Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
VfL Ladbergen will die ISV ärgern

Tecklenburger Land -

Wegweisende Partien im Abstiegskampf der Kreisliga A gehen an diesem Sonntag über die Bühne. Sollte Arminia Ibbenbüren II bei Westfalia Hopsten verlieren, dürfte der Abstieg wohl besiegelt sein. Dagegen wollen Westfalia Westerkappeln und BSV Brochterbeck einen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Freitag, 22.04.2016, 00:04 Uhr

Der VfL Ladbergen (blaue Trikots) geht als klarer Außenseiter in die Begegnung mit dem designierten Meister ISV.
Der VfL Ladbergen (blaue Trikots) geht als klarer Außenseiter in die Begegnung mit dem designierten Meister ISV. Foto: Jörg Wahlbrink

Wegweisende Partien im Abstiegskampf der Kreisliga A gehen an diesem Sonntag über die Bühne. Anstoß auf allen Schauplätzen ist um 15 Uhr. Sollte die Reserve von Arminia Ibbenbüren im Kellerduell bei Westfalia Hopsten verlieren, dürfte der Abstieg so gut wie besiegelt sein. Dagegen wollen Westfalia Westerkappeln gegen SW Esch und BSV Brochterbeck gegen SC Halen einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Dagegen hat es VfL Ladbergen gegen den „So-Gut-Wie-Meister“ Ibbenbürener SV richtig schwer. TuS Tecklenburg will nach dem Unentschieden unter der Woche gegen Westerkappeln am Sonntag gegen SC Hörstel wieder dreifach punkten.

SW Esch –

W. Westerkappeln

Woche für Woche ist Schwarz-Weiß Esch in dieser Phase der Saison im Einsatz, die englischen Wochen haben ihre Spuren hinterlassen bei der Bartkowski-Elf. Mit einem Sieg gegen die Westfalia kann sie sich aller Abstiegssorgen entledigen. Dafür wollen die Gastgeber an die erste Hälfte des Saerbeck-Spiels unter der Woche anknüpfen, als sie früh in Führung gingen und durchaus hätten nachlegen können. In Durchgang Zwei hingegen habe sich der Kräfteverschleiß bemerkbar gemacht, „spätestens das 2:4 war dann unser Genickbruch“, meinte Eschs Co-Trainer Paul-Simon Eckeler. Hier gilt es für die Westfalia anzusetzen. Die Mannschaft von Trainer Andreas Kröner muss das Tempo hochhalten und den Gegner mürbe machen. Gegen Tecklenburg am Donnerstag hat das über weite Strecken gut geklappt. Bei SW Esch ist der Einsatz von Christopher Thiemann und Matthias Michel fraglich, Jannes Rötker muss auf jeden Fall passen. Auch den Gästen fehlen wichtige Akteure, allen voran der zuletzt so erfolgreiche Angreifer Dominik Pieper. Ausreden lässt Westfalia-Coach Andreas Kröner aber nicht gelten, „wir müssen die fehlenden Jungs ersetzen und wollen schnellstmöglich Siege einfahren.“ Nach dem späten 2:2-Gegentreffer in Tecklenburg „waren die Jungs geknickt“ gibt Kröner zu, den Punkten hinterher trauern will er aber nichts. „Das bringt gar nichts, es muss weitergehen, und zwar mit voller Einsatzbereitschaft.“ Mit aktuell 20 Zählern belegt Westfalia den vorletzten Rang, der sicher den Weg in die Kreisliga B bedeuten würde. „Es wird mega spannend, sicher bis zum letzten Spieltag“, erwartet Kröner dramatische letzte Saisonwochen, in denen jeder Zähler entscheidend sein kann.

VfL Ladbergen –

Ibbenbürener SV

Im Hinspiel musste ISV-Trainer Florian Lürwer in der Kabine richtig laut werden, 45 Minuten lang hatte der Gast den VfL auf die leichte Schulter genommen. „Das darf uns nicht wieder passieren, dann kann uns auch Ladbergen ärgern“, fordert Lürwer wieder volles Engagement und volle Konzentration. Verzichten müssen die Ibbenbürener allerdings auf einige Stammkräfte, Simon Kock, Janis Schneider, Philipp Bosse und Patrick Bahr fehlen, dafür dürfte Sebastian Wellmeyer zurückkehren. „Das wird ein heißer Fight“, rechnet der ISV-Coach mit erbitterter Gegenwehr der abstiegsbedrohten Ladberger. Die Mannschaft von Peter Melchers, der ebenfalls gleich mehrere Akteure ersetzen muss, ist durch die Ergebnisse in den Nachholspielen am Donnerstag tiefer denn je in den Abstiegsstrudel geraten. Punkte gegen das Spitzenteam iSV sind eigentlich nicht geplant, angesichts der prekären Situation sollte der VfL alles versuchen, um doch nicht leer auszugehen.

