Fußball: Regionalliga West
Verschnaufpause im Abstiegskampf: RW Ahlen siegt in Verl

Ahlen -

Was eine Erleichterung für Fans und Team. Mit dem Druck des Gewinnenmüssens waren die Regionalliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen zum SC Verl gefahren. Bei einer Niederlage hätten sie sich wohl endgültig aus der Liga verabschieden können. Stattdessen: Pflicht erfüllt und nun folgt der Blick auf das Ergebnis der Konkurrenz am Sonntag.

Samstag, 08.04.2017, 15:04 Uhr

Jubel bei den Rot-Weißen: Die Regionalliga-Fußballer aus Ahlen siegten beim SC Verl mit 2:0 und erhielten damit ihre Chance auf den Klassenerhalt.
Jubel bei den Rot-Weißen: Die Regionalliga-Fußballer aus Ahlen siegten beim SC Verl mit 2:0 und erhielten damit ihre Chance auf den Klassenerhalt. Foto: Marc Kreisel

Jetzt bitte einmal ganz tief durchatmen. Rot-Weiß Ahlen hat sich die Chance auf den Verbleib in der Regionalliga erhalten und sich nach zwei Niederlagen in Folge eindrucksvoll zurückgemeldet. Beim SC Verl hielt das Team von Trainer Erhan Albayrak dem immensen Druck stand und siegte hochverdient mit 2:0. In der Schlussphase hätte der Erfolg noch höher ausfallen können. Kackpunkt aber war ein verschossener Elfmeter der Hausherren.

Wie viel Last genau nach dem Abpfiff von den Schultern der Gäste-Spieler abfiel, ist schwer zu sagen. Es müssen Zentner gewesen sein. Denn so viel war schon vorher klar: Verliert Rot-Weiß Ahlen auch beim Sportclub, können die Planungen für die Oberliga getrost beginnen. Denn die Konkurrenz von Fortuna Düsseldorfs und Schalkes U23 war bereits um acht und fünf Punkte enteilt.

Am morgigen Sonntag treffen die beiden ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auch noch aufeinander. Ein Team oder gar beide werden also an diesem Wochenende wieder punkten. Deshalb brauchten die Ahlener derer drei. Nicht umsonst hatte RWA-Coach Erhan Albayrak die Begegnung in Verl als eines von mehreren Finalspielen ausgerufen. Scheitern verboten!

Fußball Regionalliga: SC Verl - RW Ahlen

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Viele Chancen in Hälfte eins - RW Ahlen machts doppelt

Oft genug brechen Sportler unter so einem Druck zusammen. Doch nicht so die Ahlener am Samstagnachmittag. Denen gelang nach einer guten halben Stunde der vorentscheidende Doppelschlag: Erst traf Laurenz Wassinger in der 34. Minute zur 1:0-Führung. Vier Minuten später erhöhte Cihan Yilmaz auf 2:0.

Schon zuvor hatte es in einer ereignisreichen ersten Hälfte etliche gute Möglichkeiten gegeben, mit klaren Chancenplau für die Ahlener. Laurenz Wassinger, der spätere Torschütze, stand bereits nach zwei Minuten aussichtsreich zum Einschuss bereit, wurde jedoch blockiert. Die Ecke brachte dann nichts ein. Sieben Minuten später ließ ebendieser Wassinger den Ball geschickt durch die Beine laufen und ermöglichte so Cihan Yilmaz einen Schuss, der aber von Verls Keeper Robin Brüseke gehalten wurde.

So ging das im Minutentakt weiter: Kopfball Rouven Meschede (11.) – gehalten. Auf der Gegenseite der Ex-Ahlener Gianluca Marzullo (15.), doch René Lindner war noch zur Stelle. Direkt danach schoss Wassinger knapp drüber (15.). Und in der 21. Minute hätte SCV-Keeper mit seiner Bogenlampe fast dem glänzend aufgelegten Guiliano Nieddu aufgelegt, doch der verzog aus 25 bis 30 Metern.

