußen starten ohne neue Gesichter

Münster -

In Bewegung waren sämtliche 23 Kader-Mitglieder des SC Preußen am Mittwoch bei der ersten Einheit des Jahres. Das volle Programm absolvierten allerdings nicht alle. Und auf neue Gesichter warteten die etwa 30 Zaungäste vergeblich. Auf dem Transfermarkt, der erst am 31. Januar schließt, ist Geduld gefragt.

Donnerstag, 08.01.2015, 06:01 Uhr

Noch nicht Andalusien, sondern Berg Fidel: Bei klarem Himmel und erträglichen Temperaturen starteten die Preußen in die Vorbereitung auf die noch 16 Partien umfassende Restsaison in der 3. Liga.
Noch nicht Andalusien, sondern Berg Fidel: Bei klarem Himmel und erträglichen Temperaturen starteten die Preußen in die Vorbereitung auf die noch 16 Partien umfassende Restsaison in der 3. Liga. Foto: Jürgen Peperhowe

„Ein wichtiges Kriterium für uns ist auch, wie schnell die, die noch nicht bei 100 Prozent sind, fit werden“, sagt Sportvorstand Carsten Gockel . Die Langzeitpatienten Michael Holt und Patrick Kirsch etwa drehten gestern nur ein paar Runden durch den Duesbergpark, Keeper Daniel Masuch, Kevin Schöneberg und Philipp Hoffmann arbeiteten individuell und bei dosiertem Pensum mit Physio Dennis Morschel.

So blieben nur 17 Feldspieler, inklusive U-23-Mann Stefan Kaldewey, die beim Trainingsstart in die Vollen gehen konnten. „Das ist nicht besonders viel“, merkte Trainer Ralf Loose , am Montag 52 geworden, an. „Wir müssen abwarten, wann alle komplett belastbar sind.“ Als letzter der 20 Drittligisten legten die Preußen diesmal los. Aufwärmen und kleine Spielformen mit Ball waren angesagt. Aber der Coach ließ seine Schützlinge immerhin fast zwei Stunden durch die milde Winterluft jagen. „Dreieinhalb Wochen Vorbereitung sind nicht viel. Aber wir werden die Zeit intensiv nutzen.“ Zunächst treffen sich die Kicker zweimal täglich. Im Trainingslager in Estepona (ab 16. Januar) geht‘s dann an die Feinarbeit.

Ob bis dahin Neuzugänge oder zumindest Gastspieler zum Team stoßen werden, darüber lässt sich weiter nur spekulieren. Sicher ist, dass der Aufsichtsrat schon vor Weihnachten signalisiert hat, im Bedarfsfall Mittel für Verstärkungen bereitzustellen. „Wenn wir jemanden holen, muss der aber auch sofort zünden“, sagt Gockel. „Um Perspektivtransfers geht es im Winter nicht.“ Zwei Namen haben sich gerade in den Köpfen der Preußen-Anhänger verfestigt. Die Rückkehr von Björn Kluft ( Eintracht Braunschweig ), der im Dezember schon zur Probe am Berg Fidel mitmachte, ist nach wie vor nicht abgehakt, doch auch der 24-Jährige, der gern wieder in Münster spielen würde, muss abwarten, was der SCP genau vorhat. Entscheidungen könnten – wie vor einem Jahr mit der Leihe von Cüneyt Köz – auf den letzten Drücker fallen.

Zu Gerd vom Bruch, dem Berater des ebenfalls gehandelten Daniel Frahn (RB Leipzig), hat Gockel Kontakt aufgenommen, doch konkret ist das alles nicht, und unterm Strich müsste für diesen Transfer schon einiges zusammenkommen.

Gestern Abend, nach getaner Trainingsarbeit, trafen sich Loose und Gockel mit Präsident Dr. Marco de Angelis, um das weitere Vorgehen zu erörtern. Diese Dreierrunde stellt die Weichen für mögliche Verpflichtungen. Der Coach verwies auch zum Auftakt auf das dünne Aufgebot, würde sich gegen zusätzliche Kräfte sicher nicht wehren. Aber seine Botschaft an die etablierten Profis ist auch klar: „Ich konzentriere mich erstmal auf die Jungs, die da sind. Denn sie haben für uns mit Platz zwei die super Ausgangsposition geschaffen.“

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