Fußball | Frauen-Landesliga 3: Fortuna Gronau
Ralf Spanier schließt Ausreden von Beginn an aus

Gronau -

Die Voraussetzungen sind dieses Mal ganz andere. 2015/16 nahm Landesligist Fortuna Gronau als Vierter der Vorsaison die Spielzeit in Angriff. Hoch waren die Erwartungen. Der Liga-Alltag sah anders aus: Abstiegskampf. Nach hartem Ringen stand am Ende der Klassenerhalt.

Freitag, 26.08.2016, 02:08 Uhr

2016/17 gehen die Blau-Schwarzen deswegen mit etwas gedämpfter Prognose an. „Das Happy End im Abstiegskampf haben wir uns verdient“, sagt Fortuna-Coach Ralf Spanier . „Weil wir es unbedingt wollten – und auch konnten. Nur mit der Vorbereitung bin ich gar nicht zufrieden.“

Spanier hat eine lange Liste, auf der die Spielerinnen notiert sind. Der Haken daran: Nicht eine Übungseinheit wurde mit komplettem Kader absolviert. Die Folge: „Wir nehmen jetzt einige Schwerpunkte mit in die Saison.“ Und da kommt zunächst erschwerend hinzu, dass Spaniers etatmäßige Abwehrchefin Julia Tönjann verletzungsbedingt zwei Monate pausieren muss. Ronja Bajorath und Caroline Rottstegge stehen aus beruflichen Gründen ebenfalls nur zeitweise zur Verfügung. Die immer noch verletzte Kira Ostendorf wird auch aufgrund eines Auslandsaufenthaltes erst zur Rückserie wieder dabei sein.

Es gibt auch erfreuliche Nachrichten: Mit Jacqueline Eckelmann, Evelyn Finkemeier und Kathrin Frieler befinden sich drei Langzeitverletzte wieder im Training, die zu den absoluten Leistungsträgerinnen bei Fortuna Gronau zählen. Dazu kommen mit Charlyn Lösing eine talentierte Spielerin aus der eigenen U 17 und mit Marilena Sprenger eine Akteurin aus der eigenen Reserve. „Beiden traue ich den Sprung in die Landesliga ohne weiteres zu“, so Spanier.

Und dann gibt es noch eine Personalie, die Mut macht: Die bisherige Spielführerin Pia Busen greift nach ihrer Babypause wieder an. „Ich bin sehr gespannt“, freut sich auch der Übungsleiter auf die Rückkehr. Busen ist qualitativ zuzutrauen, dass sie die Lücke, die zunächst Tönjann hinterlässt, ohne weiteres ausfüllen kann. Deswegen sind auch keine weiteren Neuzugänge geplant. Ralf Spanier: „In der Winterpause allerdings werde ich schauen, ob nicht doch die eine oder andere neue Spielerin den Weg an die Laubstiege findet.“

Mit dem Fokus auf den Klassenerhalt wurden die Saisonziele 2016/17 bewusst niedrig gesteckt. „Den zu erreichen, klappt nur im Kollektiv. Unsere Stärken sind bekannt, an den Schwächen werden wir arbeiten – und müssen immer realistisch bleiben.“ Spaniers oberstes Gebot lautet: „Wenn es nicht laufen sollte, suchen wir Lösungen – und keine Ausreden.“

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