Fußball: Kreisliga A Tecklenburg
VfL Ladbergen lässt Spitzenreiter Westfalia Hopsten straucheln

Tecklenburger Land -

Das war ein Tag in der Kreisliga A so richtig nach dem Geschmack der heimischen Fans. VfL Ladbergen behielt mit 3:0 gegen Tabellenführer Westfalia Hopsten die Oberhand, BSV Brochterbeck setzte SW Esch mit 6:1 matt, und TuS Tecklenburg blieb mit 4:1 in Laggenbeck siegreich.

Sonntag, 18.09.2016, 00:09 Uhr

Simon Richter (am Ball) feierte mit dem VfL Ladbergen am Samstag einen klaren 3:0-Erfolg gegen Westfalia Hopsten.
Simon Richter (am Ball) feierte mit dem VfL Ladbergen am Samstag einen klaren 3:0-Erfolg gegen Westfalia Hopsten. Foto: Walter Wahlbrink

Das war ein Tag in der kreisliga A so richtig nach dem Geschmack der heimischen Fans. VfL Ladbergen behielt mit 3:0 gegen Tabellenführer Westfalia Hopsten die Oberhand, BSV Brochterbeck setzte SW Esch mit 6:1 matt, und TuS Tecklenburg blieb mit 4:1 in Laggenbeck siegreich.

VfL Ladbergen -

Westfalia Hopsten 3:0

Für den VfL Ladbergen lief das Spiel gegen den Spitzenreiter aus Hopsten optimal. Es passte alles zusammen. In der 8. Minute brachte Simon Richter die Gastgeber per Handelfmeter in Führung. Dieser Treffer war der Schlüssel zum Sieg. Die Hausherren zogen sich in einem kampfbetonten Spiel weit in die eigene Hälfte zurück und lauerten auf Konterangriffe. In der 16. Minute scheiterte Richter am Gäste-Torhüter Steffen Söndgen. Auch Fabian Weikert und Emre Tas konnten den Gäste Torsteher in einer Drangphase mit einer Doppelchance (25.) nicht überwinden. In der 31. Minute nutzte Flamur Zeciri die Freiräume in der Hopstener Abwehr zum 2:0. Die Westfalia hatte vor der Pause nicht eine heraus gespielte Torchance. Der Spitzenreiter kam druckvoller aus der Pause und drängte auf den Anschlusstreffer. Dabei wirkten die Gäste in der Offensive ideenlos und brachten die gut organisierte Ladberger Hintermannschaft kaum in Bedrängnis. Nach einem Konter traf Zeciri in der 54.M inute nur den Hopstener Torpfosten. Die erste gute Torgelegenheit hatten die Gäste in der 80. Minute nach einem Freistoß per Kopfball durch Lukas Stegemann. Für die Entscheidung sorgte Zeqiri in der 90. Minute auf Rückpass von Fabian Weikert. Mit dem Schlusspfiff hatte Emre Tas sogar das 4:0 auf dem Fuß. Aufgrund der vielen guten Abschlussmöglichkeiten war der erste Saisonsieg der Ladberger am Ende hochverdient. Ladbergens Trainer Peter Melchers sprach nach Spielschluss von der besten Saisonleistung: „Wir haben wirklich sehr, sehr gut gespielt und uns auch endlich einmal belohnt.“

Tore : 1:0 Richter (8., Handelfmeter), 2:0, 3:0 Zeciri (31., 90.).

Der BSV Brochterbeck (rot-weiße Trikots) feierte einen 6:1-Kantersieg gegen SW Esch.

Der BSV Brochterbeck (rot-weiße Trikots) feierte einen 6:1-Kantersieg gegen SW Esch. Foto: Tobias Mönninghoff

BSV Brochterbeck -

SW Esch 6:1

Es war der Tag des Pitt Hoge. Genau 13 Minuten brauchte der Angreifer des BSV, um seine Farben mit einem lupenreinen Hattrick auf die Siegerstraße zu bringen. Nachdem er in der Vorwoche noch krankheitsbedingt passen musste, feierte er gestern ein beeindruckendes Comeback. Binnen 13 Minute machte er im Alleingang aus einem 1:1-Unentschieden einen 4:1-Vorsprung, am Ende siegte der BSV überraschend deutlich mit 6:1 (4:1). Überrascht war auch Brochterbecks Trainer Hubertus Ahmann von der fehlenden Gegenwehr der Püsselbürener. „Von Esch kam nach unserem Ausgleich rein gar nichts, ohne ein Feuerwerk abzubrennen, haben wir locker 6:1 gewonnen.“ Dabei hätte die Partie auch durchaus einen anderen Verlauf nehmen können. In der Anfangsphase hielt die Bartkowski-Elf gut dagegen und ging sogar in Führung. Matthias Michel verwandelte einen Freistoß direkt. Kurz darauf hatten die Gäste gar die dicke Chance zum 2:0, doch der Unparteiische entschied auf Abseits. Diese Szene schien ein Wachmacher für die Hausherren zu sein, die fortan immer dominanter wurden und den klaren Erfolg einfuhren. „Sehr wichtig für uns, wir müssen jetzt Abstand nach unten kriegen“, freute sich der BSV-Coach. In der Tabelle kletterte Brochterbeck mit zehn Zählern ins Mittelfeld auf Rang acht, Esch rutschte mit acht Punkten auf der Habenseite auf den elften Platz ab.

