Fußball | Bezirksliga 11: FC Epe siegt 2:0 bei SG Borken
Verrückte 60 Sekunden in Borken

Gronau-Epe -

„Verrückt!“ Selbst die fleißigen Facebook-Schreiber auf der Seite des FC Epe konnten es nicht so recht glauben, was da gerade binnen weniger Sekunden passiert war in Borken. Nach 90 Minuten jedenfalls stand ein weiterer Sieg zu Buche, denn der FCE gewann auch beim bisherigen Vierten SG mit 2:0 und ist jetzt selbst Siebter.

Sonntag, 03.05.2015, 20:00 Uhr

Spielertrainer Jeroen van der Veen nahm den nächsten Sieg ohne Gegentreffer mehr als erfreut zur Kenntnis, bemängelte aber auch: „Wir können besser Fußball spielen.“ 
Spielertrainer Jeroen van der Veen nahm den nächsten Sieg ohne Gegentreffer mehr als erfreut zur Kenntnis, bemängelte aber auch: „Wir können besser Fußball spielen.“  Foto: aho

Manchmal sind es Zentimeter, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Und manchmal sind es nur wenige Sekunden. So wie beim Gastspiel des FC Epe , das die Blau-Weißen bei der SG Borken mit 2:0 (0:0) gewannen – und zwar äußerst kurios.

Es war exakt eine Stunde in der Netgo Arena verstrichen, als Kevin Pieper aus dem Mittelfeld einen Pass auf Timo Lamche spielte, dem ein Borkener mit einer gekonnten Grätsche in die Parade fuhr. Klar traf er den Ball, zu klar und gut. Denn das Leder landete im eigenen Netz und der FC Epe führte (60.).

Die SGler konnten es nicht fassen, sammelten sich zum Wiederanpfiff am Mittelkreis und verloren den Ball blitzschnell wieder. Jan-Bernd Hilbring erkannte die Situation am schnellsten, schickte Shemsi Osmani auf die Reise, der zum 2:0 vollendete. Von diesem Schock erholten sich die Hausherren nicht mehr. „Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr“, bestätigte auch Spielertrainer Jeroen van der Veen hinterher. Borken näherte sich dem Kasten der Dinkelstädter nur noch ein Mal gefährlich. Die FCler ließen mal wieder gute Kontergelegenheiten liegen.

In der ersten Stunde bis zur Eper Führung sah das alles noch anders aus. Die SG Borken war die bessere Mannschaft mit deutlich mehr Ballbesitz. Die Spielgemeinschaft bekam auch drei sehr gute Torchancen, die jedoch allesamt Niklas Baumann zwischen den Posten zu vereiteln wusste. Somit stand es bis zum Pausentee 0:0, ehe die verrückten 60 Sekunden näher rückten.

„Wir waren heute lange Zeit nicht die bessere Mannschaft. Und wir können ganz sicher auch viel besser Fußball spielen“, analysierte van der Veen später. „Aber wenn du defensiv so sicher stehst und dir keinen Gegentreffer fängst, dann ist das schon die halbe Miete.“ Einen Moment hält der Niederländer inne. Dann ergänzt er: „Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass wir immer für ein Tor gut sind.“ Und schon wird daraus die ganze Miete.

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