Fußball: Harte Strafen
Sperren von drei Monaten und acht Wochen

Tecklenburger Land -

Sperren von einmal acht Wochen und einmal drei Monaten sowie empfindliche Geldstrafen verhängte am Mittwochabend die Spruchkammer des Fußballkreises Tecklenburg. In zwei zu verhandelnden Fällen ging es um Schiedsrichterbeleidigung in einem schweren Fall, Bedrohung und unsportliches Verhalten.

Donnerstag, 14.04.2016, 17:04 Uhr

„Die Strafen hätten auch noch höher ausfallen können“, verdeutlichte Spruchkammer-Vorsitzender Horst Gerseker, dass er und seinem Nebenleute nicht das Höchstmaß verhängt hätten.

Im ersten „Fall“ ging es um das Spiel der Kreisliga A vom 20. März zwischen Arminia Ibbenbüren und SV Halverde. Ein Foul des Halverder Spielführers wertete Schiedsrichter Tobias Wulf (Westfalia Westerkappeln) als Notbremse und zückte die rote Karte. Damit war der HSV-Akteur nicht einverstanden, und er soll auf den Unparteiischen zugestürmt sein. Mitspieler sollen ihn davon abgehalten haben, tätlich zu werden. Daraufhin habe der Kapitän den Schiedsrichter mehrfach beleidigt und nach Verlassen des Platzes gegen eine Werbebande im Stadion getreten und diese zerstört.

Im Verlaufe der Beweisausnahme bestätigten Zeugen sowohl aus Halverde als auch von Arminia diese Vorwürfe. Zwar war Schiedsrichter Wulf aus wichtigen privaten Gründen nicht anwesend, die Sachlage war aufgrund der Zeugenaussagen für die Spruchkammer dennoch eindeutig.

Wegen der Schwere der Vorwürfe war der HSV-Akteur per einstweiliger Verfügung bereits bis zur Verhandlung gesperrt. In diesem Zeitraum absolvierte die Mannschaft fünf Spiele. Eine Sperre von weiteren drei Begegnungen bis zum 26. April wegen Schiedsrichterbeleidigung und unsportlichem Verhalten war letztlich die Strafe der Spruchkammer. Zudem werden Verfahrenskosten fällig. Der Spieler hat das Urteil akzeptiert.

In der zweiten Verhandlung ging es um die Partie der Kreisliga B1 zwischen Teuto Riesenbeck 3 und Westfalia Westerkappeln 2 am 24. März. Ähnlich wie im ersten Fall akzeptierte ein Teuto-Akteur eine rote Karte nicht. Daraufhin soll er einen Gegenspieler bedroht und in Richtung Schiedsrichter gespuckt, ihn aber nicht getroffen haben. Das bestätigten Zeugen. Damit sah die Kammer den Tatbestand der groben Unsportlichkeit als erfüllt an. Da der Beschuldigte ohne Angabe von Gründen der Verhandlung fern geblieben war, verhängte die Kammer eine Geldstrafe in Höhe von 200 Euro. Da er im Oktober bereits nach einem Platzverweis gesperrt war, sah die Kammer in dem Teuto-Spieler einen Wiederholungstäter und sprach eine Sperre bis zum 26. Juni aus.

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