Fußball: Regionalliga West
RWA-Coach Onisemiuc bekommt Zeit

Ahlen -

Die fünfte Niederlage in Folge war für RW Ahlen besonders ärgerlich: Weil sie gegen den Tabellenletzten Fortuna Düsseldorf 2 erfolgte. Nun ist der Club mitten im Abstiegskampf. Doch ausgerechnet jetzt gibt jemand ein ganz wichtiges Versprechen ab.

Sonntag, 04.09.2016, 19:08 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.09.2016, 18:20 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 04.09.2016, 19:08 Uhr
Keine Treffsicherheit hatten Gianluca Marzullo und seine Teamkameraden von Rot-Weiß Ahlen in der Partie gegen Fortuna Düsseldorf 2. Es war bereits die fünfte Niederlage in Folge für RWA.
Keine Treffsicherheit hatten Gianluca Marzullo und seine Teamkameraden von Rot-Weiß Ahlen in der Partie gegen Fortuna Düsseldorf 2. Es war bereits die fünfte Niederlage in Folge für RWA. Foto: Michael Bieckmann

Mircea Onisemiuc hatte ja gewarnt: So einfach, wie es die Tabellensituation angesichts von nur einem Punkt vermuten ließ, würde es bei der Fortuna-Zweiten aus Düsseldorf nicht werden. Es wäre dem Trainer von Rot-Weiß Ahlen aber sicher sehr recht gewesen, wenn er sich geirrt hätte. Stattdessen die erneute Ernüchterung: Mit einer 0:1-Niederlage gegen das bis dahin an letzter Position rangierende Team von Taskin Aksoy kehrten die Ahlener aus dem Rheinland zurück und sind nun selbst endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Für die Fortuna war es im fünften Spiel der erste Sieg, für die Ahlener dagegen im siebten Spiel die fünfte Niederlage hintereinander. Das Tor des Tages hatte vor nur 320 Zuschauern Christian Weber (33.) geschossen. „Nach einem individuellen Fehler“, wie Mircea Onisemiuc mit Bedauern zur Kenntnis nahm. Denn bis dahin hatte er seine Elf als die dominierende wahrgenommen.

Mehr Ballbesitz, mehr Chancen, aber kein Tor

„Mehr Ballbesitz. Wir gewinnen die Zweikämpfe. Und man merkt, dass wir gewinnen wollen. Chancen haben wir auch. Nicht viele, aber mehr als Düsseldorf“, lautete Onisemiucs durchaus zufriedenes Fazit bis zum Gegentor. Das hatte Weber aus 20 Metern nach Vorlage von Taylan Dyman erzielt. „Danach verlieren wir bis zur Pause den Faden“, so Onisemiuc.

Doch in Hälfte zwei wieder das gleiche Bild wie über weite Strecken der ersten Hälfte: Zwar war es insgesamt ein „schwaches Regionalliga-Spiel“, wie Ahlens Trainer fand. Aber keines, das seine Mannschaft verlieren musste. Nur traf die nun mal nicht das Tor. „Eines dieser Spiele, wo der Ball einfach nicht rein will“, urteilte Onisemiuc. Weil der zudem nur Defensivspieler auf der Bank sitzen hatte, blieb es bei einem Wechsel. Zur Pause hatte Emre Yesilova den Platz von René Klingenburg übernommen.

Ahlens Keeper Jonathan Mellwig bewahrte seine Mannschaft im zweiten Abschnitt sogar vor dem 0:2, als er einen Schuss von Kemal Rüzgar parierte. Die Rot-Weißen ihrerseits hatten noch Chancen durch Emre Yesilova (83.) und Christopher Heermann. Doch die „klügere Mannschaft“ (Onisemiuc) gewann.

Angesichts von nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz und der Tatsache, dass die U23 des 1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf 2 und die TSG Sprockhövel noch ein bis drei Nachholspiele in der Hinterhand haben, sind die Ahlener nun endgültig im Abstiegskampf angekommen. Onisemiuc ist darüber nicht glücklich, aber es ficht ihn auch in seinem Optimismus nicht an.

Onisemiuc will in Ruhe weiterarbeiten und bekommt das Vertrauen

„Für uns geht es nur darum, am Ende vor vier Mannschaften zu stehen. Wenn man schaut, wie wir angefangen haben – mit dem kleinen Etat und Kader –, wäre das schon eine Sensation“, sagt er. „Man sieht, wie eng die Kiste in der Regionalliga ist. Was wir jetzt brauchen, ist die Ruhe und Zeit, um weiter zu arbeiten. Dann bin ich weiter überzeugt, dass wir noch eine gute Rolle in der Regionalliga spielen werden.“

Dem Trainer diese Zeit zu geben, ist der Sportliche Leiter Joachim Krug offenbar gewillt. Reviersport zitiert ihn folgendermaßen: „Wir würden mit Mircea auch in die Oberliga gehen. Wir haben schon Marco Antwerpen eine Jobgarantie gegeben, der dann aus anderen Gründen als sportlichen Dingen entlassen wurde, und das machen wir auch bei Mircea. Er ist der Mann unseres Vertrauens.“

Auch Onisemiuc selbst ist keinesfalls bereit, frühzeitig das Handtuch zu werfen. „Ich denke, früher oder später wird unsere Arbeit belohnt. Ich bin hier bei Rot-Weiß Ahlen und denke an nichts anderes, als wie wir den nächsten Sieg holen können.“

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