Fußball - 3. Liga: Werders U23 kommt nach Lotte
Ein kaum eingespieltes Team

Lotte / Bremen -

Mit einem 3:0-Sieg am 31. Juli des vergangenen Jahres im Bremer Weserstadion starten die Sportfreunde Lotte in ihr erstes Drittliga-Jahr. Am Samstag nun gastiert Werder Bremens U23 zum Rückrundenstart im Frimo Stadion (14 Uhr).

Donnerstag, 26.01.2017, 16:01 Uhr

Luca Zander (rechts) trainierte zuletzt mit den Werder Profis, Ousman Manneh (hinten links) gehört zum Bundesligakader, Beide hatten im Hinspiel noch bei Werders U23 mitgewirkt. Damals gewann Lotte im Weser-Stadion mit 3:0.
Luca Zander (rechts) trainierte zuletzt mit den Werder Profis, Ousman Manneh (hinten links) gehört zum Bundesligakader, Beide hatten im Hinspiel noch bei Werders U23 mitgewirkt. Damals gewann Lotte im Weser-Stadion mit 3:0. Foto: Jörg Wahlbrink

160 Tage liegen seit jenem traumatischen Zusammentreffen des SV Werder Bremen bei den Sportfreunden Lotte in der ersten Runde des DFB-Hauptpokal und dem ersten Rückrunden-Spieltag der 3. Liga zurück. Für drei Bremer Akteure, die seinerzeit mit hängenden Köpfen den Platz im Frimo-Stadion verließen, wird es am Samstag ein Wiedersehen in der 3. Liga an gleichem Ort geben. Auch der damalige Co-Trainer, Florian Kohfeld kehrt als neuer Chefcoach der U23 zurück zum Ort des „Anfangs vom Ende“ der Ära Skripnik.

Es hat sich viel getan an der Weser . Als Lotte zum Saisonauftakt mit 3:0 in Bremen triumphierte hieß der Trainer noch Alexander Nouri . Der wird nach seiner Beförderung nun versuchen, dem FC Bayern das Leben schwer zu machen. Der junge Coach Florian Kohfeld muss schauen, wie gut die Vorbereitung gefruchtet hat mit einer Mannschaft, die mit permanenten Kaderveränderungen leben muss. Der 36-Jährige ist Trainer Nummer drei in der laufenden Saison. Nach Nouris Beförderung stand zunächst Werders Urgestein Thomas Wolter an der Seitenlinie, bevor Kohfeld das Ruder am elften Spieltag übernahm.

Johannes Eggestein (Sturm), Sambou Yatabaré (Mittelfeld) und Thanos Persos (Mittelfeld) gehörten seinerzeit zum Team der ersten Mannschaft. Nach dem Motto, neue Besen kehren gut, wurde das Trio nach Nouris Beförderung zur Reserve degradiert. Dabei kam Malis Spieler des Jahres Yatabaré erst zum Saisonstart von Olympus Piräus für eine Ablösesumme von 2,5 Millionen an die Weser. Yatabaré weilte mit Mali beim Afrika-Cup, ist dort gerade ausgeschieden. Er soll aber ebenso wie Persos (FC Fulham?) noch vor Ende der Wechselfrist am 31. Januar verkaufen oder auszuleihen.

Oberflächlich betrachtet dürfte es für die Lotteraner eine eindeutige Sache sein. Es spielt der 17. beim Neunten der Tabelle. Faktisch liegen zwischen den Gegnern nur sieben Punkte. Das zeigt aber auch, wie nah der Weg sowohl nach unten als auch nach ganz oben ist, denn aus Lotter Sicht sind es ebenfalls sieben Punkte bis zum Spitzenreiter aus Duisburg. Die Bremer zählen zu den akut abstiegsgefährdeten Vereinen. Aufpassen sollten die Blau-Weißen auf die beiden Stürmer Rafael Kazior und Enis Bytyqi. Kazior bringt mit seinen 33 Jahren viel Stabilität in den Kader. Der 18-jährige Bytyqi hat sich als Joker des letzten Drittels ausgezeichnet. Das bleibende Problem der Hanseaten: Ein echtes Team kann durch zahlreich wechselnde Profi-Leihgaben nicht auf dem Platz stehen.

In der Vorbereitung musste Kohfeldt auf viele Stammspieler verzichten. Die Gebrüder Johannes und Maximilian Eggestein, Luca Zander, Michael Zetterer, Niklas Schmidt, Jesper Verlaat und Ousman Manneh fuhren mit ins Trainingslager der Profis. Diese mussten in der letzten Vorbereitungswoche wieder ins Team integriert werden. Zu guter Letzt ging Kohfeldt der Kapitän abhanden. Der 20-jährige Maximilian Eggestein bleibt neben Sturmtalent Ousman Manneh im Aufgebot der Profis.

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