Fußball - 3. Liga: SF Lotte - Chemnitzer FC
Ex-Meister der DDR will Revanche

Lotte / Chemnitz -

Der Chemnitzer FC will Revanche. Er tritt am Mittwochabend im Frimo-Stadion zum Nachholspiel bei den Sportfreunden Lotte an. Die ursprünglich für den 25. Februar angesetzt Partie war bekanntlich wegen Unbespielbarkeit des Platzes in Lotte abgesagt worden.

Montag, 06.03.2017, 19:03 Uhr

Philip Türpitz (rechts), hier im Zweikampf mit Alexander Langlitz im Hinspiel, gastiert morgen mit dem Chemnitzer FC bei den Sportfreunden Lotte, für die er von Januar bis Juni 2014 kickte.
Philip Türpitz (rechts), hier im Zweikampf mit Alexander Langlitz im Hinspiel, gastiert morgen mit dem Chemnitzer FC bei den Sportfreunden Lotte, für die er von Januar bis Juni 2014 kickte. Foto: Mrugalla

Es war die vierte Minute der Nachspielzeit an jenem 28. August 2016. Das Spiel in der Community4you-Arena war eigentlich beendet. Dann, mit der allerletzten Aktion, traf Gerrit Nauber doch noch ins Netz und drehte jubelnd ab. Es war der 1:0-Sieg der Sportfreunde Lotte beim Chemnitzer FC . Daran denken die Sachschen höchst ungern zurück. Es war die bis heute vielleicht bitterste Niederlage der Saison, denn vor allem in der zweiten Halbzeit waren sie die bessere Mannschaft.

Morgen will der DDR-Meister von 1967 Revanche . Er tritt ab 19 Uhr im Frimo-Stadion zum Nachholspiel an. Die ursprünglich für den 25. Februar angesetzt Partie war bekanntlich wegen Unbespielbarkeit des Platzes in Lotte abgesagt worden. Am vergangenen Samstag zeigten die Sportfreunde beim 0:2 in Regensburg die vielleicht schlechteste Saisonleistung. Das war nach den zuletzt abgesagten Partien sicher auch dem fehlenden Rhythmus geschuldet. Chemnitz dagegen befindet sich in einer guten Form, wie der 3:1-Heimsieg gegen Fortuna Köln untermauert. Da Lotte zudem auf den gelbgesperrten Andre Dej verzichten muss und im eigenen Stadion längst nicht so souverän auftritt wie in der Fremde, ist dem Chemnitzer FC sogar die Favoritenrolle zuzuschieben. Zumal der CFC die viertstärkste Auswärtsmannschaft der Liga ist.

Sollte das Team von Trainer Sven Köhler am Mittwoch alle drei Punkte einsacken, würde es auf Rang zwei vorrücken. So käme die Mannschaft dem Traum von Anton Fink ein großes Stück näher. Der Torschütze vom Dienst möchte unbedingt noch einmal zweite Liga spielen. „Am liebsten mit dem CFC“, äußerte der 29-Jährige jüngst gegenüber DFB.de.

Beschränkt man sich auf die Offensive, ist der Chemnitzer FC zu den klaren Aufstiegsfavoriten zählen. Gemeinsam mit dem SSV Jahn Regensburg stellt er das treffsicherste Team der Liga. Kommt die Offensive einmal ins Rollen, ist sie nur schwer aufzuhalten. Von bisher zehn Saisonsiegen beendeten die Himmelblauen sechs mit drei oder mehr geschossenen Toren.

Anton Fink (elf Treffer) ist die personifizierte Torgefahr und stellt gemeinsam mit Daniel Frahn das treffsicherste Angriffsduo der Liga. Zusammengerechnet lieferten sie schon 19 Tore und 13 Vorlagen. Fink ist zudem der erste Spieler, der die 100-Tore-Marke in der dritten Liga geknackt hat.

Auf der anderen Seite lässt es die Defensive oft an Souveränität mangeln. Vor allem vermittelt die Hintermannschaft von Sven Köhler keinen Eindruck von anhaltender Konstanz. Noch nie gelang es den Sachsen, zwei aufeinanderfolgende Spiele zu Null zu beenden. So ist meist Spektakel angesagt. Die letzte Nullnummer bei CFC-Beteiligung gab es am ersten Spieltag gegen SG Sonnenhof Großaspach.

Auf seine Rückkehr nach Lotte freut sich Philip Türpitz. Der Mittelfeldspieler trug von Januar bis Juni 2014 das Trikot der Sportfreunde, ehe er nach Chemnitz wechselte, wo er längst einen Stammplatz erkämpft hat. Den hat auch Dennis Grote inne. Der Linksfuß wird aber nicht auflaufen, da er nach seiner Roten Karte gegen VfR Aalen vor zehn Tagen noch gesperrt ist. Die Reise nach Lotte wird er dennoch antreten, um seiner Heimat mal wieder einen Besuch abzustatten. Schließlich ist er im Kreis Steinfurt, in Wettringen, geboren. Beim dortigen FC Vorwärts hat er das Fußball spielen erlernt, ehe er über Preußen Münster zum VfL Bochum kam, für den er 69 Bundesliga-Spiele absolvierte.

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