Fußball: 3. Liga
Atalan sieht für SF Lotte „Schritt in die richtige Richtung“

Lotte -

Die Sportfreunde Lotte haben den Abwärtstrend gestoppt. Am Samstagnachmittag holte die Atalan-Elf beim VfR Aalen ein 1:1-Remis und sammelte damit den 18. Punkt ein. Nach 15-monatiger Verletzungspause feierte Tim Gorschlüter sein Drittligadebüt für die Sportfreunde.

Sonntag, 16.10.2016, 17:10 Uhr

Torschütze Kevin Freiberger (rechts) und Jaroslaw Lindner bejubeln den 1:1-Ausgleich der Sportfreunde. Links im Hintergrund Bernd Rosinger, der in der zweiten Hälfte den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, aber nur die Querlatte traf.
Torschütze Kevin Freiberger (rechts) und Jaroslaw Lindner bejubeln den 1:1-Ausgleich der Sportfreunde. Links im Hintergrund Bernd Rosinger, der in der zweiten Hälfte den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, aber nur die Querlatte traf. Foto: Mrugalla

Der Mittelfeldspieler kam im zweiten Durchgang nach gut einer Stunde für Jaroslaw Lindner ins Spiel, konnte dem Spiel seines Teams aber nicht mehr den Stempel aufdrücken. Es braucht wohl noch eine Weile, bis er wieder ganz der Alte ist. „Wir dürfen von ihm noch keine Wunderdinge erwarten“, meinte Lottes Trainer Ismail Atalan . Die Partie endete mit nur jeweils zehn Akteuren auf beiden Seiten, denn Deichmann ( Aalen ) bekam nach einer Tätlichkeit (82.) die rote Karte, Lottes Tim Wendel saht dabei noch die gelb-rote Karte.

Atalan musste in Aalen auf den gesperrten Nico Neidhart verzichten, dafür kehrte Matthias Rahn nach abgesessener Gelbsperre in die Innenverteidigung zurück. Philipp Steinhart rückte in der Abwehr, dafür stürmte vorne Jaroslaw Lindner. Aalens Trainer Peter Vollmann musste seine Stammabwehr umbauen. Yannick Deichmann rückte für Fabian Menig (krank) in die Startelf. Deichmann übernahm die Sechser-Position vor der Abwehr, da Rico Preißinger in die Abwehr beordert wurde.

Lotte war nach den jüngsten Pleiten darauf bedacht für Wiedergutmachung zu sorgen. Schon nach fünf Minuten hätte Bernd Rosinger nach schönem Doppelpass die Führung rausholen können. Doch VfR-Schlussmann Daniel Bernhardt war hellwach. Dann aber gerieten die Blau-Weißen, die diesmal ganz in Blau aufgelaufen waren, durch einen Handelfmeter (11.) in Rückstand. Kartalis hatte am Strafraum einen Freistoß herausgeholt. Ojala führte aus, traf Matthias Rahn am Ellenbogen, der ein wenig zu weit abstand. Schiedsrichter Robert Kempter (Sauldorf) zeigte sofort auf den Punkt. Ojala ließ SFL-Keeper Fernandez keine Chance.

Der Strafstoß war bereits der sechste gegen die Sportfreunde in der laufenden Saison. Der Treffer warf die Gäste aber nicht aus der Bahn. Nur vier Minuten nach dem Rückstand bewies Kevin Freiberger seine Klasse auf der linken Außenbahn. Nachdem er Aalens Schwabl überlaufen hatte, schob er das Leder überlegt ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich ein. Damit gelang ihm bereits der fünfte Saisontreffer,. „Da stellen wir uns nicht gut an. Ein Verteidiger rückt raus und will angreifen, aber der andere macht nicht mit. Dadurch haben wir Lotte den Raum angeboten und die haben das perfekt ausgenutzt“, sagte VfR-Trainer Peter Vollmann später.

Nach dem Ausgleich verflachte die Begegnung, von einem Spitzenspiel war nur in der Phase wenig zu sehen. Lotte hatte zwar weiterhin mehr Ballbesitz, kam aber nicht mehr wirklich zum Abschluss. Kurz vor der Pause verpasste Aalen zwei gute Möglichkeiten. Deichmann (41.) und Preißinger (44.) verfehlten den neuerlichen Führungstreffer nur knapp.

Im zweiten Durchgang lauerte Aalen immer wieder auf Konter und brachte damit auch einige Mal die SFL-Abwehr in Bedrängnis. Auf der anderen Seite vergab Rosinger (64.) die beste Möglichkeit der Gäste, als er nur die Unterkante der Querlatte traf. Es folgte der negative Höhepunkt. Nach einem Foul des bereits verwarnten Tim Wendel schubste Deichmann den Lotteraner zu Boden. Kempter schickte den Aalener mit Rot vom Feld, auch Wendel (gelb-rote Karte) durfte gleich mit unter die Dusche. Am Ende blieb es beim insgesamt gerechten 1:1-Unentschieden.

„Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir sind gut in die Zweikämpfe gekommen und haben gut gepresst“, zeigte sich Lottes Trainer auf der einen Seite durchaus zufrieden. „Aber wir wollen immer das Maximale herausholen. Das haben wir nicht geschafft“, fand Atalan doch ein Haar in der Suppe.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) gastiert der SC Preußen Münster mit seinem neuen Trainer Benno Möhlmann im Frimo-Stadion.

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