Fußball-Bezirksliga 8
VfL Senden vor dem dritten Aufstieg seit 2007

Senden -

Wenn es normal läuft, macht der VfL Senden im Gastspiel beim TSC Eintracht Dortmund die Meisterschaft klar. Es wäre der dritte Aufstieg seit 2007 – und Kamilos Jeyenthira immer dabei. Der 28-Jährige plaudert über die Teams von 2007, von 2013 und von heute.

Samstag, 23.04.2016, 12:04 Uhr

So feierte Kamilos Jeyenthira (vorne, 4.v.l.) mit dem VfL Senden im Juni 2013 in Alstedde die Kreisliga-Meisterschaft.
So feierte Kamilos Jeyenthira (vorne, 4.v.l.) mit dem VfL Senden im Juni 2013 in Alstedde die Kreisliga-Meisterschaft. Foto: WN

Gewinnt der VfL Senden am Sonntag (Anstoß um 15 Uhr) beim TSC Eintracht Dortmund , ist der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga 8 schon Meister – und das bereits in seinem fünftletzten Spiel dieser Saison. Der VfL steigt dann zum ersten Mal in die Landesliga auf, es wäre der dritte Meistertitel in den vergangenen neun Jahren. Der spielende Co-Trainer Kamilos Jeyenthira war schon in den Meisterjahren 2007 und 2013 in der Kreisliga Lüdinghausen dabei. Der 28-Jährige erzählt von drei ganz unterschiedlichen Mannschaften.

Die Saison 2006/07 unter Trainer Wolfgang Leifken „war ein spannendes Jahr“, sagt Jeyenthira. „Wir hatten eine gemischte Truppe mit etwas älteren und jüngeren Spielern.“ Da habe es noch andere Hierarchien gegeben, erinnert sich der Offensivspieler. „Die älteren Spieler hatten klare Vorstellungen, was die jüngeren Spieler durften und was nicht. Aber sie haben uns auch gut geführt.“

Rainer Leifken (r.) und Kamilos Jeyenthira

Rainer Leifken (r.) und Kamilos Jeyenthira Foto: rau

Unvergessen ist das Saisonfinale. Das ruft bei Je­yenthira heute noch Begeisterung hervor. Die Sendener zitterten sich am letzten Spieltag am 3. Juni 2007 mit einem 0:0 beim SV Stockum zur Meisterschaft, weil die Verfolger FC Nordkirchen und TuS Ascheberg im direkten Duell auch nur 0:0 spielten. „Das war ein geiles Erlebnis“, strahlt Jeyenthira. „Wir hatten in Stockum viele Chancen, der Nervenkitzel war hoch. Dann das Ergebnis von Ascheberg zu hören, war toll.“

Weniger dramatisch war der Titelkampf in der Saison 2012/13. Da machte der VfL unter Trainer Claus Fischer den Titel am vorletzten Spieltag am 2. Juni 2013 in Alstedde mit einem 9:0-Sieg perfekt. Die Tore erzielten Marius Broek (3), Patrik Froning (2), Steffen Tillmann , Kamilos Jeyenthira, Michael Reher und Torwart Marcel Heitkötter per Elfmeter. „Das spielerische Potenzial war größer als 2007, auch deshalb sind wir so souverän aufgestiegen“, erklärt Jeyen­thira. „Wir hatten eine relativ junge Truppe, die Spaß am Fußball hatte. Der Teamgeist war super – der Zusammenhalt hat uns den nötigen Schub gegeben.“

Auch in dieser Saison hat der VfL eine recht junge Mannschaft, verstärkt aber mit einigen erfahrenen Spielern. „Der Zusammenhalt ist auch klasse, die Jungs gehen auch öfters zusammen los“, berichtet Jeyenthira. Als spielender Co-Trainer hat sich der 28-Jährige, der in seiner Karriere schon zwei Kreuzbandrisse erlitten hat, „etwas zurückgezogen“. Je­yenthira: „Ich will von unserem Trainer Rainer Leifken viel lernen. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr, sehr gut.“ Der Chefcoach und sein Co machen in der nächsten Saison weiter.

Spannend ist es fünf Wochen vor Saisonende aber nicht mehr. Es wäre schon eine dicke Überraschung, wenn die Sendener den Titel nicht schon an diesem Sonntag in Dortmund feiern dürfen. „Wir wollen aus eigener Kraft die Meisterschaft fix machen“, sagt Kamilos Je­yenthira. „Dann kann es ja auch eine richtig schöne Busfahrt aus Dortmund bis nach Hause werden.“

Der VfL am 3. Juni 2007 in Stockum: Nuyken – Tretow, Reimer, Ludwig, Müller, Tillmann, Toporowski (Pauer), Lemmer, Schulte (Il. Atalan), Jeyenthira, Besselmann (Vernauer).

Der VfL am 2. Juni 2013 in Alstedde: Heitkötter – Nagel (F. Schulte), P. Reckmann, T. Hase, Reimer, Tillmann (Lemmer), Wietel, Jeyenthira, Berning, Froning (Reher), Broek.

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