Nottulns Stürmer im WN-Interview
Oliver Leifken trifft wieder

Nottuln -

Nach einer längeren Zeit der Ladehemmung kommt Oliver Leifken so langsam wieder in Tritt. Der Stürmer des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln traf zuletzt gegen den 1. FC Gievenbeck und gegen die Spielvereinigung Vreden. Im Interview äußert sich der Spieler über die nächsten Aufgaben.

Dienstag, 17.11.2015, 06:11 Uhr

Die Kapitänsbinde motivierte Oliver Leifken. Nottulns Stürmer erzielte im Heimspiel gegen Vreden das zwischenzeitliche 2:1 und hat damit fünf Saisontore auf seinem Konto.
Die Kapitänsbinde motivierte Oliver Leifken. Nottulns Stürmer erzielte im Heimspiel gegen Vreden das zwischenzeitliche 2:1 und hat damit fünf Saisontore auf seinem Konto. Foto: Marco Steinbrenner

Es war kein alltägliches Spiel für Oliver Leifken am vergangenen Sonntag. Der Stürmer in Diensten des Fußball-Westfalenligisten GW Nottuln traf auf seinen Ex-Verein SpVgg. Vreden mit seinem langjährigen Trainer Marcus Feldkamp . Nach der Partie sprach WN-Mitarbeiter Marco Steinbrenner mit dem Torschützen zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Am Ende gewannen die Grün-Weißen durch das erste Westfalenliga-Tor von Henning Klaus mit 3:1.

Drei Punkte – und Sie haben auch noch den wichtigen Treffer zum 2:1 erzielt: Herr Leifken, wie war der Sonntag?

Leifken: Seit Langem war es mal wieder ein Sonntag mit einem positiven Ende. Als Mannschaft tat es uns sehr gut, endlich wieder drei Punkte geholt zu haben. Der Sieg war wichtig, aber wir dürfen uns auf dem Erfolg nicht ausruhen.

Nach zuvor neun Spielen ohne Sieg muss die Stimmung in der Kabine doch erstklassig gewesen sein, oder?

Leifken: Wir haben natürlich ausgelassen und erleichtert den Sieg gefeiert. Allen Spielern merkte man deutlich an, dass ihnen nach dem Ende der Durststrecke ein Stein vom Herzen gefallen ist. Doch wir haben auch an unseren ehemaligen Mitspieler Mirko Bertelsbeck gedacht, dem wir alles Gute wünschen (Anmerkung der Redaktion: Der Spieler musste nach nur wenigen Minuten mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden).

Was hat Sie vor dem Anpfiff mehr motiviert: Das Duell gegen Ihre ehemaligen Mitspieler, Ihren alten Trainer überzeugen zu wollen oder aber die Rolle als Nottulner Kapitän?

Leifken: Das ist eine schwierige Frage. Natürlich hat es mich sehr motiviert, vom Trainer das Vertrauen geschenkt bekommen zu haben, die Mannschaft in einem so schweren Spiel führen zu dürfen. Ich wollte es aber auch meinem Ex-Coach und den ehemaligen Teamkollegen zeigen, dass es nicht so einfach ist, drei Punkte aus Nottuln mit nach Hause zu nehmen.

Eine Woche zuvor beim 1. FC Gievenbeck reichten drei Nottulner Treffer nicht zum Sieg – am Sonntag gegen Vreden schon. Warum?

Leifken: Wir wollten den Sieg mehr als Vreden. In Gievenbeck haben wir als Team noch zu viele Fehler gemacht.

Sie hatten einige Zeit Ladehemmung. Jetzt haben Sie in den vergangenen zwei Partien jeweils einmal getroffen. Geht es wieder aufwärts mit Oliver Leifken?

Leifken: Das hoffe ich doch. Für mich persönlich waren die Tore natürlich wichtig. Dadurch steigt das Selbstvertrauen. Es dürfen aber auch gerne andere Spieler treffen – die Hauptsache ist doch, dass wir gewinnen.

Am kommenden Samstag steht das nächste Pflichtspiel an. Im Pokal-Viertelfinale geht es zum souveränen Bezirksliga-Tabellenführer TSG Dülmen, der bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde die Herbstmeisterschaft feiern durfte . . .

Leifken: Es wird kein einfaches Spiel werden – so viel steht schon jetzt fest. Wir müssen alles in die Waagschale werfen, um eine Runde weiterzukommen. Nach dem Vreden-Sieg werden wir jedoch mit einem gesunden Selbstvertrauen nach Dülmen fahren.

Welche Bedeutung hat für Sie der Pokal-Wettbewerb eigentlich?

Leifken: Schwierig . . . Die Liga hat schon einen höheren Stellenwert, aber der Pokal ist eine nette Nebensache.

Letzte Frage: Haben Sie das kommende Punktspiel am 29. November beim neuen Tabellenschlusslicht TuS Sinsen schon im Hinterkopf?

Leifken: Ich habe mir am Sonntagabend nach dem Spiel schon den nächsten Spieltag in knapp zwei Wochen angeschaut. Aber zunächst steht das Dülmen-Spiel im Vordergrund. Erst danach dürfen wir an Sinsen denken. Klar ist aber auch, dass wir dort natürlich unseren Aufwärtstrend unbedingt fortsetzen wollen.

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