Fußball: Stadtauswahl gegen Preußen Münster
Das hatte was

reckenfeld -

Das war heftig, aber so ganz unzufrieden schauten die Fußballer der neu gegründeten Grevener Stadtauswahl dann doch nicht drein. Mit 14:0 setzte sich der SC Preußen Münster gestern in Reckenfeld durch. Es war ein Fußballfest mit gut 700 Zuschauern – auch die waren happy.

Sonntag, 25.06.2017, 19:06 Uhr

Emre Kücükosman behauptet hier den Ball gegen Niklas Thiel (li.) und Sebastian Mai – eine eher seltene Szene im ersten Spielabschnitt.
Emre Kücükosman behauptet hier den Ball gegen Niklas Thiel (li.) und Sebastian Mai – eine eher seltene Szene im ersten Spielabschnitt. Foto: Weßeling

Plötzlich sind sie sowas von nah dran. Zehn Minuten noch auf der Uhr – und auf einmal auch nur noch zehn Meter bis zum Tor, bis zur Ekstase. Freie Bahn für Bernd Block – doch der Sportskamerad Nils Körber im Preußen-Kasten kennt keine Verwandten. Blitzschnelle Fußabwehr, der Nachschuss fliegt drüber – Block und der Großteil der knapp 700 Fans raufen sich die Haare. Kein Jubel. Doch nix, was sie einem irgendwann mal in den Grabstein meißeln. Nicht das 1:14 – verdammte Axt!

Wenig später macht sich der Zirkus dann so langsam wieder auf den Heimweg. Weitere Treffer sind übrigens nicht mehr gefallen: Drittligist Preußen Münster schlägt die tapfere Grevener Stadtauswahl mit 14:0. Ergebnisse sind flüchtig, Erlebnisse aber bleiben.

„Es war eine sehr angenehme Atmosphäre“, findet Benno Möhlmann, der Preußen-Coach. Seine Adler sehen sich der Crème de la Crème der Grevener Fußballszene gegenüber. Ob SCP-Knipser Adriano Grimaldi ab sofort schlecht von Sterthaus, Ökten und Grujic träumt? Ob Simon Scherder beim Gedanken an Lakenbrink, Taurino und Mewald schweißgebadet aufwacht? Unwahrscheinlich – aber darum geht es nicht. Julian Lüttmanns Best-of-Truppe verdient sich jedes Lob für ihr Engagement, Anerkennung für die eine oder andere starke Szene – und nicht zuletzt für ihre Fairness. Wäre sicher nicht so riesig angekommen, wenn sie den Profis auf die Socken gestiegen wären. Die spielen mit annähernd voller Kapelle und nehmen die Geschichte hier durchaus ernst: 5. Minute, Grimaldi ist durch – schon ist‘s passiert, 1:0. In der ersten halben Stunde fährt der SCP Karussell mit den Grevenern. Philipp Hoffmann zweimal (10./14.), Grimaldi dreimal (20./26./36.), Lennart Stoll, auch doppelt (22./44.), Sebastian Mai (32.) – 9:0 zur Pause. „Hauchdünn!“, analysiert Stadionsprecher Christopher Pielage. Das ist wirklich großer Humor. Klar gibt‘s auch nach der Pause Gegentore, allerdings nur noch fünf – durch Grimaldi (66./72.) Jeron Al-Haizameh (58./63.) und Sandrino Braun (61.). Doch das macht überhaupt nix: Grevener, Reckenfelder und Gimbter in einem Team – das macht trotzdem richtig Laune. Sicher lassen die Preußen jetzt auch Fünfe gerade sein, treffen aber auch auf eine immer besser sortierte Gastgeber-Abwehr.

Für die Schlussphase kommt sogar SCR-Kultkicker Christian Deitmar – zu erkennen an den frenetischen „Teddy,Teddy“-Rufen – noch rein. Das hat schon was. Apropos: Haben oder nicht haben, das ist am Ende die Frage. Autogramme und Selfies für die Kleinen. Smalltalk mit den

Stadtauswahl gegen Preußen Münster

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en, die man sonst nur aus der Ferne sieht. Erlebnisse halt.

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