Julian Holtz arbeitet beim 1. FC Köln als Physiotherapeut
Es liegt in seiner Hand

Köln/Ahlen -

Die Massagebank ist einer der wichtigsten Arbeitsplätze von Julian Holtz. Der 31-jährige Ahlener ist einer von drei Physios bei den Fußballprofis des 1. FC Köln. Seine Arbeit wird von Team und Trainer so sehr geschätzt, dass diese ihm einen besonderen Spitznamen verpassten.

Freitag, 11.12.2015, 15:12 Uhr

 „Magic Fingers“ in Aktion: Der Ahlener Julian Holtz (links) fungiert als Physiotherapeut beim 1. FC Köln und kümmert sich beim Bundesligisten auch um das Wohlergehen von Nationalspieler Jonas Hector.
 „Magic Fingers“ in Aktion: Der Ahlener Julian Holtz (links) fungiert als Physiotherapeut beim 1. FC Köln und kümmert sich beim Bundesligisten auch um das Wohlergehen von Nationalspieler Jonas Hector. Foto: Cedric Gebhardt

Als Philipp Lahm an diesem 24. Oktober auf dem Rasen seiner Pflicht nachgeht und Yannick Gerhardt bei einem Zweikampf mit einem Pressschlag erwischt, ah nt er nicht, dass er Julian Holtz soeben eine Menge Arbeit beschert hat.

Bis dahin verbringt der Physiotherapeut des 1. FC Köln einen relativ entspannten Nachmittag in der Allianz-Arena. Ab diesem Moment aber ist es mit der Ruhe für den gebürtigen Ahlener vorbei. Jetzt ist Gerhardt sein Patient. Diagnose: Schwere Mittelfußprellung. Aber schon vier Tage darauf wartet bereits das DFB-Pokalspiel in Bremen. Beinahe unmöglich, den Youngster bis dahin wieder fit zu kriegen. Und so kommt es auch. Gerhardt muss die Partie bei Werder sausen lassen und verpasst auch das darauffolgende Heimspiel gegen Hoffenheim.

Physiotherapeut Julian Holtz: Eindrücke rund um die Arbeit des Ahleners beim 1. FC Köln

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„In solchen Fällen ist meistens die Zeit zu knapp. Neben dem Spieler sind wir Physios dann sicher genauso enttäuscht, wenn es nicht klappt, ihn rechtzeitig fit zu kriegen“, gesteht Julian Holtz. Denn genau das ist seine Mission. Als einer von drei Physios beim Bundesligisten ist er dafür verantwortlich, dass das kickende Personal gesund und munter seinen Dienst versehen kann.

Große Wertschätzung

Dass Jonas Hector und Co. auf dem Rasen glänzen können, hat viel damit zu tun, dass zuvor bei Julian Holtz seinem Kollegen Thorsten Klopp und dem Abteilungsleiter Klaus Maierstein vor allem eines glänzt: die Schweißperlen auf der Stirn. „Wenn, wie in unserem Fall, so kurz vor der Winterpause alle Spieler fit und gesund sind, dann gibt es Leute, die projizieren das ausschließlich darauf, dass der Trainer alles richtig macht. Aber ich weiß ganz genau, dass meine Physios einen wesentlichen Anteil daran haben“, sagt Peter Stöger.

Ein Physio muss sowohl die fachliche Qualifikation als auch die menschliche Komponente mitbringen. Bei Julian ist beides der Fall.

Peter Stöger

Der FC-Coach bringt seinen Mitarbeitern neben einer Menge Wertschätzung auch ein ebenso großes Maß an Vertrauen entgegen. Zu 100 Prozent spüre er die ­Rückendeckung Stögers, bestätigt Julian Holtz. Auf dieselbe Quote kommt der 31-Jährige bei den Spielern, die sich bei ihm in guten Händen wissen.

Interview mit Peter Stöger, Trainer des 1.FC Köln

Beim 1. FC Köln ist Julian Holtz einer der engsten Mitarbeiter und wichtigsten Ansprechpartner für Peter Stöger. Zur Rolle des Ahleners befagten wir den FC-Trainer.

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„Die Vertrauensbasis ist absolut gegeben. Jule und das ganze Team bauen einen auf und wissen, wie wir Spieler ticken und wie sie uns anzupacken haben“, berichtet Jonas Hector. Der Nationalspieler arbeitet im vierten Jahr mit Holtz zusammen, der zuvor die Physio-Abteilung der Alemannia aus Aachen leitete und nach deren Abstieg aus der 2. Bundesliga vom damaligen Übungsleiter Friedhelm Funkel in Köln empfohlen wurde.

„Magic Fingers“

Beim FC erlebt Julian Holtz dann den Umbruch und den Aufschwung mit, feiert mit dem Verein die Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus. Ein Stück weit ist Köln nun seine Heimat geworden. „Die Mentalität der Menschen und der Verein sind etwas ganz Besonderes“, beschreibt Holtz. Sie seien wirklich spürbar anders. So wie es der neue Slogan besagt, den sich der FC im vergangenen Jahr im Zuge seiner Neuausrichtung selbst gegeben hat.

Es ist eine Botschaft, die der Ahlener inzwischen komplett verinnerlicht hat. „Wenn ich kurz vor Anpfiff von der Kabine ins Stadion gehe, die Fans ihre Schals schwingen und die FC-Hymne singen, kriege ich jedes Mal eine Gänsehaut – wirklich jedes Mal. Und wenn wir vom Auswärtsspiel zurückkommen, mit dem Mannschaftsbus auf die Rheinbrücke fahren und ich sehe den Dom, dann geht mir das Herz auf. Ich bin stolz darauf, für diesen Verein zu arbeiten“, sagt Julian Holtz.

Wenn ich kurz vor Anpfiff von der Kabine ins Stadion gehe, die Fans ihre Schals schwingen und die FC-Hymne singen, kriege ich jedes Mal eine Gänsehaut.

Julian Holtz

Auch beim FC sind sie froh, ihn zu haben. „Ein Physio muss sowohl die fachliche Qualifikation als auch die menschliche Komponente mitbringen. Bei Julian ist beides der Fall“, lobt Peter Stöger.

Auch die Spieler schätzen die Fähigkeiten des Ahleners. „Die Jungs haben mir den Spitznamen „Magic Fingers“ gegeben“, verrät Holtz. Ein besseres Zeugnis kann man einem Physiotherapeuten wohl nicht aus stellen.

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