Fußball: Neuer BWO-Trainer Daniel Hirschfeld
Ohne Fußball geht gar nichts

Ottmarsbocholt -

Daniel Hirschfeld, in der nächsten Saison neuer Trainer bei Blau-Weiß Ottmarsbocholt, sieht den Job als „große Chance“. Der 35-Jährige, der seit 2010 sechs Knie-Operationen hinter sich hat, kennt den Münster-Fußball aus dem Effeff.

Samstag, 18.04.2015, 14:04 Uhr

Ein Bild aus früheren Zeiten: Stürmer Daniel Hirschfeld (r.) im Trikot des ESV Münster. Seit 2010 kann der heute 35-Jährige verletzungsbedingt nicht mehr spielen.
Ein Bild aus früheren Zeiten: Stürmer Daniel Hirschfeld (r.) im Trikot des ESV Münster. Seit 2010 kann der heute 35-Jährige verletzungsbedingt nicht mehr spielen. Foto: pp

Was für einen Trainer bekommt der SC Blau-Weiß Ottmarsbocholt im Sommer? Auf jeden Fall keinen, für den Fußball nur die schönste Nebensache der Welt ist, auf die man notfalls auch verzichten kann. „Ich bin fußballverrückt. Das war ich schon als Spieler, und das bin ich auch als Trainer. Ohne Fußball geht es nicht“, betont Daniel Hirschfeld . Gemeinsam mit Danny Banach als spielenden Co-Trainer löst der Münsteraner – wie berichtet – nach dieser Saison auf der BWO-Bank das Gespann Ralf Bülskämper und Niels Müller ab. Hirschfeld betreut derzeit im zweiten Jahr Schwarz-Weiß Münster , Tabellenvorletzter in der starken Kreisliga B 1.

Genau solch einen Coach haben die Blau-Weißen, die ab der nächsten Saison im Kreis Münster/Warendorf kicken, gesucht: Hirschfeld kennt den Münster-Fußball aus dem Effeff. Er hat bei der DJK Borussia angefangen und den Großteil seiner Jugend beim SC Preußen verbracht. Im zweiten Jahr A-Jugend wechselte der Stürmer zu Emsdetten 05, wo er auch seine ersten drei Senioren-Spielzeiten absolvierte – in der Landes- und Verbandsliga.

Danach kehrte Hirschfeld nach Münster zurück und spielte mit dem ESV Münster und ein Jahr mit Wacker Mecklenbeck in der Bezirksliga. „Dann haben wir 2007 mit ein paar Kumpels Schwarz-Weiß gegründet“, erzählt Hirschfeld. Der neue Verein in Münster startete gleich von der C-Liga in die Kreisliga A durch. Trotzdem wechselte Hirschfeld zum Telekom Post SV, mit dem er den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte. In der Sommervorbereitung 2010 passierte es. Der Angreifer verletzte sich am Knie – es war das Karriere-Ende. „Seitdem hatte ich sechs Knie-OPs, die letzte im vorigen September“, klagt Hirschfeld. Vier Mal lag er mit dem lädierten Gelenk unterm Messer und zwei Mal – wegen der einseitigen Belastung – mit dem anderen Knie. „Ich bin froh, dass ich jetzt relativ schmerzfrei bin. Es gab Zeiten, da bin ich nicht ohne Schmerzen aus dem Bett gekommen oder konnte keine Treppen steigen.“

Selbst vor den Ball treten geht nicht mehr. Als Trainer möchte Hirschfeld dem Fußball verbunden bleiben, gerne auch auf längere Sicht bei BWO. SW Münster ist die erste Station des 35-Jährigen als Coach. Wegen seiner Malaise mit den Knien habe er noch keinen Trainerschein gemacht, will das „über kurz oder lang“ aber nachholen, erklärt der verheiratete Vater eines sechsjährigen Sohnes.

Der Kontakt nach Ottmarsbocholt kam über mehrere Ecken zustande. Ein Freund seines Bruders brachte den Namen Daniel Hirschfeld ins Spiel, Klub und Coach fanden dann schnell zueinander. Hirschfeld setzte sich mit Heinrich Freese zusammen, dem Sportlichen Leiter von BWO, schaute sich die Sportanlage an – und sagte fix zu. „Da musste ich nicht lange überlegen. Ich denke, das ist eine richtig runde Sache“, sagt Hirschfeld. Auch sportlich: „Die A-Liga ist eine große Chance für einen jungen Trainer.“ Für einen fußballverrückten sowieso . . .

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