Fußball - 3. Liga: VfL Osnabrück - Werder Bremen II 0:1
Dritte Pleite in Folge

Osnabrück -

Die dritte Niederlage in Folge kassierte der VfL Osnabrück am Freitagabend. Nach 90 enttäuschenden Minuten und einem gellenden Pfeifkonzert hieß 0:1. Damit stürzt der VfL auch in der Tabelle weiter ab. Die Hausherren haben zwar gekämpft,spielerisch kam aber nicht viel.

Freitag, 24.02.2017, 00:02 Uhr

Eine Riesenchance hatte Michael Hohnstedt kurz vor der Pause. Torhüter Eric Oellschlägel und Torben Rehfeldt hatte er bereits stehen lassen, ehe er verstolperte.
Eine Riesenchance hatte Michael Hohnstedt kurz vor der Pause. Torhüter Eric Oellschlägel und Torben Rehfeldt hatte er bereits stehen lassen, ehe er verstolperte. Foto: Mrugalla

An den Fans hat es nicht gelegen. Die leisteten einen 90-minütigen Support. Am nötigen Einsatz lag es auch nicht. Der VfL Osnabrück mühte sich redlich. Doch das reichte nicht. Mit 0:1 (0:1) verloren die Lila-Weißen gestern Abend gegen Werder Bremens U23 und kassierten damit die dritte Niederlage in Folge. Nun weiterhin vom Aufstieg zu träumen, verbietet sich. Total unverdient ist die Niederlage nicht, da dem VfL über 90 Minuten kaum etwas einfiel, gegen clevere Bremer Jungprofis Chancen zu kreieren.

Trainer Joe Enochs war schwer enttäuscht: „Ich habe ehrlich Probleme damit, so wie es gelaufen ist. Wir waren spielbestimmend, sind angelaufen und angelaufen, hatten dennoch zu wenige wirkliche Chancen. Die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, damit war ich zufrieden. Aber wir haben uns nicht belohnt.“

Der VfL begann stürmisch und suchte das frühe Tor. Die erste Chance aber verzeichnete der Gast. Justin Eilers war der lilaweißen Innenverteidigung, die auf Abseits spekulierte, enteilt, traf aber nur das Außennetz (5.). Zwei Minuten später nutzte Eilers einen Patzer von Tobias Willers , der ähnlich wie am Donnerstag Jannik Vestergaard von Borussia Mönchengladbach beim 0:2 in Florenz ausgerutscht war. Er bediente den mitgelaufenen Ousman Manne, der nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte - 0:1 nach sieben Minuten. Das hatten sich die Osnabrücker anders vorgestellt. „Kiene Frage, der Treffer geht auf meine Kappe“, wollte sich Willers nicht herausreden. „Steht es länger 0:0, gewinnen wir wahrscheinlich. Die Mannschaft hat alles gegeben und wollte meinen Bock ausmerzen. Es hat nicht gerecht. Das tut mir furchtbar leid.“

Dieser Treffer verfehlte seine Wirkung nicht. Die Hausherren hatten Mühe, ihre Linie zu finden. Zahlreiche Fehlpässe bestimmten die Szenerie. So wäre um ein Haar in der 22. Minute dem starken Eilers das 0:2 gelungen. Er traf jedoch nur den Pfosten.

Und doch hätte es nach 32 Minuten 1:1 stehen können, vielleicht sogar müssen. Nach einem schnellen Umschaltspiel tauchte Michael Hohnstedt plötzlich frei vor Werder-Keeper Eric Oelschlägel auf, verstolperte aber. Dann war es Marc Heider, der nach Pass von Bastian Schulz das Tor knapp verfehlte. Nach einer guten halben Stunde waren die Hausherren endlich richtig drin im Spiel.

Aber es blieb bis zur Pause beim 0:1. Glück hatte der SV Werder, dass er da noch zu Elft war. Kurz vor dem Seitenwechsel stieß Torschütze Manneh im Rücken von Schiedsrichter Nicolas Winter VfL-Innenverteidiger Tobias Willers zu Boden. Das hätte Rot geben müssen. Der Unparteiische hat es nicht gesehen und zog sich nicht nur deshalb den Unmut der Zuschauer zu. In vielen Szenen lag er richtig, in einigen aber daneben, zumeist zuungsten der Lila-Weißen.

Obwohl der VfL druckvoll aus der Kabine kam und auf den Ausgleich drängte, hatte erneut Werder die erste Chance. Wieder war es Eilers, der Marius Gersbeck zu einer Glanztat zwang. Aber der VfL ließ nicht locker, fand allerdings zunächst nicht die richtigen Mittel. Dann kam auch noch Pech hinzu, als ein Kopfball von Kwasi Okyere Wriedt nur auf das obere Tornetz fiel. Bis zum Abpfiff rannten die Osnabrücker weiter an, aber zumeist planlos. Eine Lücke in der gut gestaffelten Werder Abwehr fanden sie nicht mher.

VfL Osnabrück: Gersbeck - Sangaré, Syhre; Willers, Dercho - Heider (79. St,. Tigges), Schulz, Engel, Hohnstedt (75. Renneke) - Wriedt, Rüzgar (79. Kristo).

SV Werder Bremen U23: Oelschlägel - Rehfeldt, Volkmer, Verlaat, Garcia - Rother, Kazior - Eilers, Schmidt (84. Bytypi), Lorenzen - Manneh.

Tore: 0:1 Manneh (7.). - Schiedsrichter: Nicolas Winter (Scheibenhardt). - Gelbe Karten: Sangaré, Engel, Dercho, Wriedt - Lorenzen, Eilers. - Zuschauer: 7883.

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