Fußball: Kreispokal
SVB erst nach der Pause wach

Rheine -

Eine Stunde tat sich Landesligist SV Burgsteinfurt schwer beim B-Ligisten Sportfreunde Gellendorf. Dann aber platzte der Knoten, so dass die drei Spielklassen höher angesiedelten Gäste noch einen standesgemäßen 6:3 (0:1)-Erfolg einfuhren.

Sonntag, 20.11.2016, 16:11 Uhr

Mit vereinten Kräften bekämpfen in dieser Szene Marius Heckmann (Nr. 3) und Lucas Bahlmann den Gellendorfer Philipp Perlik (Nr. 7). Bahlmann musste in der Halbzeitpause wegen eines Nasenbeinbruchs ausgewechselt werden.
Mit vereinten Kräften bekämpfen in dieser Szene Marius Heckmann (Nr. 3) und Lucas Bahlmann den Gellendorfer Philipp Perlik (Nr. 7). Bahlmann musste in der Halbzeitpause wegen eines Nasenbeinbruchs ausgewechselt werden. Foto: Thomas Strack

Über eine Stunde lang stützten die Kicker der Sportfreunde Gellendorf die These ihres Trainers Bodo Gadomski, dass auch eine gute B Liga-Truppe einem Landesligisten an einem Sahnetag im Kreispokal Schwierigkeiten bereiten kann. Die Sportfreunde führten zur Halbzeit verdient mit 1:0 und glichen nach 65 Minuten zum 2:2-Ausgleich aus, doch am Ende mussten sie sich dem SV Burgsteinfurt mit 3:6-geschlagen geben.

„In der ersten Halbzeit haben wir längst nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, ärgerte sich Christoph Klein-Reesink. Der Trainer des SV Burgsteinfurt musste gar mitansehen, wie die Gastgeber in der 40. Minute in Führung gingen. Jan-Eik Frieling hatte sich durchgesetzt. Seinen Pass nahm Alex Sandmann auf, der zum 1:0 vollendete. Zuvor hatte Stephan Fleege schon die Führung vergeben. Die Kreisstädter hingegen enttäuschten im ersten Durchgang, wie auch SVB-Cotrainer André Bischoff einräumte: „Wir wollten von Beginn an ein Zeichen setzen. Das ist uns aber nicht gelungen. Allenfalls eine halbe Torchance hatten wir zu verzeichnen.“

Das änderte sich jedoch nach dem Seitenwechsel. „Wir haben die Dinge, die uns nicht gefallen haben, klar angesprochen“, sagte Bischoff. Die Worte zeigten Wirkung. Denn wie verwandelt kam der SVB aus der Kabine, die Einwechslung von Alex Hollermann war ein weiteres Zeichen Richtung Attacke. Fabian Erber mit einem Schuss aus 13 Metern und Hollermann nach einer Flanke von Kevin Behn kippten die Begegnung innerhalb von fünf Minuten (48., 53.). Doch Gellendorf schluckte den Rückstand, Philipp Perlik glich mit einem Strahl aus 25 Metern aus (63.). Kurz danach wurde Stephan Fleege im Strafraum umgestoßen, doch der ansonsten souverän leitende Schiedsrichter Werner Monser sah das nicht als elfmeterwürdig an.

Die Freude über den Ausgleich war kaum verfolgen, da traf Christian Radecke zur abermaligen Führung für die Gäste (66.). Nun war bei den Sportfreunden die Luft raus, Nico Schmerling erhöhte mit einem Flachschuss auf 4:2 (80.). Kevin Behn legte zum 5:2 nach (87.), Robin Jaroniec unterlief ein unglückliches Eigentor zum 6:2 für die Steinfurter (89.). Das war jedoch noch nicht der Endstand, denn Philipp Perlik setzte sich in der Schlussminute gegen zwei Abwehrspieler durch und traf zum 3:6-Endstand.

Klein-Reesink registrierte die deutliche Steigerung und den letztlich verdienten Sieg. Gleichwohl war er nicht in jeder Hinsicht zufrieden. „Drei Tore von einem B-Ligisten zu kassieren – das geht mir gegen den Strich.“

Hinzu kam, dass Lucas Bahlmann in der Halbzeitpause wegen blutender Nase ausgewechselt werden musste. Eine ärztliche Diagnose ergab, dass sich der Mittelfeldakteur das Nasenbein gebrochen hatte, so dass Bahlmann wohl eine Pause droht. Hingegen hütete Nicholas Beermann nach langer Verletzungspause erstmals wieder das SVB-Tor.

► Im Kreispokal-Halbfinale gastiert der SV Burgsteinfurt im kommenden Frühjahr beim Bezirksligisten FC Vorwärts Wettringen. Das zweite Halbfinale bestreiten der SC Altenrheine, der den Landesligisten Emsdetten 05 mit 4:0 aus dem Wettbewerb kegelte, und der Sieger aus der Partie FC Eintracht Rheine gegen SuS Neuenkirchen.

SV Burgsteinfurt : Beermann – Moor, Radecke, Spieker (46. Hollermann) – Wessels, Bügener, Bahlmann (46. Feldhues), Schmerling, Heckmann (65. Kiwit) – Behn, Erber. – Tore: 1:0 Sandmann (40.), 1:1 Erber (48.), 1:2 Hollermann (53.), 2:2 Perlik (63.), 2:3 Radecke (66.), 2:4 Schmerling (80.), 2:5 Behn (87.), 2:6 Jaroniec (89./Eigentor), 3:6 Perlik (90.+1).

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