Kreisspruchkammer: Urteil wegen Zündens von Pyrotechnik
Pyrotechnik kann teuer werden

Tecklenburger Land -

Am Donnerstagabend verhandelte der Kreisspruchkammer zum dritten Mal innerhalb eines Jahres das Zünden von Pyrotechnik. Im schriftlichen Verfahren wurde Stella Bevergern zu einer Geldstrafe von 250 Euro verurteilt, muss zudem die Verfahrenskosten von 76,30 Euro übernehmen. Stella hat das Urteil akzeptiert.

Freitag, 26.06.2015, 00:06 Uhr

Im Profifußball ist das Thema Pyrotechnik ein großes Problem. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht strikt dagegen vor, eine wirkliche Antwort, dieser Angelegenheit Herr zu werden, hat er bisher nicht gefunden. Auch vor dem Tecklenburger Land macht diese Problematik nicht halt. Am Donnerstagabend verhandelte der Kreisspruchkammer zum dritten Mal innerhalb eines Jahres das Zünden von Pyrotechnik. Im schriftlichen Verfahren wurde Stella Bevergern zu einer Geldstrafe von 250 Euro verurteilt, muss zudem die Verfahrenskosten von 76,30 Euro übernehmen. Stella hat das Urteil akzeptiert.

„Der Verband schreibt es vor, und wir werden uns daran halten“, erklärt Kammervorsitzender Horst Gerseker . „Wir werden Pyrotechnik jeglicher Art nicht dulden und werden rigoros dagegen vorgehen. Selbst das Werfen von kleinen Knallern wird geahndet.“

Während des Kreisliga-A-Spiels am 31. Mai zwischen Stella Bevergern und SC Dörenthe (1:4) hat eine Gruppe von vermutlich Jugendlichen am Spielfeldrand gezündelt. Der Schiedsrichter hat einen Sonderbericht verfasst, wonach in der 50. Minute zwei Leuchtraketen angesteckt worden seien. Das habe zwar keinen Einfluss auf das Spiel genommen, sei aber nun einmal strikt verboten. Da Stella Bevergern dieses Vergehen einräumte, konnte im schriftlichen Verfahren verhandelt werden. An einer Strafe kam der Club aber nicht vorbei.

Die ist sogar noch eher niedrig angesetzt. In ähnlichen Fällen verhängt der Verband regelmäßig Geldstrafen in Höhe von 500 Euro. „Wir machen da noch einen kleinen Unterschied“, erläutert Gerseker. „Das Spiel wurde nicht beeinflusst und Zuschauer nicht gefährdet. Deshalb haben wir es bei 250 Euro belassen.“

Der Vorsitzende der Kreisspruchkammer macht aber auch deutlich, dass in der kommenden Saison bei ähnlichen Vergehen die Strafe durchaus bei 500 Euro liegen könnte. „Wir werden Pyrotechnik nicht dulden und werden alles unternehmen, dass das aus den Stadien verschwindet“, richtet er einen klaren Appell an alle.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3355736?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F4845610%2F4845617%2F
Nachrichten-Ticker