BSV Brochterbeck –

SC Halen

„Wir müssen in jedem der folgenden Spiele 100 Prozent abliefern und hoffen, dass der Gegner nicht den besten Tag hat“, sieht BSV-Trainer Hubertus Ahmann seine Elf weiterhin als Underdog. Nach dem 3:0-Erfolg in Laggenbeck gehen die Gastgeber gestärkt ins Duell mit dem SC Halen: „Die Jungs sind heiß, für den Kopf war der Sieg zuletzt extrem wichtig“, sagt Ahmann. Die Gäste sieht der BSV-Coach individuell stärker besetzt, „wir dürfen Halen keine Räume bieten und müssen die Löcher stopfen“ (Ahmann). Prädestiniert dafür wäre Mittelfeldmotor Jan-Philipp Koliska, dessen Einsatz sich erst kurzfristig entscheidet.

TuS Tecklenburg –

SC Hörstel

Nach einigen Erfolgserlebnissen in den vergangenen Wochen hat Hörstels Trainer Bruno Kitroschat Rang Fünf ins Visier genommen. „Das ist möglich, das muss jetzt unser Ziel sein“, will Kitroschat die Saison keineswegs einfach so ausklingen lassen. Beim Aufsteiger in Tecklenburg erwartet der Gästetrainer einen echten „Hexenkessel“, zudem hat er Respekt vor den Standards der Hausherren. „Da müssen wir extrem aufpassen“, denkt Kitroschat vor allem an die Kopfballstärke von Jost Knippenberg.

Westf. Hopsten –

Arm. Ibbenbüren 2

Es ist der nächste Abstiegskrimi der Fußball-Kreisliga A, in dem es für beide Mannschaften fast schon um alles geht. Verlieren verboten lautet das Motto sowohl für Westfalia Hopsten als auch die Reserve der DJK Arminia Ibbenbüren. Am Sonntagnachmittag um 15 Uhr empfängt die Meyer-Elf in der heimischen WestfaliArena das Schlusslicht aus Ibbenbüren. Deren 1:5-Pleite gegen Arminias Erste unter der Woche hat bei Hopstens Trainer Christoph Meyer für Verwunderung gesorgt: „Hut ab vor Arminia, damit hätte ich niemals gerechnet, da sieht man als Verein nur schlecht aus.“ Unterschätzen wird er den morgigen Gegner trotz der klaren Pleite nicht. „Für mich ein sehr unbequemer Gegner, der sehr gallig verteidigt und immer auf ein 0:0 aus ist.“ Um die Bedeutung des Kellerduells weiß Meyer genau: „Die Drucksituation ist brutal, für uns ein absolutes Pflichtding, wir werden alles daran setzen die drei Punkte hier zu behalten.“ Vor allem für den Kopf sei die derzeitige Lage „sehr sehr anstregend“, nach dem 3:2-Erfolg in Dörenthe am Mittwoch war Christoph Meyer „fix und fertig“. Auch wenn fußballerisch wenig zusammenlief, habe seine Elf „aufopferungsvoll gekämpft“ und sich den Dreier somit verdient. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Mitwirken von Alexander Pruhs und Bastian Stapper, ansonsten kann der Westfalia-Coach aus dem Vollen schöpfen. Die Gäste aus Ibbenbüren setzen erneut auf Unterstützung aus der Ersten, Henrik Sandherm, Lennart Peters, Stefan Drieschner, Benny Basler und Steffen Fabian werden dabei sein, dazu falls rechtzeitig fit Keeper Daniel Brügge. „Dabei wird es auch bleiben, wenn wir es so nicht schaffen haben wir den Klassenerhalt auch nicht verdient“, hält DJK-Trainer Georg Rohlmann nichts von einem kompletten Teamtausch. Mit nur 16 Zählern haben die Arminen aktuell die schlechtesten Karten im Abstiegskampf, „wir stehen unter Druck, keine Frage“ (Rohlmann). Entscheiden für Arminias Trainer wird vor allem sein ob es seiner Elf gelingt auch offensiv dagegenzuhalten, „wir müssen einfach zu häufig verteidigen“, will Rohlmann das Spielgeschehen weg vom eigenen Tor verlagern. Den morgigen Gegner sieht der DJK-Coach im Aufwind, „Hopsten wird sicherlich mit sehr viel Selbstvertrauen antreten, darauf werden wir uns einstellen“.

