Fußball | Eper Derby in der Bezirksliga 11
Vorwärts brennt auf die Revanche

Gronau-Epe -

Shemsi Osmani war der gefeierte Mann an jenem Ostermontag. Und er schrieb mit seinem Tor des Tages für den FC Epe Fußballgeschichte. Denn 24 Jahre lang warteten die Blau-Weißen auf einen Derbysieg. Ausgerechnet am Wolbertshof klappte es dann vor knapp fünf Monaten.

Sonntag, 30.08.2015, 10:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.08.2015, 09:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 30.08.2015, 10:02 Uhr
Wie begossene Pudel: Was Jochen Wessels (rechts) und sein Co-Trainer Dirk Werenbeck nach einem famosen Ligastart am letzten Wochenende in Merfeld von ihrer Elf geboten bekamen, war wenig erbauend. Deswegen wurde Klartext gesprochen.
Wie begossene Pudel: Was Jochen Wessels (rechts) und sein Co-Trainer Dirk Werenbeck nach einem famosen Ligastart am letzten Wochenende in Merfeld von ihrer Elf geboten bekamen, war wenig erbauend. Deswegen wurde Klartext gesprochen. Foto: nre

Am Sonntag stehen sich beide Teams an gleicher Stätte wieder gegenüber. Wiederholt der FCE also seinen Derbysieg? Oder revanchiert sich Vorwärts?

Ist das zweite Jahr Bezirksliga tatsächlich für den FC Epe das schwerste?

Jeroen van der Veen : Wirklich endgültig behaupten lässt sich das wohl erst, wenn alle 30 Spiele absolviert sind. Wir sind uns aber sehr wohl dessen bewusst, dass es in dieser Saison zumindest nicht einfacher wird. Neuland ist die Bezirksliga nun nicht mehr.

Zum Sieg reichte es aber noch nicht. Wieso hat der FCE einen schwachen Start hingelegt?

Van der Veen: Das will ich so nicht stehen lassen. Ein schwacher Start ist es, wenn wir nach fünf Spielen immer noch nur einen Punkt gesammelt haben. Das 1:1 beim FC Marl war in Ordnung, das 0:5 gegen TSG Dülmen bleibt hoffentlich ein einmaliger Ausrutscher.

Bei Vorwärts Epe scheint die Mannschaft immer wieder nach guten Ergebnissen in einen gewissen Trott zu verfallen, Jochen Wessels ?

Jochen Wessels: Zumindest deutet das 1:3 in Merfeld darauf hin, wo unsere eklatante Schwäche beim Abschluss mich an diesem Tag zugegeben selbst überrascht hat.

Welche Maßnahmen haben die Trainer ergriffen, um es im Derby besser zu machen?

Wessels: Wir haben sehr deutlich über das Merfeld-Match gesprochen. Trotzdem gilt es, die Ruhe zu bewahren. Ich erwarte, dass die Spieler daraus lernen. Noch ist Saison jung und war das 1:3 eine Warnung für alle.

Van der Veen: Das Wichtigste wird nun sein, dass jeder Spieler hundertprozentigen Einsatz zeigt, das umsetzt, was taktisch gefordert wird und vor allem sich seiner eigenen Stärken besinnt.

Das heißt, die Fans müssen sich keine Sorgen um den FC Epe machen?

Van der Veen: Genau, aber sie müssen uns weiter unterstützen. So wie sie es immer machen.

Beide Vereine haben auch eine Reihe neuer Spieler im Kader. Wie fällt das erste Fazit aus?

Wessels: Sehr zufrieden. Jeder besitzt Qualität und bringt diese für die Mannschaft ein. Alle Neuzugänge werden uns weiterhelfen.

Van der Veen: Unsere Neuen sind noch nicht ganz so weit. Für Jeroen van der Veen und Boy Kamphuis ist alles neu. Und Thomas Schneider kommt aus die A-Liga. Dieses Trio braucht noch Zeit, und die bekommen es auch.

Apropos Zeit: Nun kommt das Derby, besonders früh in der Saison. Vor- oder Nachteil?

Van der Veen: Nach einer hohen Niederlage zu einem Verein zu fahren, der im oberen Tabellendrittel mitspielen wird, ist immer schwierig, in jedem Match. Doch auf das Derby freuen wir uns natürlich und sind heiß. Wir wollen am Wolbertshof bestehen.

Wessels: Beide Teams stehen aber schon unter einen gewissen Druck. Das ist das Besondere an diesem Sonntag. Ob es grundsätzlich am dritten oder an einem späteren Spieltag stattfindet, ist zweitrangig. In einem Derby will sich jeder immer beweisen.

Was verspricht der Trainer des Gastgebers Jochen Wessels denn den Fans?

Wessels: Spannung und eine motivierte Mannschaft von Vorwärts Epe!

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