Fußball: Westfalenpokal der Frauen
Pokal-Krimi mit Happy End

Ostbevern/Nottuln -

Die Damen des BSV Ostbevern mussten am Tag der Deutschen Einheit länger kicken, als sie es sich eigentlich vorgenommen hatten. Immerhin: Am Ende stimmte das Ergebnis.

Dienstag, 03.10.2017, 19:10 Uhr

Die neunte Spielminute: Nicole Eichholt (2.v.l.) hat Ostbevern in Nottuln soeben in Führung gebracht und erhält die Gratulationen ihrer Mitspielerinnen. Alles schien für den BSV zu laufen, ehe sich eine turbulente Pokal-Partie entwickelte.
Die neunte Spielminute: Nicole Eichholt (2.v.l.) hat Ostbevern in Nottuln soeben in Führung gebracht und erhält die Gratulationen ihrer Mitspielerinnen. Alles schien für den BSV zu laufen, ehe sich eine turbulente Pokal-Partie entwickelte. Foto: Klaus Fallberg

Durch einen 7:5 (2:2, 0:1)-Erfolg nach Elfmeterschießen zog der Westfalenligist beim Landesligisten GW Nottuln in die dritte Runde des Westfalenpokals ein.

Ostbevern gewinnt Pokal-Krimi in Nottuln

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Nach vier Minuten hätte Pia Stubbe allerdings die Gastgeberinnen bereits in Führung schießen können, vergab aber freistehend. Besser machte es Ostbevern: In der neunten Minute segelte ein Freistoß aus dem Mittelfeld in den Nottulner Strafraum. Keiner ging energisch hin, Nicole Eichholt bedankte sich und köpfte zum 0:1 ein.

Das Gegentor beflügelte jedoch die Nottulnerinnen. Zwei Mal Anna Lindemann und die überragende Denise Waltering brachten das Leder allerdings nicht im Tor unter. Aber auch die BSV-Damen hatten ihre Chancen. In der 40. Minute schafften sie es, drei Mal hintereinander aus kurzer Entfernung an Nottulns Torfrau Anna Mensmann zu scheitern.

Nach der Pause drehten die Gastgeberinnen auf, und bereits in der 49. Minute fiel der verdiente Ausgleich. Anna Lindemann stand urplötzlich allein vor dem BSV-Gehäuse und schob eiskalt zum 1:1 ein. Jetzt wurde GWN noch mutiger und legte kurz nach dem Ausgleich das 2:1 nach. Dieses Mal war es Pia Stubbe, die einen schönen Pass von Nora Kersting nur noch einschieben musste (61.) In der 65. Minute war es Josefine Höppener, die das 3:1 machen konnte, aber an Ostbeverns Torfrau Nina Potthoff scheiterte.

Danach spielte nur noch ein Team, und zwar der BSV Ostbevern . Angetrieben von den Mittelfeldstrategen Kira Lücke und Nicole Eichholt rollten nun die Angriffe auf das Nottulner Tor. Die Offensive der Grün-Weißen fand nicht mehr statt, doch die Abwehr stand wie ein Bollwerk. Bis zur 88. Minute: Einen blitzschnellen Angriff über die rechte Seite beendete der BSV mit einer scharfen Flanke nach innen, Marie-Lena Wirtz versuchte noch, vor der hinter ihr einschussbereiten Stürmerin zu retten und traf dabei unglücklich zum 2:2 ins eigene Tor.

In der Verlängerung passierte nichts Aufregendes mehr, sodass Schiedsrichter Siyamet Sür die Damen nach 120 Minuten zum Elfmeterschießen bat. Nottuln hatte direkt einen Fehlschuss, während die BSV-Damen allesamt trafen. Und als Petra Groth auch den fünften Elfer für Ostbevern im Tor untergebracht hatte, war der Jubel auf der einen Seite und die Enttäuschung auf der anderen riesengroß.

Nottulns Trainer Matthias Feitscher war mit dem Spiel seiner Mannschaft trotzdem zufrieden: „Wie wir nach dem frühen 0:1 gegen einen Westfalenligisten zurückgekommen sind, war schon klasse. Aus diesem Spiel gehen wir gestärkt hervor.“

Ostbeverns Trainer Andrew Celiker war trotz des Sieges angefressen: „Dass Nottuln hart spielt, wussten wir schon aus dem Freundschaftsspiel. Heute haben sie es aber übertrieben. Ich habe zwei Stammspielerinnen ausgewechselt, damit sie sich nicht verletzen. Die Meisterschaft ist uns wichtiger als der Pokal.“

BSV: Potthoff – Mahnke, Kuhlenkötter, Groth, Koenen (46. Stövesand) – Eichholt (71. Haverkamp), Lücke, Kemper (58. Mende), Heithoff – Fipke, Gerdes

Tore: 0:1 Eichholt (9.); 1:1 Lindemann (49.); 2:1 Stubbe (61.); 2:2 Wirtz (88. ET) – 2:3 Fipke, Fehlschuss Lindemann, 2:4 Gerdes, 3:4 Waltering, 3:5 Heithoff, 4:5 Krampe, 4:6 Koenen, 5:6 Weber, 5:7 Groth

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