Fußball | Landesliga Frauen: SSV Rhade - Fortuna Gronau
Kein Match für die Gesundheit

Gronau -

Der Mann lebt ungesund. Das Topspiel am Samstagabend in der Bundesliga war gerade einmal wenige Sekunden alt, da hatte Schalke-Fan Ralf Spanier schon „einen Puls von 200“. Grund war die dreiste Flugeinlage von Tobias Werner, sodass Leipzig die Knappen am Ende auch 2:1 besiegte. Tags darauf war es um Spaniers Blutdruck dann wieder nicht gut bestellt – dieses Mal in einer hektischen Schlussphase, die wiederum mit einem 2:1 endete. Allerdings völlig überraschend zugunsten von Fortuna Gronaus Fußballerinnen. Die gewannen beim Landesliga-Spitzenreiter SSV Rhade nämlich mit 2:1 (2:0).

Sonntag, 04.12.2016, 17:12 Uhr

Laura Alies war gleich hellwach: Schon nach wenigen Minuten parierte Fortunas Torhüterin einen Strafstoß. Am Ende siegte Fortuna völlig überraschend 2:1 in Rhade.
Laura Alies war gleich hellwach: Schon nach wenigen Minuten parierte Fortunas Torhüterin einen Strafstoß. Am Ende siegte Fortuna völlig überraschend 2:1 in Rhade. Foto: sh

„Der Tabellenführer war uns spielerisch haushoch überlegen“, gab Ralf Spanier hinterher zu. „Aber kämpferisch haben wir uns das allemal verdient.“ Laura Alies setzte das erste Ausrufezeichen, als sie schon nach acht Minuten einen Handelfmeter parierte. Ein Pfostenschuss von Jacqueline Eckelmann folgte (15.) – und schließlich sogar das 1:0 durch Anna-Lena Jansen, deren Schuss aus 16 Metern abgefälscht im SSV-Kasten landete (26.).

Rhade in Rage

Rhade in Rage, wollte das schnell reparieren. Stattdessen liefen die Gastgeber in den nächsten Konter. Ronja Bajorath nutzt also die Gunst der Stunde, um schnell auf 2:0 zu erhöhen.

Nach der Pause ging es munter weiter: Erst scheiterte Pia Busen knapp, dann zielte der Spitzenreiter zu genau und traf nur den Querbalken (47./48.).

Mit Mann und Maus gegen das 2:2

Zehn Minuten und einen weiteren Eckball später war es doch passiert: Der Favorit verkürzte auf 1:2. Fortan stieg der Puls des Gronauer Übungsleiters kontinuierlich. Machtlos musste Spanier mit ansehen, wie der SSV auf den Ausgleich drängten, seine Spielerinnen aber alles in die Waagschale warfen. Dann war Schluss, die faustdicke Überraschung perfekt und Spanier happy: „Diese Bonuspunkte nehmen wir gerne mit, nachdem wir nun einige Zähler gegen direkte Konkurrenten haben liegen gelassen.“

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