Fußball: SCP in Reckenfeld
Bleibende Erinnerungen

Reckenfeld -

Trotz des Ergebnisses – das 0:14 gegen den SC Preeußen Münster hatte für die Grevener Stadtauswahl auch ihre positiven Seiten. Vor allem die Fans waren nach dem Spiel zufrieden.

Dienstag, 27.06.2017, 08:06 Uhr

Familienbild mit Torjäger. Adriano Grimaldi markierte sechs Tore und nahm sich nachher Zeit für die Fans.
Familienbild mit Torjäger. Adriano Grimaldi markierte sechs Tore und nahm sich nachher Zeit für die Fans. Foto: Stefan Bamberg

Irgendwas ist ja schon dran an diesen herrlichen David-gegen-Goliath-Geschichten, die immer wieder gesendet und geschrieben werden. Vom Mittelstürmer, der noch bis kurz vor Anpfiff pflichtbewusst die Frühschicht im Krankenhaus geschoben hat. Vom beinharten Manndecker, den sie hier auf dem Dorf nur „Knochen-Kalle“ oder „Mörtel-Mike“ rufen. Oder vom Keeper, der hinterm örtlichen Sparkassen-Schalter steht und heute, am großen Tag – Achtung, schlimmes Wortspiel – eine sichere Bank sein soll.

Der Zirkus ist in der Stadt, die Profis kommen. Gewiss, es war nur ein Freundschaftskick zwischen der Grevener Stadtauswahl und den Drittliga-Balltretern des SC Preußen Münster am Sonntag in Reckenfeld. Und doch entstanden bleibende Erinnerungen – höchstwahrscheinlich bei den Grevener Spielern, ganz sicher bei den vielen kleinen Fans. Und vielleicht sogar bei den Preußen-Profis, die bereitwillig zu einer ausgelassenen Atmosphäre beitrugen.

„Eine sehr angenehme Stimmung“, bemerkte SCP-Trainer Benno Möhlmann , der hinterher noch ein wenig mit Grevener Fußballfreunden fachsimpelte. Manni Kleimeyer etwa, die Stadionsprecher-Koryphäe des SC Greven 09, lag mit Möhlmann scheinbar sofort auf einer Wellenlänge. Die jüngeren Zuschauer dagegen hatten es, na klar, eher auf die Spieler abgesehen: „Alles klar bei Dir?“, fragte Sechsfach-Torschütze Adriano Grimaldi einen Knirps, der vor Schreck kein Wort mehr rausbrachte. Seinen von Grimaldi signierten Fußball aber wird der kleine Knopf womöglich mit ins Bett genommen haben. Ein gemeinsames Foto gab’s natürlich auch noch.

Aufs Foto wäre gerne der starke Bernd Block gekommen – er hatte die Monster-Chance auf den 1:14-Ehrentreffer. Doch das war am Ende irgendwie auch egal – dann halt 0:14. Gibt auch so schon genug zu erzählen.

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