Tore: 0:1 Michel (11.), 1:1 Wöstemeier (17.), 2:1, 3:1, 4:1 Hoge (31., 34., 44.), 5:1 J. Holthaus (56./Eigentor), 6:1 Koliska (74./Foulelfmeter).

Ch. Laggenbeck -

TuS Tecklenburg 1:4

Nach 30 Minuten saß Heiko Becker verzweifelt in seinem Trainerstuhl und verstand die Welt nicht mehr. Immer und immer wieder hatte er seine Mannen im Vorfeld des Duells gegen TGK Tecklenburg vor Jost Knippenberg gewarnt, doch genau der legte die ersten drei Treffer der Gäste mustergültig auf und sorgte somit für die frühzeitige Entscheidung. Die Tecklenburger verdienten sich den Erfolg durch ihre individuelle Klasse. Das war aber das einzig Positive am Auftritt des TuS, der ansonsten keinen guten Eindruck hinterließ. Nach 40 Minuten wurde es Schiedsrichter Stefan Schönfelder zu bunt. Die ständigen Meckereien der Gäste untereinander bei einer 3:0-Führung war er satt. Er zitierte die Kobbos zu sich und drohte mit Platzverweisen, von mannschaftlicher Geschlossenheit und von Zusammenhalt war nichts zu spüren. Fußballerisch zeigten sie hingegen, dass sie zu den Top-Teams der Kreisliga A zählen. Ismail Altunsaban hatte das Spiel als letzter Mann fest im Griff, das offensive Trio um Yalcin Emekci, Sahin Günana und Daniel Kitroschat war stets gefährlich. Und dann haben die Gäste noch einen Jost Knippenberg, dessen Kopfballstärke mittlerweile hinlänglich bekannt ist. Das 1:0 und das 2:0 bereitete er jeweils per Kopf nach Freistößen aus dem Halbfeld vor, beim 3:0 bediente er mustergültig Bewar Deger.

Tore: 0:1 Kitroschat (12.), 0:2, 0:3 Deger (17., 30.), 1:3 Pott (45.), 1:4 Scheidt (78.).

SC Dörenthe -

SF Lotte U23 2:0

Von Beginn an entwickelte sich vor guter Kulisse in Dörenthe ein sehr intensives Spitzenspiel. Auch von der „ruppigen Gangart“ (Scholz) der Gäste ließ sich Dörenthe nicht anstecken und setzte die taktischen Vorgaben des Trainers konsequent um. „Wir haben sehr gut verteidigt und hatten die deutlich besseren Möglichkeiten“, war der DSC-Coach zufrieden. Die Lotteraner verloren neben den Punkten auch Randy Schilling, der in der 86. Minute aufgrund des Versuchs einer Tätlichkeit die Rote Karte sah.

Tore: 1:0 S. Sackarndt (33./Handelfmeter), 2:0 Knüppe (82.).

SV Büren -

Arm. Ibbenbüren 1:7

Die Tormaschine des Top-Favoriten auf die Meisterschaft läuft wieder. In Büren waren die Arminen ihrem Kontrahenten in allen Belangen überlegen und hätten am Ende sogar deutlich höher gewinnen können. „Büren war wirklich erschreckend schwach, da liegt einiges im Argen“, sah DJK-Trainer Vladan Dindic kaum Gegenwehr des Aufsteigers.

Tore: 0:1 Hawerkamp (16.), 0:2 Breuer (28.), 0:3 Spallek (60.), 0:4 Breuer (61.), 0:5 Walkenhorst (74.), 0:6 Fabian (78.), 0:7 Breuer (81.), 1:7 Selimi (88.).

Eintracht Mettingen -

SV Halverde 3:2 (1:2)

Eintracht-Trainer Marcus Mahnken sah einen „glücklichen“ Erfolg seiner Schützlinge gegen den kleinen HSV. Vor allem in Hälfte eins waren die Halverder nach Ansicht von Mahnken besser, „da hatten wir überhaupt keinen Zugriff“. Nach dem Doppelschlag direkt zu Beginn der zweiten 45 Minuten erhöhte dann erneut Halverde den Druck. Ein Doppelschlag nach dem Seitenwechsel brachte die Wende.

Tore: 1:0 Richter (20.), 1:1 Stegemann (22.), 1:2 Schneider (31.), 2:2 Burbrink (55./Foulelfmeter), 3:2 Moormann (58.).

Falke Saerbeck -

SV Uffeln 3:0 (1:0)

Keine Chance hatte der Aufsteiger aus Uffeln beim Vizemeister der Vorsaison. „Saerbeck war immer einen Tick besser und hat völlig verdient gewonnen“, war SVU-Trainer Ralf Janning ehrlich.

Tore: 1:0 Steuter (7.), 2:0 Ottmann (60.), 3:0 Pottmeyer (66.).

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