Fußball: Bezirksliga
Von naiv bis unglücklich

greven -

Es rappelt im Sechzehner – und Greven 09 ärgert sich. Ein strittiger Elfmeter bedeutete für die Schöneflieth-Kicker den Anfang vom Ende in Wilmsberg.

Sonntag, 15.10.2017, 19:10 Uhr

Sebastian Sterthaus kassierte mit dem SC Greven 09 eine klare 2:4-Niederlage in Wilmsberg. Pech für die Gäste – mit etwas mehr Glück wäre ein Punktgewinn möglich gewesen.
Sebastian Sterthaus kassierte mit dem SC Greven 09 eine klare 2:4-Niederlage in Wilmsberg. Pech für die Gäste – mit etwas mehr Glück wäre ein Punktgewinn möglich gewesen. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

Das wäre jetzt ein Fall für den Video-Schiri – wenn er denn mal Zeit für die Bezirksliga hätte. Obwohl: Aus Andreas Sommers Sicht bräuchte es ihn nicht mal, in dieser 43. Minute, als es im Grevener Strafraum rummst – und der Schiri Sven Jaspert als Holzfäller verdächtigt. Elfmeter. „Nie und nimmer“, meint der Coach. „Ein astreines Tackling.“ Das für den SC Greven 09 am Sonntag aber der Anfang von Ende ist – der Strafstoß ist nämlich drin. Und das Auswärtsspiel beim SV Wilmsberg eine gute Stunde später mit 2:4 (1:2) verloren. Zweifelsohne nicht nur wegen des – zumindest aus 09-Perspektive – falschen Pfiffs.

„Wir haben uns in einigen Szenen auch sehr naiv angestellt“, kritisiert Sommer. „Dieses Ding müssen wir echt nicht abgeben.“ Zumal es zunächst traumhaft läuft: 24. Minute, Ecke für Greven, mehrere rauschen vorbei – und Mo Seye heran, Führung!

Bis kurz vor der Pause hält der Vorsprung – dann beginnt die zweiminütige Horrorshow: Besagter Elfer zum 1:1 (43.), eine Minute später eine Sekundenschlaf-Attacke bei einem Schnittstellenball – 1:2. „Ein Gegentor nach einem eigenen Freistoß, das darf nicht passieren“, sagt Sommer.

Dessen Aufgebot sich aber nur kürz schüttelt – und prompt wieder antwortet: Bei Patrick Fechtel reicht die Luft zwar nur für eine gute Stunde, aber immerhin auch für eine eiskalte Knipser-Bude zum Ausgleich (50.). Großer Jubel – dann muss der noch angeschlagene Stürmer raus. Sowieso machen sich die vielen Zipperlein fortan bemerkbar: Doch das Kabinett der Verletzten und Unpässlichen haut sich rein. „Die Laufbereitschaft war stark“, lobt Sommer, der aber bald wieder Unheil kommen sieht: Steilpass – und die nächste Szene aus der Rubrik „Wie würden Sie entscheiden?“ Aus Nullneuns Sicht Abseits, aus der des Unparteiischen halt nicht – Niklas Thoms bringt Wilmsberg wieder nach vorn (64.). „Auch nach dem Rückstand hatten wir noch ein paar ordentliche Kombinationen“, beobachtete der Trainer.

Die größte Chancen allerdings bekamen die Hausherren: Ein Konter, Verwirrung in Grün-Schwarz-Weiß – 4:2, 09 versenkt (70.).

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