Fußball | Bezirksliga 11: Vorwärts Epe kassiert 1:3 in Merfeld
Torschüsse wie Rückpässe – Epe bestraft sich selbst

Gronau-Epe -

Eigentlich war er mit einem guten Gefühl nach Merfeld gereist. „Die Mannschaft hat sehr gut trainiert, auch am Freitag haben noch einmal alle Gas gegeben“, meinte Jochen Wessels. So kann man sich also täuschen. In den 90 Minuten war davon jedenfalls nichts mehr zu sehen – und damit auch nur wenig von dem, was die Grün-Weißen noch beim gelungenen Saisonstart ausgezeichnet hatte.

Sonntag, 23.08.2015, 20:00 Uhr

Marcel Terhaar verlor mit Vorwärts in Merfeld 1:3.
Marcel Terhaar verlor mit Vorwärts in Merfeld 1:3. Foto: jp

Jochen Wessels war „maßlos enttäuscht. Wir haben heute leichtfertig eine richtig gute Ausgangsposition für die nächsten Wochen verschenkt“, wollte sich der Übungsleiter von Vorwärts Epe gar nicht mehr beruhigen am Sonntag. Da war einer nach dem so nicht eingeplanten 1:3 (1:1) bei SF Merfeld so richtig geladen.

Dabei war das Gastspiel von Vorwärts Epe gar nicht so schlecht anzusehen. Zumindest bis zum Torabschluss. „Das waren Rückgaben. So arrogant und leichtsinnig vor dem gegnerischen Gehäuse dürfen wir nicht auftreten. Dafür gab es heute die Quittung“, beschrieb Wessels den Unterschied zwischen der 1:3-Niederlage am Sonntag und dem geglückten 5:1-Sieg zum Saisonstart.

Für die Mannschaft vom Wolbertshof startete die Partie mehr als ungünstig. Denn nach einem Konter wusste sich Keeper Philipp Gröber nur mit einem Foul zu helfen und konnte von Glück sagen, dafür nicht die Rote Karte gesehen zu haben (8.). Merfeld nutzte den Strafstoß dank Alexander Möllers , den die Eper Deckung nie richtig in den Griff bekam. Aber Vorwärts Epe hatte eine Antwort parat. Gerard Monnikhof glich nach einer guten Stunde aus (31.). Das war verdient, weil die Gäste klar mehr vom Spiel und entsprechend Ballbesitz hatten.

„Doch was nützt das alles, wenn du dann mit diesen vermeintlichen Vorteilen so kläglich haushaltest“, prangerte Wessels die Offensivleistung seines Teams an. Das starb im zweiten Durchgang nämlich an Schönheit. Effektivität? Fehlanzeige.

Wie es besser geht, zeigte SF Merfeld eindrucksvoll, ging nach einer Stunde wieder selbst in Führung (62.). Damit war das schwache Match der Eperaner aber noch lange nicht beendet. Es kam noch viel, viel schlimmer.

Sieben Minuten vor dem Ende wusste sich Matthias Naber nur noch mit einem Foul zu helfen, was ihm die Rote Karte bescherte. Wie das so ist an solchen Tagen, saß der direkte Freistoß der Gastgeber von Alexander Möllers dann exakt (84.). Dass Vorwärts zuvor ein klarer Elfer an Monnikhof verwehrt wurde, davon sprach anschließend dann auch niemand mehr.

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