3. Liga: Enochs-Elf gerät zwei Mal in Rückstand
2:2 – VfL Osnabrück punktet in Mainz

Osnabrück -

Der VfL Osnabrück kehrte am Mittwochabend mit einem 2:2 (0:1)-Unentschieden von seinem Besuch bei den „Mainzelmännchen“ zurück. Auf Grund der Vorstellung in der zweiten Halbzeit beim FSV Mainz 05 II war der Punkt mehr als verdient.

Mittwoch, 10.08.2016, 21:09 Uhr

VfL:Keeper Marius Gersbeck (links) verschuldete nach zwölf Minuten einen Foulelfmeter, den die Mainzer zur 1:0-Führung nutzten
VfL:Keeper Marius Gersbeck (links) verschuldete nach zwölf Minuten einen Foulelfmeter, den die Mainzer zur 1:0-Führung nutzten Foto: Mareike Stratmann

Bei besserer Chancenauswertung wäre auch ein Sieg für die Elf von Trainer Joe Enochs drin gewesen. Die Mainzer, die vor knapp 1200 Zuschauern früh durch einen Strafstoß in Führung gegangen waren, spielten in der ersten Hälfte den gefälligeren Ball.

Auch im Mainzer Bruchwegstadion vertraute der VfL-Coach seiner Startelf aus den Spielen gegen Münster und Duisburg. Die Mainzer, die unter anderem auf den gesperrten Rossmann verzichten mussten, hatten sich vorgenommen, den Gästen den Spaß am Fußball zu nehmen. Das gelang nur bedingt. „Wir wollen in Sachen Zweikampfhärte und Konsequenz zulegen“, hatte 05-Trainer Sandro Schwarz vor dem Spiel angekündigt. Jedenfalls legten seine Männer los wie die Feuerwehr.

Schon nach drei Minuten hatte Steinmann das 1:0 auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. In Minute zehn tankte sich Seydel durch, der herausstürmende VfL-Keeper Gersbeck konnte gerade noch klären. Zwei Minuten später fast die gleiche Situation. Nur diesmal holte Gersbeck den Mainzer unsanft von den Beinen. Schiri Alexander Sather zeigte sofort auf den Punkt. Die Chance ließ sich Klement nicht entgehen. Souverän verwandelte der Mainzer zur 1:0-Führung. Nach der frühen Führung spielten die Hausherren den Ball clever in ihren eigenen Reihen. Den Lila-Weißen mangelte es meist an der Kreativität. Noch einer der auffälligsten beim VfL war in dieser Phase Offensivmann Wriedt. Die klareren Chancen hatten bis dahin die Mainzer, die damit eine knappe, aber nicht unverdiente Führung mit in die Kabinen nahmen.

Mit frischen Elan und einem Wechsel – Arslan ersetzte Wriedt – kamen die Niedersachsen aus der Kabine und wurden schon nach sieben Minuten belohnt. Nach einer schönen Hereingabe von Savran setzte Bastian Schulz zum Volleyschuss an und ließ FSV-Keeper Watkowiak beim 1:1-Ausgleich keine Chance. Die Enochs-Elf setzte sofort nach und drängte in der Folgezeit vehement auf den Führungstreffer. Doch mitten in die lila-weiße Drangperiode konterten die Mainzer über Pflücke (67.). Dessen Zuspiel erreichte den starken Seydel, der netzte zur erneuten Führung ein.

Die Osnabrücker stemmten sich gegen die drohende erste Niederlage. In der 71. Minute musste Watkowiak sein ganzes Können aufbieten, um den Schuss von Schulz, abgefeuert aus zwölf Metern, zu parieren. Der eingewechselte Sangaré erlöste die rund 200 mitgereisten VfL-Fans. Aus der Drehung heraus haute dieser das Leder zum 2:2 (78.) in die Maschen. Der VfL setzte nach, wollte unbedingt den Siegtreffer. Alles Anrennen blieb jedoch erfolglos.

FSV Mainz 05 II: Watkowiak - Costly, Häusl, Ihrig, Neubauer - Steinmann, Bohl, Klement (90. Mörschel), Pflücke (83. Parker), Bouziane (88. Lohkemper), - Seydel.

VfL Osnabrück : Gersbeck - El-Bouazzati, Pisot, Syhre, Dercho - Heider, Schulz, Groß, Reimerink (74. Sangaré) - Wriedt (46. Arslan), Savran (87. Kristo).

Tore: 1:0 Klement (12. FE), 1:1 Schulz (52.), 2:1 Seydel (67.), 2:2 Sangaré (78.) – Gelbe Karten: Steinmann, Neubauer / Gersbeck, Groß, El-Bouazzati – Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma) - Zuschauer: 1198.

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