Fußball: Oberliga Westfalen
Ausgleich und Rot in der Nachspielzeit: RW Ahlen spielt 2:2 in Rheine

Ahlen -

Was für eine bittere Wende für Rot-Weiß Ahlen: Bis in die Nachspielzeit hinein war der erste Saisonsieg des Oberligisten bei Eintracht Rheine zum Greifen nah. Dann verloren die Wersestädter zwei Punkte und auch noch den überragenden Mann der Partie für die kommenden Aufgaben.

Sonntag, 27.08.2017, 17:08 Uhr

Läuft nicht: Rouven Meschede hatte einen gebrauchten Nachmittag. Erst leitete er gegen Krefeld die Kehrtwende ein, musste dann den Ausgleich mitansehen und bekam zum Schluss auch noch Rot.
Läuft nicht: Rouven Meschede hatte einen gebrauchten Nachmittag. Erst leitete er gegen Krefeld die Kehrtwende ein, musste dann den Ausgleich mitansehen und bekam zum Schluss auch noch Rot. Foto: Marco Stiemke

Der Wunsch des Trainers ist nicht in Erfüllung gegangen. Und dieses Mal wird es Erhan Albayrak richtig weh getan haben, dass Rot-Weiß Ahlen bei Eintracht Rheine nicht zu null spielte. Schließlich hatten seine Oberliga-Fußballer erst einen Rückstand gedreht und sich dann doch noch den Sieg nehmen lassen. 2:2 hieß es am Ende einer umkämpften Partie, weil Timo Scherping in der ersten Minute der Nachspielzeit Köpfchen einsetzte.

Noch bitterer: Mit dem zu diesem Zeitpunkt verletzt am Boden liegenden Rouven Meschede verloren die Wersestädter unmittelbar danach auch noch den überragenden Mann der Partie für die kommenden Aufgaben. Meschede soll den Linienrichter beleidigt haben und bekam Rot. Damit endete ein lange Zeit recht erfreulicher Nachmittag für die Ahlener noch mit einer halben Katastrophe. Zumal sich Semih Daglar erneut beim Aufwärmen verletzte. Wieder das bereits lädierte Knie. Ob es dieses Mal mit der erneuten Heilung so schnell geht, bleibt abzuwarten.

Fußball-Oberliga Westfalen: Eintracht Rheine - RW Ahlen

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Tor der Jahres bringt Rheine in Front

„Bevor du Tore schießt, musst du erst mal dafür sorgen, dass du keine Tore kriegst“, hatte Rot-Weiß Ahlens Trainer Erhan Albayrak vor der Partie gegen Eintracht Rheine den Seinen noch mit auf den Weg gegeben. Nach 35 gespielten Minuten war dieser fromme Wunsch – zunächst mal kein Tor zu kassieren – nur noch Makulatur.

Denn nach einer bis dahin äußerst langweiligen Partie von beiden Seiten leisteten sich die Ahlener den einen Aussetzer zu viel: Rheines Philipp Brüggemeyer sah RWA-Keeper Azmir Alisic in der 35. Minute zu weit vor seinem Kasten stehen und hämmerte den Ball geistesgegenwärtig von der Mittellinie aus (!) zur 1:0-Führung für den FC in die Maschen. Der Ball knallte genau an die Unterkante der Latte. Marke: Tor des Jahres. Wieder einmal mussten die Ahlener somit einem Rückstand aus dem Nichts hinterherlaufen.

Defensivspezialisten drehen die Partie

Bis zur Pause schafften sie es dann auch nicht mehr, den Fauxpas wettzumachen. Dafür aber gelang ihnen das beinahe mit Wiederanpfiff. Mit einem fast ebenso schönen Hammer wie Brüggemeyers 1:0 glich nämlich Ahlens Rouven Meschede in der 47. Minute aus – mit einem strammen Schuss aus 25 Metern, der ebenfalls genau ins Gehäuse passte. Der Ausgleich gab dem Ahlener Spiel merklich Auftrieb. Die Gäste waren nun dem 2:1 näher als die Eintracht. Und tatsächlich belohnte sich RWA dann auch in der 70. Minute mit dem Treffer zum 2:1 von René Lindner.

Ausgleich und Rot in der Nachspielzeit

Das sah lange nach dem Siegtor aus. Zumal der überragende Meschede nur vier Minuten später sogar das 3:1 erzielte, dabei aber im Abseits gestanden haben soll. Statt der beruhigenden Führung blieb es also spannend. Und auch im dritten Spiel sollte es mit dem ersten Dreier für die Ahlener nichts werden. Es lief schon die erste Minute der Nachspielzeit, als Rheines Timo Scherping zum – zumindest bei den Hausherren – umjubelten Ausgleich traf.

Meschede war verletzt am Boden liegen geblieben, die Hausherren spielten weiter, brachten eine hohe Flanke rein und nach zwei, drei Stationen landete der Ball auf Scherpings Kopf, der zum 2:2 einnetzte. Die Ahlener hatten sich damit in fast letzter Minute noch die Butter vom Brot nehmen lassen. Und als hätte das noch nicht gereicht, holte sich Rouven Meschede dann eben auch noch die Rote Karte ab.

Gegen Paderborn fehlen nun zwei Spieler

Die Maximalpunktzahl gegen Rheine und nächste Woche gegen die U21 von Paderborn, die Albayrak nach dem nur einen Zähler aus den ersten beiden Spielen gefordert hatte, ist also schon nicht mehr drin. Zwei wohl fest eingeplante Akteure können sich für die Partie gegen Paderborn anderes vornehmen und RW Ahlen wartet auch weiterhin auf seinen ersten Sieg nach dem Abstieg. Immerhin fuhren die Wersestädter nicht mit gänzlich leeren Händen Richtung Heimat – das wohl einzige, kleine Trostpflaster nach dieser Partie.

Hast du Sch... am Fuß, hast du Sch... am Fuß.

Marco Stiemke, Pressesprecher von RW Ahlen, fasst die Partie in Rheine zusammen
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