Bilal Abdallah bereitet den Weg, Wassinger und Yilmaz treffen

Dann endlich das erlösende 1:0 für die Ahlener: Bilal Abdallah setzte sich auf rechts durch, bediente Emre Yesilova, der per Kopf verlängerte und am Ende der Kette stand Wassinger und schob zum umjubelten Führungstreffer ein.

Noch schöner herausgespielt war das zweite Tor. Dazwischen, direkt nach dem Anstoß, hatte Tim Kallenbach jedoch den zweiten Ahlener Treffer auf dem Fuß. Stattdessen besorgte den Cihan Yilmaz. Wieder war es Abdallah auf rechts, der zu Kallenbach im 16er ablegte. Der ließ erst zwei Gegenspieler stehen und gab dann weiter zu dem von hinten heranstürmenden Yilmaz.

Kurz vor der Pause wachten auch die bis dahin eher pomadig spielenden Verler auf. Marzullo scheiterte zunächst per Kopf (40.), dann herrschte nach einer kurz ausgeführten Ecke höchste Gefahr. Daniel Schaal hämmerte das Spielgerät an die Latte!

Kampfspiel mit neun Gelben Karten

Mit dem 2:0 ging es in die Kabinen. Wichtig vor allem: Die Ahlener Defensive stand weitgehend sattelfest und ließ auch in Hälfte zwei nichts Entscheidendes mehr anbrennen, obwohl auf der anderen Seite mit Gianluca Marzullo, der bis zum Winter noch treffsicherste Ahlener im Trikot seinen neuen Vereins seinen Dienst verrichtete.

Spielerisch war die Partie nach Wiederanpfiff bei weitem nicht mehr so hochwertig. Es entwickelte sich ein regelrechter Kampf, wovon auch die insgesamt neun Gelben Karten (vier für Verl, fünf für Ahlen) zeugen.

SC Verl verschießt Foulelfmeter

Der Knackpunkt des Spiels war dann der Foulelfmeter für Verl. Rouven Meschede hatte seinen ehemaligen Teamkameraden Marzullo gefoult. Viktor Maier lief an, jagte jedoch den Ball übers Tor. Es blieb beim 2:0 bis zum Schluss und damit hatten sich die Rot-Weißen eine Verschnaufpause im Abstiegskampf geholt.

„Vielleicht hätten wir mit dem verwandelten Elfmeter noch einen Punkt geholt“, mutmaßte Verls Trainer Andreas Golombek, „aber ob der dann verdient gewesen wäre, weiß ich nicht.“ Der Coach ließ kaum ein gutes Haar am „arroganten“ Auftritt seiner Elf, lobte stattdessen die „aus dem letzten Loch pfeifenden“ Ahlener für ihren Einsatzwillen.

Sein Gegenüber Erhan Albayrak war dagegen stolz und erleichtert. „Das war unsere letzte Chance. Auf dieses Spiel haben wir die ganze Woche hingearbeitet“, sagte er. „Nun haben wir noch sechs Endspiele, auf die wir uns voll fokussieren werden.“

Zuerst aber heißt es schauen, was die Konkurrenz macht. Am Sonntagnachmittag (14 Uhr) empfängt der FC Schalke (15.) die Fortuna aus Düsseldorf (14.).

SC Verl: Brüseke - Unzola, Kalinowski, Schmidt, Mikic - Schaal, Schröder, Strifler, Hecker - Marzullo, Maier.

RW Ahlen: Kirschstein - Kayaoglu, Lindner, Meschede, Perschmann (72. Heermann) - Nieddu, Kallenbach - Yesilova, Yilmaz, Abdallah (75. Yildirim) - Wassinger (85. Tüter)

Beste Spieler: Brüsele, Mikic, Meschede, Kallenbach, Nieddu

Zuschauer: 768

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