Fußball: 3. Liga
Preußen nutzen die Pause zum Luftholen und Wundenlecken

Münster -

Die Preußen nutzen die Länderspielpause, um zu regenerieren und die Köpfe wieder frei zu bekommen. Entspannt sollen dann am Osterwochenende die Punkte in Halle eingefahren werden.

Freitag, 27.03.2015, 16:03 Uhr

Amaury Bischoff (r.) musste im Verlauf der Saison einiges einstecken. Dem Franzosen kam die Länderspielpause durchaus zu pass.
Amaury Bischoff (r.) musste im Verlauf der Saison einiges einstecken. Dem Franzosen kam die Länderspielpause durchaus zu pass. Foto: Jürgen Peperhowe

Dieses spielfreie Wochenende kommt Ralf Loose nicht ungelegen. Er hat Sorgen, sogar einige, Wunden lecken ist angesagt. Mit Kevin Schöneberg , Erik Zenga, Patrick Kirsch oder gar Michael Holt rechnet der Coach des SC Preußen zurzeit überhaupt nicht, sie gehen im Wortsinne am Stock – und in die Reha, das Mannschaftstraining ist für dieses Quartett weit, weit weg. Andere wie Abwehrchef Dominik Schmidt (Sprunggelenk), Spielmacher Amaury Bischoff oder Benjamin Siegert mussten mit Blessuren kürzertreten. Der Fußball-Drittligist aus Münster hat eine Reihe von Problemfällen. Keine guten Aussichten für das Saisonfinale der letzten acht Partien, oder?

„Als ich nach Dresden kam, da fragte ich vor dem ersten Training die Spieler, wer noch an den Aufstieg glaubt.“ Loose blickt zurück auf den April 2011. Damals klangen die Antworten alle gleich: Keiner glaubte daran, weiß Loose zu berichten. Dann kam alles ganz anders. Nach drei Niederlagen in Serie drehte Dynamo auf, holte 16 Punkte aus den letzten sechs Partien und stieg über die Relegation in die 2. Bundesliga auf. „Siege“, sagte Loose, „Siege machen alles einfacher.“ Und so desaströs wie in Sachsen, wo das Team drei Partien in Folge verloren hatte, ist es bei den Preußen nun wahrlich nicht. Der SCP ist zwar auf Rang fünf zurückgefallen, hat aber auch die letzten vier Partien trotz einiger schwacher Leistungen nicht verloren. Looses Job in Münster ist vielmehr der, die Preußen wieder an die Leistungsgrenze zu führen, in Top-Form zu bugsieren. An diesem spielfreien Wochenende sollen die Akkus aufgefüllt werden – ausgenommen sind die Akteure aus der zweiten Reihe, die in der Reserve Spielpraxis sammeln sollten. So oder so ist der 52-Jährige nicht einer von denen, die bei Siegen verzückt alles in bunten Farben ausmalt und bei enttäuschenden Punktverlusten wie dem 1:1 gegen die Mainzer Reserve zuletzt in eine tiefe Depression fallen.

Die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am Karsamstag beim Halleschen FC hat begonnen. Ein „schwieriges Ding“ wird das werden, der ambitionierte Gegner hat erst in den letzten Wochen zu einer Form, würdig für ein Spitzenteam, gefunden. Doch für Halle ist der Zug nach ganz oben eigentlich abgefahren.

Das Hinspiel gewann der SCP mit 2:0, es war so etwas wie die Supershow des Rogier Krohne. Nach 83 Minuten eingewechselt, ließ er es sich nicht nehmen, in der 86. und 90. Minute die beiden Treffer zum Sieg zu markieren. Das zweite Aufeinandertreffen dürften noch schwieriger zu gewinnen sein als das erste Duell.

Kurz hatte Münsters erster Übungsleiter darüber nachgedacht, ein Testspiel zu bestreiten, den Gedanken dann wieder verworfen. Jetzt dürfte es am Sonntag zu einem vereinsinternen Vergleich kommen, elf gegen elf, einige Akteure aus der Reserve dürften dann mitmischen. Es ist der Aufgalopp vor den Wochen der Wahrheit in der Liga und im Pokal. Acht Spiele bleiben noch . . .

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