Fußball | Bezirksliga 11: Gerard Monnikhof und Vorwärts Epe haben sich getrennt
Mit einem Schlag im Abseits

Gronau-Epe -

Beim Bezirksligisten Vorwärts Epe rumort es. Gerard Monnikhof und der Klub vom Wolbertshof gehen mit sofortiger Wirkung getrennte Wege. Schon in Marl lief der Niederländer nicht mehr auf.

Freitag, 22.04.2016, 07:04 Uhr

Gerard Monnikhof (M.) zählt nicht mehr zum Kader von Vorwärts Epe und nahm seine Zusage für nächste Saison zurück.
Gerard Monnikhof (M.) zählt nicht mehr zum Kader von Vorwärts Epe und nahm seine Zusage für nächste Saison zurück. Foto: Verein

Sein Job ist es, Tore zu erzielen. Dem ist Gerard Monnikhof in seinem mittlerweile fünften Jahr beim Fußball-Bezirksligisten Vorwärts Epe bislang tadellos nachgegangen. Über nichts ärgerte sich der Niederländer mehr als über vergebene Chancen oder Abseitspfiffe der Schiedsrichter. Doch mit einer einzigen Aktion hat sich der 30-Jährige nun selbst in ein ganz anderes Abseits manövriert. Monnikhof und der Klub vom Wolbertshof gehen bereits getrennte Wege.

Was war geschehen? Das Abschlusstraining für die Partie beim FC Marl konnte Coach Jochen Wessels aus beruflichen Gründen nicht leiten. Das übernahm Monnikhof zusammen mit Co-Trainer Dirk Werenbeck. Kein ungewöhnlicher Vorgang, denn schon in der Vergangenheit kam es zu dieser Lösung. Wann immer Wessels verhindert war, setzten sie auf die Erfahrung des Niederländers bei den Übungseinheiten. So auch am vergangenen Freitag.

Im Laufe des Trainings kam es zu einem verbalen Schlagabtausch mit Markus Kacmaz . „So wurde es mir von mehreren Seiten einstimmig berichtet“, bestätigt Wessels den Disput, der sich anschließend nach Aussage des Trainers wiederholt habe und in einen Faustschlag Monnikhofs Richtung Kacmaz gegipfelt sei.

Was hingegen der Auslöser dieses Ausrasters gewesen ist, kann auch Wessels nicht beantworten. Die Versionen der beiden Protagonisten, wer denn nun wen provoziert habe, würden sich ebenfalls widersprechen. So blieb der Faustschlag im Raum stehen. Als erste Konsequenz stand Gerard Monnikhof beim Spiel in Marl nicht im Kader. „Ich habe selbst erst von den Vorfällen am Samstag gehört und seitdem einige, nein, sehr viele Gespräche geführt“, erklärt Wessels.

In der Zwischenzeit habe auch Monnikhof Konsequenzen gezogen und von seiner Zusage für die kommende Saison 2016/17 Abstand genommen. „In der Summe aller Dinge hat sich der Verein entschieden, die Zusammenarbeit mit Gerard Monnikhof direkt zu beenden, nicht erst im Sommer. Dafür fehlt jetzt die Basis. Auch innerhalb der Mannschaft“, so Wessels weiter.

Ungeachtet des Vorfalls und seiner Hintergründe betont Wessels im Gespräch mit den WN allerdings ebenso: „Gerade für Gerard tut mir das persönlich sehr leid. Er hat hier fast fünf Jahre gespielt und immer alles für den Verein gegeben. Das rechtfertigt natürlich solch eine Aktion in keiner Weise. Umso trauriger, dass es jetzt so kommen und enden musste.“

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