Fußball: Landesliga 4
VfL Senden verliert in Überzahl 1:3 bei der TSG Dülmen

Senden -

Anderthalb Halbzeiten lang in Überzahl, zwei Elfmeter zugesprochen bekommen und in der Nachspielzeit hinten offen wie ein Scheunentor: Der VfL Senden kassierte mit dem 1:3 bei der TSG Dülmen eine unglaubliche Niederlage.

Montag, 10.10.2016, 07:10 Uhr

Abdel Belkadi (l.) im Duell mit Alexander Kock, dem Dülmener Torschützen zum 2:1.
Abdel Belkadi (l.) im Duell mit Alexander Kock, dem Dülmener Torschützen zum 2:1. Foto: Patrick Hülsheger

Der Sonntagabend war gelaufen für Rainer Leifken, und nicht nur der. „Ich brauche drei Tage, um so etwas zu verarbeiten – wenn nicht noch mehr“, klagte der Trainer des VfL Senden nach der 1:3 (1:1)-Niederlage bei der TSG Dülmen . „Wir dürfen das Spiel niemals verlieren, eigentlich sogar nicht mal unentschieden spielen“, sagte Leifken über das Aufsteiger-Duell. Seine Truppe spielte anderthalb Halbzeiten lang in Überzahl, verschoss einen Elfmeter und lud Dülmen in den Schlussminuten noch zum Toreschießen ein.

Die Sendener begannen gut, kassierten mit einem Heber aber ein frühes Gegentor. „Da waren wir auf außen nicht präsent“, kritisierte Leifken. Mitte des ersten Durchgangs sah der Dülmener Florian Schwarz nach einem Handspiel auf der Linie die Rote Karte. Rabah Abed verwandelte den Elfmeter zum 1:1. Die Gäste hatten alle Karten in der Hand, nutzten ihre Großchancen aber nicht. In der zweiten Hälfte scheiterte Florian Kaling mit einem Foulelfmeter an TSG-Keeper Markus Sylla. „Ich weiß gar nicht, warum er geschossen hat und nicht Rabah Abed“, staunte Leifken. Er ist überzeugt: „Wenn wir den rein machen, gewinnen wir klar.“ Es kam noch schlimmer: In der Nachspielzeit stürmten die Sendener nach vorne und fingen sich noch zwei Konter zum 1:3.

„Die Dülmener konnten ihr Glück am Ende kaum fassen“, so Leifken. Für ihn hat die Niederlage aber auch etwas Gutes: „Jetzt ist das Gerede von der Meisterschaft endlich vorbei. Jetzt weiß jeder, dass wir Punkte gegen den Abstieg sammeln müssen.“

VfL: Kemmann – Kintrup, Reickert, Bömelburg (85. Stutenkemper), Belkadi – Berning, Dabrowski, Morzonek, Otto, Kaling (69. Schulte) – Abed. Tore: 1:0 Korte (9.), 1:1 Abed (HE/25.), 2:1 Kock (90.+1), 3:1 Korte (90.+3). Rot: Schwarz (TSG/24.). BV: Kaling (VfL) verschießt FE (60.). Bester Spieler: Dabrowski.

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