Fußball: Oberliga Westfalen
Gegen Paderborn zählt für RW Ahlen nur der Sieg

Ahlen -

Drei Meisterschaftsspiele absolviert und noch immer wartet Rot-Weiß Ahlen auf den ersten Sieg. Stattdessen liegt der Oberligist mit nur zwei Punkten auf dem Konto an drittletzter Stelle in der Tabelle. Sollten da nicht vor der Partie gegen Paderborn alle Alarmglocken schrillen? Ein klares Jein!

Freitag, 01.09.2017, 17:09 Uhr

Einen Jubellauf wie hier von René Lindner (vorne), dem Torschützen zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen Rheine, wünschen sich die RWA-Anhänger im Heimspiel gegen Paderborn. Dieses Mal sollten dann aber auch drei Punkte dabei herausspringen.
Einen Jubellauf wie hier von René Lindner (vorne), dem Torschützen zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen Rheine, wünschen sich die RWA-Anhänger im Heimspiel gegen Paderborn. Dieses Mal sollten dann aber auch drei Punkte dabei herausspringen. Foto: Marco Stiemke

Es stimmt schon, den Start hatten sich die Akteure auf dem Feld, die Verantwortlichen aus dem Vorstand und natürlich nicht zuletzt das Trainerteam mit Erhan Albayrak und Hasan Ugur deutlich positiver gewünscht, vielleicht sogar erwartet. Aus den vagen Hoffnungen, in der Oberliga zumindest eine gute Rolle spielen zu können, ist nach der 1:4-Niederlage gegen Lippstadt, dem 0:0 gegen Hamm und dem jüngsten 2:2 bei Eintracht Rheine eher die leise Furcht vor einem Fehlstart geworden. Auch wenn Albayrak beschwichtigt: „Wir haben zwei Punkte, der Erste hat sieben. Das ist alles ganz dicht beieinander. So gesehen müsste sich die halbe Liga Sorgen um einen Fehlstart machen.“

Albayrak: „Sieg muss ich jetzt verlangen können“

Und doch muss seine Mannschaft am Sonntag gegen Paderborns U 21 am Ende etwas mehr vorzuweisen haben als die Erkenntnis, dass man wie zuletzt gegen Eintracht Rheine (2:2) das bessere Team war . Ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten aus Ostwestfalen, der seinerseits noch gar nichts Zählbares auf dem Konto hat, ist nun quasi Pflicht. „Das Gute ist“, sagt Erhan Albayrak, „dass das eine Mannschaft ist, die wir natürlich schlagen können. Nichts gegen Paderborn, aber wenn wir hohe Ansprüche haben, und die haben wir, dann muss ich jetzt einen Sieg verlangen können“, so der RWA-Trainer, der nachschiebt: „Das soll kein besonderer Druck für meine Jungs sein. Das ist einfach die Realität.“

Das Duell in der Statistik

Das Duell in der Statistik Foto: Manfred Krieg

Rouven Meschede noch für drei Spiele gesperrt

Trotz der auf Paderborner Seite zu erwartenden Verstärkungen aus der ersten Mannschaft geht Albayrak also zuversichtlich in die morgige Partie. Das war er allerdings auch schon gegen Eintracht Rheine, weshalb der späte Ausgleich und dann auch noch die Rote Karte gegen Stammspieler Rouven Meschede so besonders schmerzhaft waren.

Bei Meschede ist mittlerweile klar, dass er für vier Pflichtspiele gesperrt ist. Eines davon hat er schon abgebrummt, weil die Ahlener am Dienstagabend die erste Runde des Kreispokals gegen die Spielvereinigung Oelde (15:0) bestritten. Logischerweise würden sie nun die zweite Runde auch möglichst schnell hinter sich bringen, sodass Meschede nur zwei Einsätze in der Oberliga verpasst.

Daglars Kreuzbandriss vergrößert die Probleme

Gegen Paderborn wird der Aktivposten in der Defensive aber definitiv fehlen. Wie auch Semih Daglar. Der hatte sich beim Aufwärmen in Rheine erneut am Knie verletzt und dieses Mal lief es nicht so glimpflich ab wie zuvor: Ein Kreuzbandriss wird ihn wohl die komplette Hinrunde lang lahmlegen.

„Schöner Mist“, kommentiert Albayrak diesen zusätzlichen Aderlass in der Offensive und rechnet durch, wer gegen Paderborn alles angeschlagen ist oder ausfällt: Roman Zengin kann demnach erst Montag wieder eingreifen, Jeremy-Jamal Mustapha konnte am Freitag nur gehen (Knieprobleme), kommt also nicht für einen Einsatz in Frage. Emre Karaca plagen weiterhin Muskelprobleme. Macht mit den Ausfällen von Daglar und Meschede fünf Ausfälle.

Der Neue Engjell Hoti könnte weiterhelfen

Immerhin hat Giuliano Nieddu schon wieder mittrainiert. Bei ihm sieht es gut aus. Ebenso bei Justin Perschmann. Wenn dann auch noch der Neue im Ahlener Kader, Engjell Hoti , rechtzeitig seine Spielberechtigung erhält, sieht die Personaldecke schon wieder etwas besser aus.

Von dem 20-jährigen hatte Albayrak vor der Verpflichtung in dieser Woche noch nichts gesehen. „Den hat Joachim (Krug, Anm. d. Red.) aus dem Hut gezaubert“, sagt der Coach. „Aber Engjell hat schon hochklassig gespielt, ist beidfüßig und kann offensiv jede Position übernehmen“, hat der RWA-Trainer in den ersten Trainings mitbekommen. Durchaus also ein Mann, der sofort weiterhelfen könnte. Am liebsten schon beim Sieg gegen Paderborn.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr; Wersestadion

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