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Hoetmar will das Abstiegsgespenst verscheuchen

Kreis Warendorf -

Im Hinspiel war nur die Schlussphase das Eintrittsgeld wert, denn da fielen vier der sechs Tore. Am Sonntag sehen sich der SC Hoetmar und der SC Füchtorf um 15 Uhr am Wiebusch wieder.

Samstag, 22.04.2017, 07:04 Uhr

Dieses Duell gibt es am Sonntag nicht: Sowohl Hoetmars Jaroslav Bodnar (links) als auch Füchtorfs Janek Wojciechowski fallen im Rückspiel verletzt aus. Das Hinspiel endete nach einer spektakulären Schlussphase 3:3.
Dieses Duell gibt es am Sonntag nicht: Sowohl Hoetmars Jaroslav Bodnar (links) als auch Füchtorfs Janek Wojciechowski fallen im Rückspiel verletzt aus. Das Hinspiel endete nach einer spektakulären Schlussphase 3:3. Foto: René Penno

„Das ist und bleibt in der A-Liga ein Derby für uns, auch wenn Füchtorf nicht gerade in der Nachbarschaft liegt. Die Gäste sind von der Tabelle her favorisiert, aber wir möchten unbedingt einen Dreier einfahren, um das Abstiegsgespenst endgültig zu verscheuchen“, lautet die Devise von Hoetmars Spielertrainer Claus Hensel , der sich am Sonntag vermutlich nur außerhalb des Spielfeldes aufhalten dürfte. „Nach einem Magen-Darm-Infekt werde ich wohl nur zuschauen“, verriet er.

Die Hoetmarer haben sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, sind also sechs Spieltage vor dem Saisonende noch nicht gerettet. „Wir müssen das 1:2 gegen Mauritz vergessen und mit Volldampf in das Spiel gegen Füchtorf gehen. Je nach Spielverlauf wäre ich auch mit einem Punkte zufrieden“, meint Hensel, der auf Jaroslav Bodnar (Kreuzbandriss) und Jonas Neite (Sperre) verzichten muss. Dafür gehört Stephan Osthues nach seiner langwierigen Knieverletzung wieder zum Kader.

Für die auf Platz sieben liegenden Füchtorfer geht es in der Schlussphase der Saison zwar um nichts mehr – aber auf Geschenke sollte der SC Hoetmar deswegen nicht hoffen. „Wir werden die Saison sportlich fair und daher mit dem nötigen Einsatz zu Ende bringen, das ist für mich selbstverständlich“, betont Füchtorfs Trainer Jürgen Gessat .

Verzichten müssen die Gäste neben den Langzeitausfällen auf Janel Wojciechowsky, Jan Teepe und Filip Babijczuk. „Das ist jetzt auch eine Chance für die Spieler aus der zweiten Reihe, sich für die kommende Saison zu empfehlen“, kann Gessat den Ausfällen auch etwas Positives abgewinnen.

Im Hinspiel lieferten sich die beiden Teams ein recht langweiliges Duell – bis zur 87. Minute, als es 1:1 hieß. In der Folge fielen dann die Tore wie reife Früchte im 60-Sekunden-Takt, so dass es am Ende ein gerechtes 3:3-Unentschieden gab.

Bezirksligist Warendorfer SU empfängt die SG Sendenhorst am Sonntag um 15 Uhr. Nach vier sieglosen Spielen – davon zuletzt drei Niederlagen in Folge – geht es für die Warendorfer nur noch um die Goldene Ananas. Anders sieht es bei den Gästen aus. Zwar haben sie neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegslatz, bei noch fünf Spielen ist der Klassenerhalt aber nicht gesichert. Fehlen wird in Warendorf SG-Trainer Uli Leifken wegen schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Laurence Wacker (Bänderriss) fehlt der WSU den Rest der Saison, außerdem stehen Tobias Röhnelt und Lennart Märten studienbedingt nicht mehr zur Verfügung. WSU-Trainer Johannes Zurfähr: „Wir haben im Training unter der Woche angesprochen, dass wir die Saison nicht einfach zu Ende plätschern lassen wollen.“

In einem weiteren Bezirksliga-Spiel gastiert der TuS Freckenhorst bei RW Westönnen. Spätestens nach der Niederlage am Ostermontag geht für den TuS auch in Sachen Meisterschaft nichts mehr. Den sechsten Platz wollen die Schwarz-Gelben wie auch ihren Vorsprung auf die Warendorfer SU halten. Die Gastgeber können rechnerisch noch absteigen, haben mit zwölf Punkten bei sechs ausstehenden Begegnungen aber einen sehr beruhigenden Vorsprung. Die Ausfallliste des TuS ist lang: Simon Kaminski, Torben Neite, Dennis Walendi, Matthias Mersmann und Nils Leivermann fehlen. Freckenhorsts Trainer Andreas Strump: „Für uns geht es um gar nichts mehr. Wir können aber noch ein oder zwei Plätze gutmachen, von daher sind wir sehr motiviert. Westönnen hat aber auch eine gute Mannschaft.“

A-Ligist SC DJK Everswinkel empfängt am Sonntag um 15 Uhr den nachbarn aus Telgte. Für die Gastgeber ist die Saison gelaufen, sie sind als Aufsteiger mit Rang fünf vollauf zufrieden. Nur die Heimbilanz lässt zu wünsche übrig, kassierte die Elf doch sechs ihrer sieben Niederlagen auf eigenem Gelände. Die Telgter hoffen als Dritter immer noch auf Ausrutscher von Spitzenreiter Wolbeck, sechs Punkte beträgt der Rückstand zum formstarken Klassenprimus. Die Gastgeber müssen auf ihre Keeper Tim Lemke (krank) und Christoph Berse (Knie) ebenso verzichten wie auf Tom Kruse, Hendrik Krukow, Lennard Krahn und Gerrit Knein. Everswinkels Trainer Peter Knein: „Ich hoffe, dass ich bis Sonntag noch einen Torhüter finde. Gegen Telgte wäre schon ein Unentschieden ein großer Erfolg.“

Die Regionalliga-Frauen der Warendorfer SU treten am Sonntag um 15.30 Uhr bei der Reserve des 1. FC Köln an. Obwohl die Sportunion die letzten fünf Spiele nicht verlor, steht sie immer noch auf einem Abstiegsplatz. Die Gastgeberinnen machen dagegen große Schritte in Richtung Meisterschaft, haben derzeit sechs Punkte Vorsprung. Die Warendorferinnen wollen dem Favoriten ein Bein stellen und haben gute Erinnerungen an ihr letztes Spiel beim FC: In der vergangenen Saison gewannen sie überraschend 5:1 in der Domstadt.

Lynn Gismann kommt erst am Sonntag aus dem Urlaub zurück, Vanessa Otte fehlt berufsbedingt und hinter Laura Dahlkemper steht noch ein Fragezeichen. WSU-Trainer André Kuhlmann: „Ich denke, Köln hat auch Respekt vor uns. Einen Punkt würden wir gerne mitnehmen.“

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