SV Halverde –

Eintracht Mettingen

Punktgleich befinden sich beide Mannschaften als Achter und Neunter im absoluten Niemandsland der Tabelle, 33 Punkte werden aller Voraussicht nach zum Klassenerhalt reichen. Dennoch hat Halverdes Mannschaftsverantwortlicher Franz-Josef Garmann einen großen Wunsch, „wir wollen mal wieder schönen Fußball spielen, gerade für unsere Zuschauer.“ Die vergangenen Heimauftritte seien alles andere als ruhmreich gewesen, „wir waren lange nicht mehr erfolgreich daheim“ (Garmann). Letztmals gesperrt ist gegen die Eintracht Jan Heitkönig, der Einsatz von Nico Stegemann steht auf der Kippe.

SC Dörenthe –

Ch. Laggenbeck

Beide Teams sind in der Tabelle Nachbarn, legten zu Beginn des Jahres eine tolle Siegesserie hin und schwächelten zuletzt gewaltig. „Eine schlechte Phase darf jede Mannschaft haben, aber jetzt muss damit Schluss sein“, nerven DSC-Trainer die drei Niederlagen in Serie nach zuvor zwölf Partien ohne Pleite am Stück. Wie es geht weiß Scholz auch, „wir müssen einfach in allen Belangen wieder zehn bis 20 Prozent zulegen, sind nicht mehr so fokussiert auf unser Spiel.“ Für ihn wäre es „sehr traurig, wenn wir uns jetzt die Saison kaputtmachen würden.“ Wiedergutmachung ist also angesagt gegen einen Kontrahenten, denn Dörenthes Trainer als „absolut ebenbürtig“ einschätzt. Während Stefan Sackarndt am Sonntag in den Kader zurückkehrt, droht der Ausfall von Kenan Zeqiri, Stefan Berkemeier und Matthias Berg. Bei den Cheruskern muss Trainer Heiko Becker ohne Sascha Klumpe und Fabian Rahe auskommen, „unsere Bank lichtet sich wieder“, nimmt der Trainer die erneuten Ausfälle fast schon mit Galgenhumor. Auch für Becker geht es „aktuell in die komplett falsche Richtung“, Höhepunkt sei der „katastrophale Auftritt“ gegen Brochterbeck (0:3) vor Wochenfrist gewesen. Woran es derzeit hapert weiß der SVC-Coach nicht, „es ist unerklärlich und sehr ernüchternd, da müssen die Jungs sich jetzt selber rausziehen.“ Becker selber war Augenzeuge der überraschenden Dörenther 2:3-Pleite unter der Woche gegen Hopsten und nahm einige Erkenntnisse mit: „Offensiv haben sie eine Menge Qualität, Kenan Zeqiri ist immer gefährlich, Steffen Klaas kommt viel Tempo.“ Becker wünscht sich vor allem das die nötige Lockerheit und Gelassenheit zurückkehrt, „leider funktioniert das im Moment irgendwie nicht“.

Arminia Ibbenbüren –

Falke Saerbeck

Vier Punkte fehlen den Arminen zum morgigen Gegner, der zudem ein Spiel weniger absolviert hat. „Wenn wir verlieren ist Saerbeck sicher Zweiter, auch wenn wir gewinnen wird es schwer“, will DJK-Coach Sebastian Ullrich die Chance auf die Vizemeisterschaft jedoch zumindest wahrnehmen. Das Derby unter der Woche gegen die eigene Reserve war für Ullrich eher „kontraproduktiv“, zumal der 5:1-Erfolg mit wenig Aufwand eingefahren wurde. „Jetzt den Hebel umzulege und wieder 20 Prozent mehr zu geben wird extrem schwierig“, sagt Ullrich.

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