Fußball » Bezirksliga 11 | Vorwärts Epe - SuS Olfen
Trainersuche geht in die Verlängerung

Gronau-Epe -

Einmal schielte sogar kurz das Abstiegsgespenst um die Ecke. Doch mittlerweile könnten sie am Wolbertshof die Saison eigentlich entspannt austrudeln lassen. Eigentlich – denn hinter den Kulissen herrscht hektische Betriebsamkeit. Und zwar im negativen Sinne. Die Causa Gerard Monnikhof lässt Vorwärts Epe noch nicht los. Fünf Spieltage vor Schluss steht Vorwärts Epe auf einmal ohne Übungsleiter da.

Freitag, 29.04.2016, 18:04 Uhr

Ein Korb vom Übungsleiter: Jens Roßmöller (links) sollte eigentlich im Sommer Bezirksligist Vorwärts Epe als Trainer in die neue Spielzeit führen. Doch auf die Zusage folgte jetzt der Rückzug. Am Wolbertshof ist man darüber selbstverständlich weniger begeistert.
Ein Korb vom Übungsleiter: Jens Roßmöller (links) sollte eigentlich im Sommer Bezirksligist Vorwärts Epe als Trainer in die neue Spielzeit führen. Doch auf die Zusage folgte jetzt der Rückzug. Am Wolbertshof ist man darüber selbstverständlich weniger begeistert. Foto: Bernhard Mathmann

Denn Jens Roßmöller nahm Abstand von seiner Zusage, die er dem Bezirksligisten noch Ende Dezember vergangenen Jahres als Nachfolger von Jochen Wessels gegeben hatte.

Die Begründung des 29-Jährigen in Richtung Epe fiel kurz und knapp aus: Er empfinde den Kader nicht mehr als stark genug. Damit meint Roßmöller den plötzlichen Abschied von Gerard Monnikhof, der sich nach einem Faustschlag im Training selbst ins Abseits manövriert hatte. Das Tischtuch war mit dieser Situation zerschnitten. Damit meint der früher Oberliga-Akteur von SuS Stadtlohn aber auch Nail Kaplan, der im kommenden Spieljahr auf eigenen Wunsch eine Babypause einlegen möchte.

Von Roßmöller überrumpelt

Klingt auf den ersten Blick plausibel. Völlig überrumpelt fühlte sich aber dennoch Vorwärts-Geschäftsführer Andre Bügener von Roßmöllers Rückzieher. Und das hat ebenfalls gute Gründe: „Als wir unsere Gespräche geführt haben, waren genau diese beiden Personalien vakant. Auch Gerard hatte uns damals noch nicht seine Zusage gegeben. Insofern verwundert mich diese Entscheidung schon sehr. Wir im Vorstand sind alle ziemlich überrascht und können das nicht wirklich nachvollziehen“, so Bügener im Gespräch mit den WN.

Kandidaten hat Vorwärts auf dem Zettel

„Wir müssen jetzt das Beste daraus machen“, sagt der Geschäftsführer und weiß: Den Grün-Weißen wird auch gar nichts anderes übrig bleiben, als sich erneut auf die Suche zu machen. Es gebe Kandidaten. „Namen nennen wir, wenn es konkret etwas zu vermelden gibt“, wartet auf Bügener und seine Vorstandskollegen nun noch eine unfreiwillige Nachspielzeit in Sachen Saisonplanung 2016/17. Das gilt nicht nur für die Trainersuche . Auch in Sachen Kader haben die Vorwärtsler noch Handlungsbedarf.

Neuzugänge? „Noch zwei Eisen im Feuer“

Kaplan und Monnikhof stehen als Abgänge also fest. Ob Adnan Behlulovic bleibt, steht noch in den Sternen. In der eigenen A-Jugend wird intensiv nach Talenten gesichtet. „Darüber hinaus haben wir als Neuzugänge noch zwei Eisen im Feuer“, verrät Andre Bügener. „Eines davon könnte ganz heiß sein. Doch eines steht fest: Ein Spieler mit der Qualität eines Jens Roßmöller wird uns ganz sicher fehlen!“

Vor dem Anpfiff

„Da kommt ein spielstarker Aufsteiger zu uns“, kann Jochen Wessels seine Mannschaft nur warnen, ehe heute um 16 Uhr am Wolbertshof der Anpfiff ertönt. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt für Epe sieben Punkte, für die Gäste sind es sechs. „Beide Teams brauchen also die Zähler“, sagt Wessels, der einige Akteure ersetzen muss. Allen voran Koray Arslan, der wegen seiner Gelb-Roten Karte pausieren muss. Juan David Carrasquilla Albarracin feierte gegen Dülmen zuletzt einen gelungenen Einstand und hofft auf die Startelf.

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