Saisonabschluss-Tagung des Fußballkreises Tecklenburg
Kein Pardon bei Pyrotechnik

Tecklenburger Land -

Alle Vereine des Tecklenburger Landes konnte Kreisvorsitzender Markus Raschke am Dienstagabend in Recke begrüßen, wo der TuS als Kreisliga-A-Meister als Gastgeber der Saisonabschlusstagung der Seniorenfußballer auftrat. Neben den bürokratisch abgearbeiteten Berichten der Staffelleiter, des Kreisschiedsrichter-Obmanns und des Kreisspruchkammervorsitzenden stand die Verabschiedung von Friedel Upmann im Mittelpunkt.

Mittwoch, 22.07.2015, 00:07 Uhr

Glückwunsch an die Meister der Saison 2014/15: Kreisvorsitzender Markus Raschke (rechts) gratuliert den Meistern der Kreisligen: TuS Recke (A), VfL Ladbergen 2 (C2), BSV Brochterbeck (B), VfL Ladbergen (B), Germannia Schale (C1), SC Hörstel (C3).
Glückwunsch an die Meister der Saison 2014/15: Kreisvorsitzender Markus Raschke (rechts) gratuliert den Meistern der Kreisligen: TuS Recke (A), VfL Ladbergen 2 (C2), BSV Brochterbeck (B), VfL Ladbergen (B), Germannia Schale (C1), SC Hörstel (C3). Foto: Jan Kappelhoff

Zugegeben, der Unterhaltungswert von Saisonabschluss-Tagungen des Fußballkreises Tecklenburg hält sich für gewöhnlich in Grenzen. Dafür wird die Veranstaltung aber auch nicht künstlich in die Länge gezogen. Veranstaltungsleiter und Kreisvorsitzender Markus Raschke ist immer bemüht darum, die Tagesordnungspunkte fix durchzuziehen. Das ist gut so und lässt keine Langeweile aufkommen. Am Dienstagabend hatte der Meister der Kreisliga A, der TuS Recke, ins Alte Gasthaus Greve eingeladen. Neben den bürokratisch abgearbeiteten Berichten der Staffelleiter, des Kreisschiedsrichter-Obmanns und des Kreisspruchkammervorsitzenden stand vor allem die Verabschiedung von Friedel Upmann im Mittelpunkt.

„Nach 50 Jahren als Funktionär ist es nun Zeit zum Abschiednehmen. Ich meine, ich bin mit allen Kollegen immer gut klargekommen.“ Nüchtern, ehrlich, geradeaus – so schloss Friedel Upmann seinen letzten Bericht ab und bekam warmen und herzlichen Applaus dafür von allen Vereinsvertretern. Raschke sagte über Upmann: „Auf solche Leute kann man gar nicht verzichten.“ Seine Staffelleitung in der Kreisliga C übernimmt ab der kommenden Saison Gisbert Grotemeier, der damit sämtliche C-Liga-Staffeln in seiner Obhut hat.

Lobende Worte fand Raschke auch für Mechtild Beckmann, Staffelleiterin der Frauen-Kreisliga und der Kreisliga A. „Damit, dass unsere höchste Staffel im Kreis von einer Frau regiert wird, sind wir unserer Zeit deutlich voraus. Ich habe das mal im Ruhrgebiet erzählt, dort wäre das undenkbar.“ Probleme gab es in der Kreisliga A wahrlich nicht, sondern vor allem ein „dramatisches Saisonfinale“, so Raschke. Ausgang bekannt.

Den Quervergleich zum Ruhrgebiet ziehen Raschke und die anderen Mitglieder aus dem Kreisvorstand gern, auch beim Bericht der Kreisspruchkammer-Vorsitzenden Horst Gerseker wurde er benutzt. 14 Fälle habe es in der abgelaufenen Saison gegeben, das sei in Anbetracht von 240 bis 250 Fällen in den Kreisen Bochum oder Recklinghausen doch eine gute Zahl. Erneute wurde auch seitens Gersekers die „hervorragende Zusammenarbeit“ mit den Staffelleitern gelobt. Uneinigkeit herrscht in diesem Fußballkreis unter Funktionären wahrlich nicht. Also: Sechs Tätlichkeiten, sechs Schiedsrichter- oder Spielerbeleidigungen, ein „gravierender Fall“ (Gerseker), in dem Spieler trotz Sperre eingesetzt wurden, sowie ein Fall von Pyrotechnik wurden vor der Spruchkammer verhandelt.

Erwartungsgemäß ging Gerseker noch einmal auf das Thema „Pyrotechnik“ ein: „Wir konnten hier eine Ausnahme machen, weil das nur vor 30 bis 40 Zuschauern und nicht in einer Menschenmenge passiert ist.“ Der Verband setze normalerweise eine Strafe von mindestens 500 Euro plus Verfahrenskosten an. „In diesem Fall haben Jugendliche ein paar Fackeln und Knallfrösche gezündet“, so Gerseker. So gab es „nur„ 250 Euro Strafe. Nein, bei diesem Thema verstehen Verband und Kreis absolut keinen Spaß. Ansonsten aber durchaus.

Beim Kreistag im Jahr 2016 werde ein neuer Kreisvorsitzender gewählt, er selbst trete nicht wieder an, so Markus Raschke. „Wir sind mit einem Nachfolger in Gesprächen, auch mit Blick auf Verjüngung“, so Raschke.

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