Fußball: Regionalliga West
RW Ahlen sortiert Spieler aus und hofft auf Zustimmung der Gläubiger für Insolvenzplan

Ahlen -

Zum Jahresende wird es bei RW Ahlen noch mal richtig spannend. Zum einen naht die Gläubigerversammlung, die über den Insolvenzplan abstimmen soll und zum anderen möchte sich der Club personell deutlich verändern.

Mittwoch, 28.12.2016, 05:12 Uhr

Zu Saisonbeginn noch Stammspieler, später dann nicht mal mehr auf der Bank, sondern bei der Zweitvertretung in der Kreisliga A: Isaac Akyere (rechts).
Zu Saisonbeginn noch Stammspieler, später dann nicht mal mehr auf der Bank, sondern bei der Zweitvertretung in der Kreisliga A: Isaac Akyere (rechts). Foto: Marc Kreisel

Wenn alles glatt geht, haben sie bei Rot-Weiß Ahlen zu Silvester allen Grund zu feiern. Einen Tag vor dem Jahreswechsel, am Freitag, 30. Dezember, findet im Saal 101 B des Amtsgerichts Münster ab 10 Uhr die lang ersehnte Gläubigerversammlung statt.

Stimmen die Gläubiger dabei dem von Rechtsanwalt Michael Mönig ausgearbeiteten Insolvenzplan zu, kann er endlich in Kraft treten – es wäre die finale Etappe zur Aufhebung des Insolvenzverfahrens . Der Regionalligist könnte endlich großen Ballast abwerfen, wäre den Klotz am Bein los.

Quintett darf gehen

Darüber hinaus würde RWA nach der Winterpause auch sportlich gerne durchstarten. „Alle Positionen stehen bei uns auf dem Prüfstand“, betont Joachim Krug . Der Sportliche Leiter ermittelt gemeinsam mit dem Trainerteam, wer von der bisherigen Belegschaft zur zweiten Saisonhälfte entbehrlich erscheint und wer dagegen im Kampf um den Klassenerhalt noch wertvoll sein könnte. Offiziell bestätigen mag Krug keine Namen. Doch Isaac Akyere, Aldin Kljajic, Ufuk Özbek , Emre Karaca und Jonathan Mellwig soll nach Informationen unserer Zeitung nahegelegt worden sein, sich nach Alternativen umzuschauen.

Denn nur bei einer entsprechenden Anzahl von Abgängen, hat Rot-Weiß überhaupt Kapazitäten neue Spieler an die Werse zu lotsen. Das wird wie in den Vorjahren voraussichtlich wieder ein Geduldsspiel werden. Denn zum einen muss Joachim Krug in mitunter zähen Verhandlungen Auflösungsverträge mit den potenziellen Abgängen führen, zum anderen beharrlich den Transfermarkt sondieren, auch wenn sich dieser in den nächsten Wochen immer weiter leeren wird.

Ausstehende Gehälter?

„Klar ist: Die Spieler unterschreiben bei uns nicht mit Kusshand. Wir werden also vermutlich wieder Ende Januar zuschlagen“, ahnt Krug, dass es einmal mehr sein Auftrag sein wird, „Best of the Rest“ zu verpflichten. Hinzu kommt Laurenz Wassinger, der nach überstandenem Kreuzbandriss laut Krug inzwischen wieder „topfit“ ist und dem Team helfen könnte.

Auf dem Wunschzettel des RWA-Managers stehen neben einem Torwart vor allem zwei Defensivspieler – möglichst variabel, also sowohl in der Innenverteidigung als auch als Sechser einsetzbar. Nach wie vor bemüht sich Joachim Krug zudem um die Rückkehr von Sascha Kirschstein , mit dem die Ahlener bereits seit Wochen in Kontakt stehen und an der Realisierbarkeit des Transfers arbeiten. Gerüchte, nach denen die Ahlener zuletzt erneut G ehälter ihrer Angestellten nicht gezahlt hätten, verweist Krug unterdessen ins Reich der Fabeln. „Das ist absoluter Quatsch“, unterstreicht Krug.

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